The Language of New Media - Manovich, Lev (City University of New York)
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A stimulating, eclectic accountof new media that finds its origins in old media, particularly the cinema.

Produktbeschreibung
A stimulating, eclectic accountof new media that finds its origins in old media, particularly the cinema.
  • Produktdetails
  • Leonardo
  • Verlag: MIT Press Ltd
  • Repr.
  • Seitenzahl: 400
  • Altersempfehlung: ab 18 Jahre
  • Erscheinungstermin: Februar 2002
  • Englisch
  • Abmessung: 230mm x 200mm x 22mm
  • Gewicht: 566g
  • ISBN-13: 9780262632553
  • ISBN-10: 0262632551
  • Artikelnr.: 10533725
Autorenporträt
Lev Manovich is Professor of Visual Arts, University of California, San Diego. His book The Language of New Media (MIT Press, 2001) has been hailed as "the most suggestive and broad ranging media history since Marshall McLuhan."
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 20.04.2002

Malen nach Binärzahlen
Kunst kommt von „Cut and Paste”: Die Sprache der Neuen Medien, Falte für Falte und Haar für Haar entschlüsselt von Lev Manovic
Gewandfalten und Menschenhaar sehen in digitalisierten Darstellungen oft so unnatürlich flächig aus, als bestünden sie aus Plastik. Das ist nicht unbedingt ein Fehler des Mediums. Schließlich würden sich auch Madonnen mit Schleier oder Damen mit Pelzhüten trefflich, Falte für Falte und Haar für Haar, ins Computerbild setzen lassen, auch wenn dies einigen Rechenaufwand erforderte. Doch ist das Militär, das die digitalisierte Abbildungstechnik zuerst entwickelt hat, seit jeher auf Landschaften und nicht auf Lockenpracht spezialisiert. An vergleichsweise leicht zu simulierenden Geländeformationen lernen Piloten das Überfliegen und Bombardieren von Landschaften. Die Unterhaltungsindustrie hat die Oberflächen vom Militär übernommen und nicht zuletzt daraus erklärt sich, warum ein Vermeer der Computergraphik bis heute fehlt.
Lev Manovich, nach eigenem Bekunden Künstler und Programmierer, spottet gerne über das kunstlose Design auf Computerbildschirmen. Monster können sie abbilden, aber an natürlicher Schönheit scheitern die Computergraphiker. Der in Kalifornien lehrende Professor für Visual Arts spielt den Formenreichtum der Malerei gegen die derzeit angebotenen einförmigen, allzu glatten Graphikprogramme aus und beherzigt damit, frei nach McLuhan, eines der Grundgesetze der Medientheorie: Erst der Medienvergleich schafft Medienreferenz. Wer über ein neues Medium sprechen will, muss auf ein altes Bezug nehmen.
Manovich nimmt auf die Medien Bezug, aus denen der Computer sich herleitet – nicht der Computer als Hardware von Rechenoperationen, sondern der Computer als Bildermaschine. So entsteht eine Genealogie der Ästhetik des Computers, die ihresgleichen in deutschsprachigen Veröffentlichungen noch sucht; in Amerika ist sie soeben als Taschenbuch erschienen.
Odysseus im Datenmeer
Der Autor, der hierzulande mit einem mittlerweile klassischen Aufsatz über die Entwicklung der „Screens” bekannt wurde, findet die Vorfahren der Computerästhetik in visuellen Medien, allen voran Fotographie und Kino. Ihre Darstellungsformen und -konventionen eignet sich der Computer an. Und darin liegt seine Neuheit. Dass der Computer ein „Neues Medium” ist, wie gern behauptet wird, heißt also nicht, dass er ohne Vorbild antritt. Das Neue liegt Manovich zufolge in den erweiterten Darstellungsmöglichkeiten. Sie verdanken sich dem Umstand, dass der Computer eine Kombination verschiedener Medien und ihrer Wahrnehmungsregime ist. Doch weil das Neue oftmals im Noch-nie-da- Gewesenen gesucht und gepriesen wird, gerät dieser Aspekt des „kombinatorisch Neuen” in Vergessenheit. Ganze Bildkulturen liegen darum brach. Manovichs Buch ist ein Plädoyer, die ästhetischen Potentiale zu aktivieren, die die Computergraphik bislang noch nicht annähernd genutzt habe.
Zu diesen Potentialen gehört zuallererst ein unermesslich reiches Bildmaterial. Seit sämtliche Bilder im selben Code gespeichert sind, hat sich ein digitalisierter Schatz an Gemälden, Photographien, Filmclips und Videotapes angesammelt, den man nur plündern müsste, um Kunst zu machen. Der Künstler als Compiler, und der Traum der Dadaisten, Surrealisten und Konstruktivisten von der Kunst als Montage würde wahr. Dem Autor der „Sprache der Neuen Medien” gefiele diese Vorstellung. Statt eines schöpferischen Akts aus dem Nichts stehen „Cut and Paste-Befehle” zur Verfügung, die jedermann, der sie anwendet, zum Künstler machen.
Hauptgewährsmann für Manovichs Thesen und übrigens dessen Landsmann ist der russische Filmemacher Dziga Vertov. Der habe vor allem ein Ziel gehabt: die Begrenztheit menschlicher Sehfähigkeiten und Bewegungsmöglichkeiten im Raum aufheben, um einen effizienteren Zugang zu Daten zu erhalten. Doch erfüllte das Medium Film dieses Ziel nur unvollkommen. Der Computer übernimmt für Manovich die Rolle des Vollenders. Die navigierbaren Datenräume des World Wide Web lösen die Versprechen der künstlerischen Avantgarde aus den zwanziger Jahren ein. Die verräumlichte Darstellung von Sinnesdaten im Computer geht nicht auf Vertov zurück, sondern auf militärische Flugsimulatoren von 1930. Diese haben unterdessen eine Kultur der Navigation im Netz geprägt, die den Autor an virtuelle Bewegungen zu Wasser denken lässt. Er bringt sie mit archaischen Seefahrer-Epen in Verbindung. Odysseus wird zum Ahnherrn aller Websurfer.
Doch sind nicht alle Nutzer des Netzes gleichermaßen Segler auf unergründlichen Datenmeeren. Manovich identifiziert unter ihnen auch solche, die den Cyberspace wie die unbekannte Weiten der Prärie erschließen. Was den einen Labyrinth und Geheimnis ist, fordert andere heraus, ihren Claim abzustecken. Entlang der Trennlinie zwischen der alten und der neuen Welt teilt Manovich die Netzpopulationen in den Typ des europäischen Flaneurs und den des amerikanischen Eroberers. Und siehe da: die beiden meistbenutzten Webbrowser „Netscape Navigator” und „Internet Explorer” entsprechen just diesen beiden Netztypen, dem Baudelairescher und dem Twainscher Prägung, oder sollen es zumindest nach dem Willen des Autors.
Kino aus dem Netz
Manovich liebt es, medientechnische und –theoretische Unterscheidungen auf allgemeinere ästhetische und kulturelle umzulegen, verheddert sich darin zuweilen auf sympathische Weise und fordert Widerspruch heraus. Keine grundsätzlichen Widerspruch, sondern einen im Detail, der sich innerhalb der gelehrten und breit gefächerten Vorlage bewegt. Bestenfalls fügt er ihr weitere Differenzierungen und neue Korrespondenzen hinzu. Dem Autor wären diese Ergänzungen möglicherweise willkommen. Seine Art ist es nicht, letzte Medienwahrheiten zu verkünden. Er probiert vorhandene ästhetische Theorien und künstlerische Programme am neuen Medium aus, was fraglos ergiebiger ist, als dem Computer eine nagelneue Theorie überzustülpen.
Für Manovich ist das „Neue Medium” kein Modewort. Er darf es sogar im Plural verwenden. Die „New Media” im Titel seines Buchs sind These. Sie stehen dafür, dass die übrigen Medien mit Aufkommen des Computers nicht etwa verschwinden, sondern dass sie sich unterm Vorzeichen der Digitalisierung selbst erneuern. Der Computer wirkt zurück auf herkömmliche Medien und definiert sie neu. Darum behandelt das Buch nicht allein die Ästhetik des Computers, sondern auch die Computerisierung der Ästhetik im Allgemeinen. Das letzte Kapitel ist dem neuen alten Medium Kino gewidmet, das seine Bilder inzwischen durch ein Objektiv ebenso wie aus dem Netz bezieht. Daraus erwachsen andere Darstellungsmöglichkeiten. Und auch sie verleiten den neuen Vertov dazu, den alten Avantgardetraum von der Universalsprache der Bilder weiterzuträumen.
CORNELIA VISMANN
LEV MANOVICH: The Language of New Media. MIT Press, Cambridge/Mass. 2001. 354 Seiten, 24,50 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 08.03.2002

Fräulein, bitte den Cursor zwei Zeichen nach rechts!
Das ist die harte Crux der weichen Ware: Lev Manovich hat gelernt, warum man den Neuen Medien kein O für eine 0 vormachen darf

Die heutige Welt ist eine Welt des Bildschirms. Vor noch gar nicht langer Zeit hatte jede Profession ihre eigenen "Haltungen, Gebärden und Instrumente". Inzwischen jedoch zeigt sich "überall dasselbe Bild: Menschen, die vor Computerbildschirmen sitzen und auf ihre Tastaturen hämmern" - so hat Michel Serres es zuletzt bemerkt. Und mehr noch, ergänzt nun Lev Manovich: Vor dem Bildschirm verlieren sich auch die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Moorhuhnjagd und Tabellenkalkulation. Fragt man nach den allseits beschworenen Auswirkungen des Computers auf Wissenschaft und Wirtschaft, Kunst und Kultur, Arbeit und Soziales, ist dies gewiß die am leichtesten benennbare. Sicherlich handelt es sich um keine sehr tiefgehende Beobachtung. Aber gerade als Oberflächeneffekt verdient der Vorgang alle Aufmerksamkeit - wenn man nur nachhakt. Welche Macht bringt die Leute zu einer solchen Praxis im strengsten Wortsinn? Welche Theorie kann ihr entsprechen? Und welche historischen Linien helfen, Theorie und Praxis der Computerherrschaft zu verstehen?

Manovichs "The Language of New Media" nimmt verschiedene archäologisch-genealogische Anläufe, darunter auch den, der "A Screen's Genealogy" nacherzählt. Die Bildschirme sowohl der meisten Fernsehgeräte als auch Computer der Gegenwart nahmen danach ihren Ausgang von der Entwicklung des Radars im Zweiten Weltkrieg. Allerdings fehlten geeignete Anzeigetechniken damals noch. "Ein historischer Filmausschnitt aus den frühen Kriegstagen", weiß Manovich zu berichten, "zeigt eine Kommandozentrale mit einer Karte von England, die so groß war wie ein Tisch. Kleine Kartonschnipsel in Form von Flugzeugen befinden sich auf der Karte, um die Positionen der deutschen Bomber zu zeigen. Einige ältere Offiziere studieren die Karte. Währenddessen verändern Frauen in Armeeuniformen fortwährend die Position der Kartonschnipsel, indem sie sie mit langen Stöcken nach den Informationen bewegen, die von Dutzenden von Radarstationen gesendet werden."

Statt des gängigen Anblicks eines Radarschirms bestimmten so um einen Tisch herumtanzende Menschen das Bild. Aber gerade das macht die Ausgangssituation so bezeichnend. Gleich den Flugzeugmodellen, die lediglich Requisiten sind, wurden auch die Akteure selber agiert. Entsprechend unbefriedigend war die Situation, und vorab dem Computer war es bestimmt, Abhilfe zu schaffen; vorab dessen Bildschirm wurde "wie alle anderen Mensch-Computer-Schnittstellen - interaktive Steuerung, Algorithmen für 3-D-Drahtgestellgrafik, bit-mapped Grafik - als Möglichkeit entwickelt, dieses Problem zu lösen". Doch die so verbesserten Methoden, "die vom Radar gesammelten Informationen zu verarbeiten und darzustellen", änderten und ändern bis heute nichts an dem Gängelband, an dem sie ihre angeblichen Nutznießer führen.

Aus den Labors nämlich, die in den Vereinigten Staaten das Radar entwickelt hatten, ging "Sage" hervor, das Semi-Automatic Ground Environment. Dessen Aufgabe bestand darin, "die Radaranlagen im Umkreis der Vereinigten Staaten zu verbinden, ihre Signale zu analysieren und zu interpretieren sowie bemannte Abfangjäger gegen eindringende Flugzeuge zu lenken. Es war ein totales System, dessen ,menschliche Komponenten' voll im mechanisierten Schaltkreis von Entdeckung, Entscheidung und Reaktion integriert waren." Im Zeichen der (Halb-)Automatisierung zog also das Netz seine Maschen nur noch enger, und das um so mehr, als die Fäden, aus denen es gesponnen war oder ist, nicht lange als Marionettendrähte erkennbar blieben. Zu der für "Sage" entwickelten Benutzeroberfläche gehörte unter anderem ein sogenannter "Lichtstift", der Vorläufer der heutigen Maus. Dieser wurde verwendet, um Punkte, die verdächtige Flugobjekte anzeigten, auf dem Bildschirm zu markieren und so den Rechner anzuweisen, ihrem Kurs zu folgen. Mit anderen Worten, er ermöglichte es, "daß der Bildschirm bei ,Sage' nicht nur eingesetzt wurde, um Informationen in Echtzeit wie beim Radar und Fernsehen darzustellen, sondern auch, um dem Computer Befehle zu geben. Der Schirm war nicht mehr nur ein Gerät, um ein Bild der Realität zu liefern, er wurde zum Mittel, direkt auf die Realität einzuwirken."

Damit ist Manovich bei dem Mythos angekommen, der wie kein anderer die Beschreibungsversuche der sogenannten Neuen Medien bestimmt: der Mythos der Interaktivität. Auch Manovich weiß und betont, daß der Computer sehr wohl ein Versprechen erfüllt. Anders als beispielsweise beim Film, dessen "Sprache" die meisten Zuschauer zwar "verstehen", doch nicht "sprechen" können, ermöglicht der Computer seinen Benutzern durchaus, zu "lesen" und zu "schreiben". "Computer users", schreibt Manovich, sind "active users". Aber gerade deshalb heißt ihm die Rede von Interaktivität mit Blick auf das Medium Computer erstens die reine Tautologie. Zweitens gelte es vielmehr zu untersuchen, welche Mechanismen der Benutzerlenkung hinter der neuen Verfügungsgewalt am Werk sind. Und drittens verweise das Stichwort wiederum auf die Geschichte: Seit langem, spätestens seit den Avantgarden am Beginn des letzten Jahrhunderts, experimentieren die Künste und Medien mit allen möglichen Weisen von Interaktivität. Was also ist neu an den Neuen Medien?

Neu könnte bei flüchtigem Hinsehen weder diese Frage noch sonst etwas an diesem Buch erscheinen. Auch Manovich behandelt die erwartbaren Themen vom Einsatz graphischer Benutzeroberflächen bis hin zur voll digitalisierten Filmproduktion. Aber sein Standpunkt ist dabei von seltener Konsequenz, seine Argumentationslinie von profundem Know-how, sein Votum auf die Zukunft hin angelegt. Es sei an der Zeit, von den herkömmlichen "media studies" grundlegend auf "software studies" umzustellen, so lautet sein Plädoyer - und wie er selbst darangeht, es umzusetzen, beweist genug Ironie, um an der Ernsthaftigkeit des Vorschlags keinen Zweifel zu lassen.

Denn Manovichs "Sprache der Neuen Medien" beginnt mit der Betrachtung eines alten Mediums. Film stills aus Dziga Vertovs "Der Mann mit der Kamera" von 1929 eröffnen das Buch. Insoweit es Manovich auch darum geht, das "research paradigm" der jeweiligen Künste, mithin die Kunst als eine Art der Forschung vorzuführen, hätte er kein besseres Beispiel wählen können. Man sehe "eine realistische Repräsentation der kommenden menschlichen Wahrnehmung", schreibt er unter eine der Standbild-Sequenzen. Vor allem aber stehen durch diese Sequenzen von Anfang an die historischen Überlagerungen vor Augen, die es zu begreifen gilt: das vorgreifende Moment älterer Medienprodukte; die Möglichkeit der Simulation alter Medien im neuen Metamedium Computer; der veränderte Blick, den das neue Medium für die alten einsetzt. Das "static illusionistic image" alias Tafelbild der Renaissance, das bewegte Bild ("moving image") auf der Kinoleinwand, das Echtzeit-Bild oder "real-time image of radar and television" - sie alle erscheinen vor dem Computerbildschirm in einem anderen Licht; und umgekehrt: Wer sie nicht kennt, weiß auch das "real-time interactive image of the computer screen" nicht richtig einzuordnen.

Zudem hat die Verrücktheit des Vertov-Prologs noch in einer weiteren Hinsicht Methode. "Der Mann mit der Kamera" wurde als Verfilmung des Filmens selber berühmt: seiner Produktion, Distribution und Rezeption. Ähnlich will Manovich die Neuen Medien unter allen drei Aspekten verstanden wissen. Da aber die Untersuchung der Kommunikation und Konsumtion im Medium der neuen Informationstechnologie längst keine Fürsprecher mehr braucht, kommt dieses Votum einer Hervorhebung der Produktionsseite - also der Kunst des Programmierens - gleich. Darum sollen zumindest "new media studies", wenn sie zu Recht so heißen wollen, auf "software studies" beruhen, und darum hat Manovich seinem Buch noch eine Vorgeschichte vorangestellt, eine persönliche Anekdote.

Mitte der siebziger Jahre absolvierte er einen Programmierkurs an der Mathematik-Hochschule in Moskau. Mangels Geräten fand der Kurs als reine Trockenübung statt: Zeile um Zeile wurden Programmcodes in die Schulhefte geschrieben, Zeile um Zeile wurden die Programme mit Rotstift korrigiert. Erst ganz zuletzt durften die Kursteilnehmer ihr Programm in einen Computer eingeben, aber Manovichs Input versagte kläglich. Bis dahin einzig mit Schreibmaschinen-, nicht jedoch Computer-Tastaturen vertraut, hatte er überall für die Ziffer 0 den Buchstaben O eingetippt. So simpel und diffizil zugleich ist der Unterschied, ob man die Sprache dieses Mediums bloß lesend versteht oder ob man sie wirklich auch schreibend zu sprechen vermag.

BERNHARD DOTZLER.

Lev Manovich: "The Language of New Media". MIT Press, Cambridge/Mass., London 2001. XXXIX, 354 S., Abb., geb., 23,95 brit. Pfund.

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