Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

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Erscheint vorauss. 4. April 2019
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Am Ende des ersten Films wurde der mächtige Dunkle Zauberer Gellert Grindelwald (Depp) vom MACUSA (Magischer Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika) mit der Hilfe von Newt Scamander (Redmayne) festgenommen. Doch Grindelwald hält sein Versprechen, entkommt und versammelt ein Gefolge, das seine wahren Pläne nicht kennt: die Herrschaft reinblütiger Zauberer über alle nichtmagischen Wesen.
Sequel zum "Harry Potter"-Spinoff, in dem Johnny Depps Grindelwald als Gegenspieler im neuen, alten Fantasy-Universum von J. K. Rowling aufgebaut wird.
Stellte "Phantastische Tierwesen und wo sie zu
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Produktbeschreibung
Am Ende des ersten Films wurde der mächtige Dunkle Zauberer Gellert Grindelwald (Depp) vom MACUSA (Magischer Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika) mit der Hilfe von Newt Scamander (Redmayne) festgenommen. Doch Grindelwald hält sein Versprechen, entkommt und versammelt ein Gefolge, das seine wahren Pläne nicht kennt: die Herrschaft reinblütiger Zauberer über alle nichtmagischen Wesen.
Sequel zum "Harry Potter"-Spinoff, in dem Johnny Depps Grindelwald als Gegenspieler im neuen, alten Fantasy-Universum von J. K. Rowling aufgebaut wird.

Stellte "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" im Winter 2016 die Figuren und Welt von J.K. Rowlings Vorgeschichte zu ihrem "Harry Potter"-Universum wunderbar vor, geht es zwei Jahre später in der Fortsetzung "Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen" nun vornehmlich darum, den dort kurz angeteasten und in den "Harry Potter"-Filmen nur erwähnten Grindelwald als mächtigen Gegenspieler, der die Muggles- und Magier-Welt gefährdet, für die weitere Fortsetzungen in Stellung zu bringen. Johnny Depp bekommt als weiß-blondierter Snob einen großen Auftritt - bereits in der rasanten Sequenz vor dem Titel, die einen Gefängnis-Ausbruch in bester Thriller- und Fantasy-Manier schildert. Rowling-Veteran David Yates, es ist seine sechste Adaption, schlägt hier ein Tempo an, das er nicht über die 134 Minuten halten kann, aber auch nicht muss, braucht man wie die Figuren mal eine Verschnaufpause bzw. eine Erklärung. Man sieht auch hier schon den überbordenden Einfallsreichtum und die Detailverliebtheit, mit der die bereits im ersten "Tierwesen"- Film bewährten Design- und VFX-Magiere Kulissen zwischen verspielten Zwanziger-Jahre- und dem von "Potter"-gewohnten Fantasy-Look , magische Tricks und phantastische Tierwesen kreieren. Eine kleine Schlüsselrolle kommt den aus dem ersten Film bekannten Goldverspeisenden Niffler zu, die auch für den seltener als im ersten Film eingesetzten Comic Relief zuständig sind. Ein tolles, neues Wesen ist ein Löwen-Drache, ein Mix aus Tim Burtons Grinsekatze und chinesischer Folklore, die von Eddie Redmaynes Newt Scamander gezähmt wird, der gegen seine Überzeugung - er möchte weder Tierwesen, noch Muggles, noch Magieren schaden, in den Kampf des Ministeriums der Magie gegen Grindelwald hineingezogen wird. Zu dem bereits bekannten Personal, Ezra Millers gefährlich-tragischer junger Credence bleibt eine wichtige Figur, kommen neue Figuren wie Scamanders Bruder Theseus hinzu. Überhaupt werden familiäre Beziehungen enthüllt, die für Dramatik sorgen und in den zukünftigen Filmen noch sorgen werden. Die in den Potter-Filmen prominente Figur von Professor Dumbledore bekommt in seiner gelungen von Jude Law gespielten jüngeren Version eine wesentliche Rolle, der man sehr gerne auch in den nächsten Filmen folgen will. Tatsächlich gibt es auch erste Opfer zu beklagen in dem den düsteren Tonfall des ersten Films noch ein wenig verstärkenden zweiten Film, der vielleicht ein wenig darunter leidet, dass die Überraschung und Frische einer neu kreierten Welt im zweiten Film nicht mehr so intensiv ist und dass er zwangsläufig als Bindeglied zu den folgenden Filmen wirken muss, aber das ändert nichts am enormen Unterhaltungswert - auch dank der zahllosen zauberhaften und charmanten Details - von "Grindelwalds Verbrechen", der das Potenzial hat, die starken Zahlen des Vorgängers, 3,5 Mio. Zuschauer allein im deutschen Kino, zu erreichen bzw. zu toppen hat. Und natürlich weckt er die Lust, sich auch auf die folgenden Abenteuer einzulassen. hai.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Featurette
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 DVD
  • Hersteller: Warner Home Video
  • Gesamtlaufzeit: 128 Min.
  • Erscheinungstermin: 4. April 2019
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
  • Untertitel: Deutsch, Italienisch, Französisch, Niederländisch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:2, 40/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • EAN: 5051890316578
  • Artikelnr.: 54415286
Rezensionen
Besprechung von 15.11.2018
Kleines Kinokalamitäten-Einmaleins

Aus eins mach fünf: Der zweite Teil von J. K. Rowlings "Phantastischen Tierwesen" lässt Böses für die geplanten drei Fortsetzungen befürchten.

Kennen Sie Albus Dumbledore? Minerva McGonagall? Die Familie Lestrange? Gellert Grindelwald? Dann haben Sie "Harry Potter" gelesen, und es wird Sie interessieren, wie diese Herrschaften das wurden, als was wir sie kennen: Dumbledore als Schulleiter des Zauberer-Internats Hogwarts, McGonagall als seine engste Vertraute, die Lestranges als eine lupenreine Zaubererfamilie und Grindelwald als Inbegriff des Bösen - bis er von Tom Vorlost Riddle alias Lord Voldemort getötet und als Hauptbösewicht in der Parallelwelt, die J. K. Rowling erschaffen hat, abgelöst wurde. Um die Neugier auf die Vorgeschichte all dieser magisch begabten Persönlichkeiten zu befriedigen, hat Rowling sich einen neuen Zyklus fürs Kino ausgedacht, der unter dem Obertitel "Phantastische Tierwesen" firmiert.

Wieso das, wo es doch um Zauberer geht? Weil die englische Autorin 2001, also noch während ihrer Arbeit am siebenteiligen "Harry Potter"-Zyklus, ein kleines Nebenwerk von 64 Seiten geschrieben hatte, das einem Lexikon nachgebildet war, das in der Hauptreihe als Lektüre des Helden erwähnt wird: "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind", verfasst von einem gewissen Newt Scamander, über den man aber weder anlässlich der beiläufigen Erwähnung noch dann in dem schmalen Band viel erfährt. Natürlich wurde das Buch begeistert gelesen, doch als vor zwei Jahren ein Film mit demselben Titel angekündigt wurde, durfte man sich fragen, wie man aus lauter lexikalischen Einträgen über Fabeltiere eine Geschichte für die Leinwand machen kann - zudem eine, die auf fünf Teile angelegt ist. Und in der Tat fragt man sich das heute immer noch, nachdem nun immerhin bereits der zweite Teil in die deutschen Kinos gelangt ist.

An den "Harry Potter"-Verfilmungen (acht Filme auf der Grundlage von sieben Bänden) hatte sich J. K. Rowling als Autorin gerade einmal "beratend" beteiligt; ansonsten strich sie als Mitproduzentin einen gehörigen Teil der weltweiten Milliardeneinnahmen ein. Bei "Phantastische Tierwesen" jedoch hielt sie keinen Drehbuchautor für geeignet, auf der Grundlage einer so dünnen Textvorlage einen Kino-Zyklus zu schaffen, also schreibt sie die Drehbücher diesmal selbst. Das hat den Vorteil, dass die Schöpferin die Weiter- oder besser noch: Zurückentwicklung ihres Erzählkosmos kontrolliert. Und es hat den Nachteil, dass J. K. Rowling eine Romanautorin ist, die vom Drehbuchschreiben erkennbar nicht viel versteht. Denn selbst jeweils mehr als 130 Minuten Film wie in den beiden ersten Teilen von "Phantastische Tierwesen" bieten nicht dieselbe Möglichkeit zur Geschichtenentwicklung wie ein schmaler Roman. Aber Rowling packt so viele Personen hinein, als hätte sie wieder einen ganzen Romanzyklus in Arbeit.

Nun wird es den irgendwann zweifellos geben - ob auf der Grundlage der Drehbücher oder noch epischer ausformuliert, sei dahingestellt -, aber bis dahin darf man diese Vorgeschichte zur Potter-Saga gescheitert nennen. In ihrem Mittelpunkt steht jener Newt Scamander, über den wir so wenig wussten und jetzt mehr erfahren, als ihm guttut, weil es unbegreiflich ist, wie eine derartig zentrale Figur im dauernden internen Kampf der Zauberer über ihr Verhältnis zu den nicht magisch begabten Normalmenschen, den "Muggels", später offenbar so gründlich in Vergessenheit geraten konnte, dass man nur noch ihr Tierbestimmungsbuch kennt. Tiere spielen übrigens durchaus eine putzige Rolle in beiden Filmteilen, aber dass die nach ihnen benannt sind, ist reiner Etikettenschwindel. Die Leinwand gehört ganz den Zauberern.

Der zweite Teil trägt dem insoweit Rechnung, als er den Untertitel "Grindelwalds Verbrechen" führt. Der nächste Etikettenschwindel, denn sehr viel verbricht Grindelwald hier noch gar nicht. Sein Programm zur Unterjochung der Muggels wurde ja gerade erst am Ende von Teil eins durch Scamander und dessen Verbündete in den internationalen Zaubereiministerien vereitelt, und so muss der Schurke nun alles neu aufbauen, nachdem er der Haft entkommen ist. Wer übrigens Teil eins nicht gesehen hat, spare sich Teil zwei; es ist völlig reizlos, sich das Gewese um wechselnde Loyalitäten und Animositäten anzuschauen, wenn man nicht schon weiß, worauf sie beruhen. Denn erklärt wird in der Fortsetzung nichts; es wollen ja noch die Streamings und DVDs des ersten Teils verkauft werden. Kaschiert und gleichzeitig befeuert wird dieses rein merkantile Interesse an der Ausweitung des "Harry Potter"-Kosmos durch eine dreifache Starbesetzung, die auch einem x-beliebigen Superheldenfilm gut angestanden hätte (und genauso x-beliebig auch ausfällt). Eddie Redmayne spielt wieder Newt Scamander, der entsprechend gar nichts anderes sein kann als ein lockiges Sensibelchen, dessen Führungsrolle bei der Suche nach dem entkommenen Grindelwald rätselhaft bleibt. Und Jude Law, Neueinsteiger in die Serie, darf als Dumbledore ein wenig Last von den Schultern des dritten Stars nehmen: Johnny Depp, der wieder Grindelwald verkörpert. In dem nach seiner Figur benannten Film hat er weniger zu tun als im Vorläufer. Allerdings wird in einer Vision der von ihm beschworenen Zukunft der Zweite Weltkrieg gezeigt - das Ganze ist 1927 angesiedelt -, und so darf man sich das katastrophale zwanzigste Jahrhundert wohl als Folge fehlgeleiteter magischer Machtgelüste vorstellen. Auch so kann man Geschichtsklitterung betreiben - und möge der Name des Bösewichts noch so deutsch und sein Rückzugsort noch so alpin sein.

David Yates, Regisseur beider Teile, liefert viel Schau- und wenig Mehrwert, die Erzählmaschinerie von "Phantastische Tierwesen" stottert und spotzt, fast alles hat man in den "Harry Potter"-Filmen schon besser gesehen - und das will einiges heißen. Aber Yates ist ja auch schon seit dem fünften Teil von "Harry Potter" Rowlings Mann für die Regie, also hat er jetzt sechs von zehn Filmen gedreht; selbst der Beste müsste da ermüden, und Yates ist nicht der Beste. Wenn Sie Dumbledore lieben und McGonagall, die Familie Lestrange und Grindelwald, dann bleiben Sie dem Kino fern. Sonst könnte Ihre Liebe leiden.

ANDREAS PLATTHAUS

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Sequel zum "Harry Potter"-Spinoff, in dem Regisseur David Yates bereits zum sechsten Mal eine von J. K. Rowling erschaffene Fantasywelt in packende Kinobilder umsetzt. Die im ersten Film vorgestellten Figuren werden behutsam weiterentwickelt und neue hinzugefügt in einem Plot, der erneut Spannung und Wunder(n) aufs unterhaltsamste verknüpft. Unter anderem Ausstattung und Effekte sind wie gewohnt auf höchstem Niveau. Der meistgesehene Film in den deutschen Kinos im Jahr 2018.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag