Schatten - Gombrich, Ernst H.
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Ernst H. Gombrich, einer der großen Gelehrten des 20. Jahrhunderts, lenkt den Blick zuweilen auf ebenso einfache wie vergnügliche Dinge und lehrt uns - im Leben und in der Kunst -, auf eine andere, neue Art zu sehen.

Produktbeschreibung
Ernst H. Gombrich, einer der großen Gelehrten des 20. Jahrhunderts, lenkt den Blick zuweilen auf ebenso einfache wie vergnügliche Dinge und lehrt uns - im Leben und in der Kunst -, auf eine andere, neue Art zu sehen.
  • Produktdetails
  • Salto
  • Verlag: Wagenbach
  • Originaltitel: Shadows
  • Seitenzahl: 93
  • Erscheinungstermin: Februar 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm x 116mm x 15mm
  • Gewicht: 174g
  • ISBN-13: 9783803112590
  • ISBN-10: 3803112591
  • Artikelnr.: 25643645
Autorenporträt
Ernst H. Gombrich, geboren 1909 in Wien, emigrierte 1936 nach London, wo er am Warburg Institute arbeitete, von 1959 bis 1976 als Direktor. Viele Ehrendoktorwürden, Gastprofessuren und andere Auszeichnungen. Zu seinen wichtigsten Veröffentlichungen gehören: Geschichte der Kunst (in 15 Sprachen übersetzt) und Kunst und Illusion. Gombrich starb 2001 in London.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 08.06.1996

Zu laut gemalt
Europas Schattenverzicht

Für eine Ausstellung in der Londoner National Gallery hat der Kunsthistoriker Ernst H. Gombrich sich dem Schatten in der Kunst zugewandt. Gombrich unterscheidet drei Schattenformen, die unser Bild, Emanuel de Wittes "Inneres der Oude Kerk in Amsterdam", um 1660, mustergültig vorführt: den modellierenden Schatten, der den Säulen ihre plastische Rundung verleiht, den Schlagschatten, den die gegenüberliegenden Fenster auf dem inneren Kirchenschiff zeichnen, und den anliegenden Schatten, den Figuren und Dinge auf dem Boden nach sich ziehen. Der modellierende Schatten ist eine Errungenschaft der griechisch-römischen Antike, die seither nur noch für den Zweck stilisierter Primitivität wieder aufgegeben wurde. Dagegen wurden Schlagschatten und anliegende Schatten eher zurückhaltend verwendet, in der Antike auf Mosaiken mit Trompe-l'oeils und im pathetischen Hochbarock bei Caravaggio und Rembrandt. Gombrichs Zusammenstellung legt nahe, in der zurückhaltenden Verwendung des Schlagschattens einen bewußten Verzicht auf allzu aufdringlichen Illusionismus zu erkennen. Erst unter dem Eindruck der Fotografie hat die Malerei des neunzehnten Jahrhunderts eine halbwegs naturalistische Schattenbehandlung entwickelt. Beim Blättern in dem vorzüglich illustrierten Band kann man sich dem Schattenverzicht nur anschließen: Dieses Kontrastmittel hat etwas Ordinäres, vergleichbar dem Fortissimo in der Musik. (Ernst H. Gombrich: "Schatten". Ihre Darstellung in der abendländischen Kunst. Aus dem Englischen übersetzt von Robin Cackett. Wagenbach Verlag, Berlin 1996. 70 S., geb., Abb., 36,-DM.) gs.

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