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'Funny, angry, urgent. Ghodsee is going to start a revolution' Daisy Buchanan, author of The Sisterhood
A witty, fiercely intelligent exploration of why capitalism is rigged against women and what we can do about it.
Unregulated capitalism is bad for women. Socialism, if done properly, leads to economic independence, better labour conditions, better work/family balance and, yes, even better sex.
If you like the idea of such outcomes, then come along for an exploration of how we can change women's lives for the better.
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Produktbeschreibung
'Funny, angry, urgent. Ghodsee is going to start a revolution' Daisy Buchanan, author of The Sisterhood

A witty, fiercely intelligent exploration of why capitalism is rigged against women and what we can do about it.

Unregulated capitalism is bad for women. Socialism, if done properly, leads to economic independence, better labour conditions, better work/family balance and, yes, even better sex.

If you like the idea of such outcomes, then come along for an exploration of how we can change women's lives for the better.


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  • Produktdetails
  • Verlag: Random House
  • Seitenzahl: 240
  • Erscheinungstermin: 01.11.2018
  • Englisch
  • ISBN-13: 9781473563896
  • Artikelnr.: 53632301
Autorenporträt
When the Berlin Wall fell in 1989, Kristen R. Ghodsee was travelling in Europe, and spent the summer of 1990 witnessing first-hand the initial hope and euphoria that followed the sudden and unexpected collapse of state socialism in the former Eastern Bloc. The political and economic chaos that followed inspired Ghodsee to pursue an academic career studying this upheaval, focusing on how ordinary people's lives - and women's particularly - changed when state socialism gave way to capitalism. For the last two decades, she has visited the region regularly and lived for over three years in Bulgaria and the Eastern parts of reunified Germany. Now a professor of Russian and East European Studies at the University of Pennsylvania, she has won many awards for her work, including a Guggenheim Fellowship, and has written six books on gender, socialism, and postsocialism, examining the everyday experiences of upheaval and displacement that continue to haunt the region to this day. Ghodsee also writes on women's issues for the Chronicle of Higher Education and is the co-author of Professor Mommy: Finding Work/Family Balance in Academia. Her articles and essays have appeared in publications such as Eurozine, Aeon, Dissent, Foreign Affairs and The New York Times.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 22.12.2018

Ost-West-Beziehungen
Die amerikanische Wissenschaftlerin Kristen Ghodsee ist überzeugt, dass Frauen im
Sozialismus besseren Sex hatten. Kann der Kapitalismus das auf sich sitzen lassen?
VON SUSAN VAHABZADEH
Für die wenigsten Menschen in einem totalitären Staat dominiert die Politik den gesamten Alltag. Es mag schwer sein, in Nordkorea auch nur eine Sekunde lang zu vergessen, dass man in Nordkorea ist. Aber in der DDR war der Alltag oft einfach nur – Alltag. Und er hatte, unter feministischen Gesichtspunkten, durchaus Vorteile. In Deutschland ist man sich einigermaßen bewusst, dass die Frauen aus dem Osten in den Neunzigern der Gleichberechtigung im Westen einen Anschub verpassten. Für sie war Kinderbetreuung selbstverständlich und finanzielle Unabhängigkeit der Normalfall. Selbst Frauen, die in der DDR aufgewachsen sind und sonst kein gutes Haar an ihr lassen, befällt zuweilen eine Art feministische Ostalgie.
Hierzulande ist es aber schwer, das zu diskutieren, ohne sich dem Verdacht auszusetzen, man würde nebenbei die Stasi verteidigen. Kristen Ghodsee, Professorin für Osteuropa an der Pennsylvania University, weiß, dass es in Amerika noch schwieriger ist – sie entschuldigt sich im Vorwort ihres Buches „Why Women have better Sex under Socialism“ dafür, dass sie sich für eine differenzierte Betrachtung entschieden habe. Es geht in ihrem Buch übrigens nur am Rande um Sex – er ist die Belohnung, wenn Beziehungen nicht mehr von Transaktionen bestimmt werden.
Das Patriarchat fängt schnell an zu bröckeln, wenn es sich nicht mehr auf den Kapitalismus verlassen kann – diese These verfolgt auch die britische Autorin Laurie Penny; aber Ghodsee argumentiert historisch, und irgendwie andersherum. Penny ist der Ansicht, dass der Kapitalismus ja auch die meisten Männer ausbeutet. Ghodsee kommt zu dem Schluss, dass er es ihnen schwerer macht, geliebt zu werden – weil sie zu einer Scheckkarte auf zwei Beinen degradiert werden.
Hatten Frauen denn nun im Sozialismus besseren Sex? Ja, meint Ghodsee, es gab im Ostblock auch darüber Studien, und sie erscheinen ihr plausibel. Im Sozialismus, beklagte sich ein Mann bei ihr, musste man „interessant sein“. Versorger wurden nicht so dringend gesucht. Damit falle weg, so Ghodsee, was die Theorie der Sexualökonomie besagt, dass wir alle sexuellen Beziehungen als eine Art Handel sehen, bei denen der Mann fast immer der Käufer ist. Sex gegen Versorgung. Das ist, so die Theorie, der Anreiz für Männer, etwas zu leisten. Der Job soll sie attraktiver machen für eine Frau. Oder mehrere.
Ist das wirklich so? Belegen kann Ghodsee das nur in Anekdoten, und man kann es ganz sicher nicht verallgemeinern. Aber es würde schon reichen, wenn das vorherrschende System Liebesbeziehungen als Transaktion begünstigt. Eine Liebesbeziehung, die nicht funktioniert wie eine Tauschbörse, setzt also voraus, dass beide Partner ökonomisch unabhängig sind. Das ist im Westen keinesfalls der Regelfall. Und im Ostblock auch nicht mehr.
Ghodsee behandelt nur eine bestimmte Zeitspanne, jene seit der industriellen Revolution. Man kann darüber streiten, wann genau aus dem schlichten Treiben von Handel der Kapitalismus wurde. Aber die Vorstellung von der Hausfrau, die daheim das Essen kocht und dann Spitze an den Kragen ihres Lieblingskleids näht, ist relativ neu. Und: Auch die Hausfrau arbeitet, sie macht es aber umsonst. Gar nicht zu arbeiten, war immer nur den Frauen sehr reicher Männer vorbehalten.
Man muss nicht Friedrich Engels folgen und sich einreden, vor dem Kapitalismus sei das Matriarchat die Normalform des Zusammenlebens gewesen. Aber in Agrargesellschaften haben Frauen immer ihren Anteil an der Feldarbeit verrichten müssen – also war auch die wirtschaftliche Abhängigkeit anders verteilt, weil das wirtschaftliche Überleben für beide Partner auf dem Spiel stand. So gesehen ist die ökonomische Abhängigkeit, die Ghodsee beklagt, vielleicht gar kein Naturzustand.
Besonders spannend ist Ghodsees Diagnose der Frauenfeindlichkeit bei Amerikas Rechten: Unter den Konservativen kursiert die Theorie, weibliche Wähler seien die Hauptursache für linke Politik und somit für die Verschwendung staatlicher Gelder verantwortlich – es seien die Frauen, die Sozialausgaben verlangten – obwohl der mit Abstand größte Posten im US-Haushalt ans Verteidigungsministerium geht. Ghodsee hat sogar ein Buch von 2007 aufgetrieben, das den Titel „The curse of 1920“ trägt (der Fluch von 1920) und behauptet, das Frauenwahlrecht habe den Untergang Amerikas eingeleitet, Heil sei nur in seinem Widerruf zu finden. Von einer Steuerbefreiung für arbeitende Frauen war dabei nicht die Rede. Die Idee, dass Männer etwas leisten, um Frauen zu beeindrucken, und wenn sie das nicht müssten, der Verfall sozusagen immanent ist, ergibt einen schrecklichen Sinn. Bei den US-Wahlen im November wurde deutlich, dass die Fronten zwischen links und rechts in den USA auch zwischen weiblichen und männlichen Wählern verlaufen.
Die Lösung für die Spaltung der Gesellschaften hat Ghodsee nicht, aber für die verbauten Karrierechancen von Müttern schon: mehr staatliche Betriebe. Auch in den USA ist der Staat der größte Arbeitgeber, aber in Skandinavien ist er ein viel größerer, und das hat mit der realen Durchsetzung von Gleichberechtigung viel zu tun. Nur als Arbeitgeber kann der Staat garantieren, dass man Arbeitnehmerinnen nicht diskriminiert, wenn sie schwanger werden. In den meisten westlichen Ländern und im ehemaligen Ostblock ist die Zahl der staatlichen Arbeitsplätze zurückgegangen. Die Verteufelung aller sozialistischen Ideen lässt Ghodsee nicht gelten, denn sie bezieht sich oft gar nicht auf den Ostblock, sondern auf Skandinavien, auf die Bundesrepublik vor dem Mauerfall und Europa vor der Privatisierungswut.
Was ist aus dem glorreichen Westen geworden, seit er ungeniert er selbst sein darf, ohne mit dem Sozialismus verglichen zu werden? Die Konkurrenz belebte sogar die Gleichberechtigung, schreibt Ghodsee: Noch bevor sich eine zweite Welle des Feminismus in den USA ab Anfang der Sechzigerjahre formierte, gab es staatliche Förderprogramme, unter den Präsidenten Eisenhower und Kennedy – aus Angst, den Anschluss zu verlieren. Die Sowjets waren in der Raumfahrt weiter, und in den USA fürchtete man, sie könnten sich auf die „doppelte Menge Hirn“ verlassen. 1963 flog Walentina Tereschkowa als erste Kosmonautin ins All, eine feministische Ikone des Ostens, die später mit der amerikanischen Kommunistin Angela Davis in Berlin posierte. Der Sozialismus hatte zur Folge, dass der Anteil von Frauen in technischen Berufen und Studiengängen anstieg und bis heute in den ehemaligen Ostblockstaaten höher liegt als im Westen.
Aber der Ostblock hat nicht nur knallharte Feministinnen, Kosmonautinnen und Mathe-Professorinnen hinterlassen – sondern auch mehr Rechtsradikalismus. Ghodsee hält ihn für ein Symptom von Enttäuschung, gepaart mit einer antikommunistischen Medienhysterie, die jeden, der eine Gehaltserhöhung verlangt, zum heimlichen Ceaușescu-Fan erkläre. Es ist nicht ganz fair von ihr, denselben starken Staat, der Gleichberechtigung anordnen konnte, in dieser Hinsicht freizusprechen – und nicht einmal die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass ein totalitäres System auch einen Mangel an Berührungsängsten mit Autokraten und anderen Feinden der Demokratie hinterlassen haben könnte.
Dem Sozialismus wird seit 150 Jahren zugeschrieben, er würde die Frauenfrage automatisch lösen. Das dachte im Deutschland des 19. Jahrhunderts Clara Zetkin, die sich deswegen auf dem Weg zur Revolution nicht aufhalten lassen wollte. Dieser Ansicht war nach ihr Rosa Luxemburg. Und die Revolutionäre, die sich vor fünfzig Jahren in den Universitäten zusammentaten, sahen das ähnlich – dass 1968 die Geburtsstunde der zweiten deutschen Frauenbewegung wurde, war ihnen eher nicht recht.
Der real existierende Sozialismus auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs hat natürlich nicht alle Frauenrechtsfragen geklärt und beseitigt. Das weiß auch Kristen Ghodsee. Kein sozialistischer Staat hat wirklich etwas gegen Gewalt gegen Frauen unternommen, und die Doppelbelastung von Frauen, die sich zu Hause um alles, inklusive der Kinder kümmern mussten, war der Normalfall. Ist sie ja aber im Kapitalismus fast auch – weil ein Gehalt nur noch selten für eine ganze Familie reicht. Und was die Betreuung für Kinder angeht, die es Ghodsee zufolge in den USA zu selten gibt und die bisweilen genauso viel kostet, wie die Mutter verdient: Auch Kinderbetreuung kann zu einem hässlichen Auswuchs des Kapitalismus werden. In den USA gibt es sogar 24-Stunden-Krippen. Mancher Krankenschwester, die Nachtschichten macht, mag das eine Erleichterung sein. Aber insgesamt steht ein solcher Service dann wieder nur für ein System, das das Leben der Menschen mit Beschlag belegt. Es sollte in der Diskussion, die Ghodsee anstoßen will, nicht nur um Verteilung gehen, sondern auch um Lebensqualität und Ethik.
Die Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg kommt in Ghodsees Buch mehrfach vor. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass der Kapitalismus nur wenige Gewinner und viele Verlierer produziert. Sandberg hätte schon seit Jahren, lange bevor Facebook die russische Einmischung in amerikanische Wahlprozesse übersah, nicht als Vorbild gefeiert werden dürfen, zumindest nicht von Frauen. Ihre „Lean in“-Theorie besagt, dass Frauen sich nur reinhängen müssen, mit genauso riesigen Ambitionen, ebenfalls auf Kosten ihres Privatleben und genauso frei von schlechtem Gewissen wie Männer, um große Firmen zu leiten. Das war immer anrüchig. Ihr geht es nicht um Solidarität unter vielen Frauen, sondern um die Selbstvermarktung einzelner Frauen. Die meisten Feministinnen erkannten dies, im amerikanischen Fernsehen wurde Sandberg trotzdem herumgereicht und bewundert.
Warum aber strömten Frauen weder damals in der Sowjetunion, in der fast alle Frauen einen Beruf hatten, noch heute in Skandinavien, wo mehr Gleichberechtigung herrscht als irgendwo sonst, trotzdem nicht in die Chefetagen? Sandberg ist die Verfechterin einer Leistungsgesellschaft. In ihrer Vorstellung von der Frau als Führungskraft spielen weder Lebensqualität noch Ethik eine Rolle.
Vanity Fair hat unlängst darüber berichtet, wie wenig überraschend Sandbergs Verhalten in Sachen Facebook – demokratiefeindliche Entscheidungen treffen, leugnen, abtauchen – gewesen ist, wenn man sich ihre Alma Mater ansieht: die Harvard Business School. Sandberg, die einen der weltgrößten Konzerne leitet, hat keine Scheu, mit der Privatsphäre der Nutzer zu handeln, den Cambridge-Analytica-Skandal herunterzuspielen, eine PR-Agentur anzuheuern, die George Soros mit einer antisemitischen Kampagne überzieht.
Sehr Ähnliches nämlich wird an der HBS seit den Siebzigerjahren gelehrt. Vanity Fair zitiert eine Geschichte, die die HBS Review gleich zweimal veröffentlicht hat – wie Bergsteiger einen sterbenden alten Mann zurücklassen, ohne schlechtes Gewissen, weil man sich auf dem Weg nach oben nicht aufhalten lassen darf. Das klingt nicht nach dem Geist, der eine Gesellschaft formen sollte.
Wenn das Ineinandergreifen von Patriarchat und Kapitalismus dazu dient, Männer für Frauen attraktiv zu machen, warum sollten Frauen dann nach denselben Maßstäben funktionieren wollen? Vielleicht sollte der Feminismus allmählich verlangen, dass sich mehr verändert als nur das Gehalt – am besten die ganze Welt.
Männer haben es schwer,
geliebt zu werden: Sie sind nur
Scheckkarten auf Beinen
Aber: Kein sozialistischer
Staat hat etwas gegen Gewalt
gegen Frauen unternommen
Die sowjetische Kosmonautin Walentina Tereschkowa (links) traf 1973 in Berlin die US-Bürgerrechtlerin Angela Davies (rechts) – und Margot Honecker.
Foto: ullstein
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