Wenn Du König wärst
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Spaßiges Fantasy- und Coming-of-Age-Abenteuer über Toleranz, Mut und Freundschaft
Die Artuslegende trifft auf moderne Welt in dem epischen Abenteuer WENN DU KÖNIG WÄRST. Alex hält sich für unscheinbar, bis er über das mythische Schwert im Stein, Excalibur, stolpert. Nun muss er seine Freunde und Feinde zu einer Ritterrunde vereinen und zusammen mit dem legendären Zauberer Merlin (Patrick Stewart) gegen die boshafte Magierin Morgana (Rebecca Ferguson) antreten. Die Welt ist in Gefahr -und Alex muss die Rolle des Anführers übernehmen, die er sich nie zugetraut hätte.…mehr

Produktbeschreibung
Spaßiges Fantasy- und Coming-of-Age-Abenteuer über Toleranz, Mut und Freundschaft
Die Artuslegende trifft auf moderne Welt in dem epischen Abenteuer WENN DU KÖNIG WÄRST. Alex hält sich für unscheinbar, bis er über das mythische Schwert im Stein, Excalibur, stolpert. Nun muss er seine Freunde und Feinde zu einer Ritterrunde vereinen und zusammen mit dem legendären Zauberer Merlin (Patrick Stewart) gegen die boshafte Magierin Morgana (Rebecca Ferguson) antreten. Die Welt ist in Gefahr -und Alex muss die Rolle des Anführers übernehmen, die er sich nie zugetraut hätte.

Bonusmaterial

Entfallene Szenen Herkunft eines Königs Filmzauber Frisur-, Kostüm- und Make-Up-Tests Promo-Material
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 Blu-ray Disc
  • Hersteller: 20th Century Fox Home Entertainment
  • Gesamtlaufzeit: 121 Min.
  • Erscheinungstermin: 29. August 2019
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch
  • Untertitel: Deutsch, Französisch, Englisch
  • Regionalcode: B
  • Bildformat: 2.40:1 / HDTV 1080p
  • Tonformat: Deutsch DTS 5.1 ...
  • EAN: 4010232078285
  • Artikelnr.: 56982890
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 23.04.2019

Im Brexit steckt ein Schwert

Was Alte angerichtet haben, müssen Junge ändern: "Wenn du König wärst" gibt Solidarunterricht im Kino

Die Welt, wie wir sie kennen, geht unter. Nein, nicht durch Brexit, Trump oder Nordkorea, viel schlimmer: Die böse Hexe Morgana erhebt sich aus langem Schlaf und will mit ihren Kriegern die Erde unterjochen. Der Zauberer Merlin hatte sie vor Jahrhunderten gebannt, doch sie schwor, wenn die Welt instabil sei und die Hoffnungslosigkeit herrsche, werde sie zurückkommen. So steht es in der Artus-Geschichte, die Alex in seiner Kindheit verschlungen hat. Dass darin auch nur irgendein Wort stimmen könnte, glaubt er nicht. Die Welt vor seinem Fenster ist zwar instabil und hoffnungslos - auf dem Weg zur Schule geht Alex an Obdachlosen vorbei, Zeitungskioske sind mit Schlagzeilen über Krisen behängt -, aber das geschieht alles am Rande seiner kindlichen Wahrnehmung. Alex ist zwölf Jahre alt und gerade damit beschäftigt, seinen guten Freund Bedders vor den zwei Schulschlägern zu retten. Als die ihn dann abends jagen und er auf einer Baustelle ein Schwert aus dem Stein zieht, ahnt er noch immer nicht, was er da eigentlich in den Händen hält. Bedders und der Google-Übersetzer helfen beim Entziffern der lateinischen Inschrift: Es ist das Schwert König Artus'.

Regisseur Joe Cornish ist nicht der Erste, der sich mit "Wenn du König wärst" an die Adaptation der Artus-Legende wagt. Der altenglische Sagenstoff ist filmisch durchgenudelt: Es gab die Liebesdreiecksgeschichte (Sean Connery vs. Richard Gere in "Der erste Ritter", 1995), die historische Auslegung der Mythen (Clive Owen befehligt als römischer Feldherr in England sarmatische Reiter in "King Arthur", 2004), und Disney hat gleich mehrmals versucht, die Legende fürs junge Publikum zu verfilmen, einmal als Zeichentrickfilm über den jungen Artus, der das Schwert aus dem Stein zieht ("Die Hexe und der Zauberer", 1963), ein andermal schickte man einen amerikanischen Teenager ins Mittelalter zurück, um Camelot zu retten ("Knightskater - Ritter auf Rollerblades", 1995). Warum ein weiterer Artus-Film?

Ein guter Grund dafür ist das Vertrauen, das sich Joe Cornish im Jugendfilmgenre verdient hat. In seinem Debüt "Attack the Block" (2011) griffen haarige Aliens einen Wohnblock in Südlondon an. Nur eine Gang pubertierender Jungs konnte das Viertel verteidigen. Sie schlossen sich dafür mit einer Krankenschwester (Jodie "Dr. Who" Whittaker) zusammen, die sie zuvor ausgeraubt hatten - in der Not muss man zusammenhalten. Mit McGyver-Methoden bastelten die Kids ihre Alien-Abwehr: für den Showdown mit Silvesterraketen, einer Bratpfanne und dem Gasherd. In "Wenn du König wärst" sind die Kinder beim Kampf gegen verhexte Höllenfiguren nicht minder kreativ: Da wird eine Verfolgungsjagd mit Morganas Kriegern in einem Lancia ausgetragen, als wäre man bei Mario Kart, da wird eine Schule verbarrikadiert und ein Endkampf gegen brennende Reiter in der Turnhalle abgehalten. Wer sich zu Schulzeiten ausgemalt hat, was man mit den dicken Matten, den Kletterseilen und den blöden Sprungböcken alles anstellen könnte, wenn die Lehrer mal nicht da wären, wird hier für jede langweilige Sportstunde entschädigt. Dass man sich vor den Kindern in Acht nehmen muss, wurde in "Attack the Block" schon anhand der Sprache klar. In "Wenn du König wärst" fluchen sie deutlich weniger. Generell sind sie braver, immerhin wuchsen sie auch nicht in Sozialwohnungen in Südlondon auf, sondern kommen diesmal aus netten Reihenhäuschen. Warum die deutsche Synchronisation ihnen obendrein einen schnöseligen Internatsduktus mitgeben musste, bleibt ein Rätsel. Besonders der Zauberer Merlin, der hier mal als Jugendlicher (Angus Imrie), mal als alter Mann (Patrick Stewart) auftritt, hat für sein jugendliches Alter Ego im Deutschen einen undankbaren Pennäler-Ton erhalten. Im britischen Original spricht man mit Akzent und rettet so einige Pointen; sei's drum, bei Narnia hat die Synchronisation auch niemanden gestört.

Es geht ja auch um die Taten und weniger um die Worte. Weil König Artus aus seinen Feinden Verbündete machte, nimmt Alex nicht nur den besten Freund Bedders, sondern auch die beiden starken, aber egoistischen Schulschurken, das Mädchen Kaye und den Jungen Lance, als Ritter auf, um die Welt vor Morgana zu retten. Alle vier müssen Egoismen aufgeben und lernen, einander zu vertrauen. In Zeiten der Krise steht man eben besser zusammen und verbündet sich, statt gegeneinander zu kämpfen. Das Dilemma, dass man mit einem König an der Spitze dann zwangsläufig doch wieder vor einem einzigen starken Führer niederkniet, löst Cornish, der auch das Drehbuch schrieb, geschickt mit der Begründung aus dem Artusmythos: Alle Ritter sind gleichberechtigt, die Tafel war nicht umsonst rund. Und als Bedders, Lance und Kaye es doch einmal mit dem Niederknien versuchen, wischt Alex es ganz verlegen beiseite: "Ach bitte nicht, das ist doch peinlich."

Überhaupt nimmt Cornish viel Elitäres aus dem Artus-Stoff und setzt auf Herz statt Blutlinie. Als Alex das Schwert aus dem Stein zieht, hofft er, endlich eine mythische Verbindung zu seinem Vater gefunden zu haben. Der hat ihn und seine Mutter verlassen, als Alex noch ein Kleinkind war, weil er "mit seinen Dämonen zu kämpfen hatte", wie die Mutter später immer wieder erzählte. Alex möchte so gern, dass sein Leben durch Abstammung aus einer edlen Familie aufgewertet wird, dass er einen externen Grund hat, nicht mehr der Außenseiter zu sein, dass er ein Held qua Geburt ist, der nur noch nichts von seinem Glück wusste, "so wie Luke Skywalker oder Harry Potter", sagt er zu Bedders. Während der Reise wird er die Wahrheit über seinen Vater erfahren - und dass es nicht auf die Abstammung, sondern viel mehr auf das ankommt, was man tut und wie man sich zu seinen Mitmenschen verhält. "Ein Land ist nur so gut wie seine Anführer", sagt der kampfzerzauste Patrick-Stewart-Merlin am Ende zu den vier Kindern. "Und ihr werdet ausgezeichnete Anführer sein." In Zeiten, in denen die Hoffnungslosigkeit herrscht und der Brexit Großbritannien spaltet, scheint es nur konsequent, dass die Kinder den Weltuntergang abwenden können, indem sie lernen, zusammenzuhalten.

MARIA WIESNER

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