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Der Naturphilosoph Bram Wenksterman lebt in einem Haus an der Keizersgracht in Amsterdam, das seit Generationen im Besitz seiner Familie ist. Alles und alle um ihn herum befinden sich in einer Art Auflösung. Das Haus verrottet ihm buchstäblich unter den Füßen, seine Tochter Amber hat gerade ihr Studium geschmissen, und Wenksterman hat seine Frau in eine psychiatrische Einrichtung einweisen müssen. Ein schlechter Zeitpunkt, um seinen millionenschweren Schwiegervater um Geld anzugehen. Dass er mit der Cousine seiner Frau ein Verhältnis begonnen hat, erleichtert die Sache nicht. Aber am meisten…mehr

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Produktbeschreibung
Der Naturphilosoph Bram Wenksterman lebt in einem Haus an der Keizersgracht in Amsterdam, das seit Generationen im Besitz seiner Familie ist. Alles und alle um ihn herum befinden sich in einer Art Auflösung. Das Haus verrottet ihm buchstäblich unter den Füßen, seine Tochter Amber hat gerade ihr Studium geschmissen, und Wenksterman hat seine Frau in eine psychiatrische Einrichtung einweisen müssen. Ein schlechter Zeitpunkt, um seinen millionenschweren Schwiegervater um Geld anzugehen. Dass er mit der Cousine seiner Frau ein Verhältnis begonnen hat, erleichtert die Sache nicht. Aber am meisten ärgert den alten Mann, dass seine Enkelin Amber nichts über das Familiengeheimnis weiß - vorher wird er keinen Cent herausrücken. "Das Haus an der Keizersgracht" ist von der wahren Geschichte zweier Grachtenhäuser inspiriert. In dem streng komponierten Roman spielt sich das Geschehen in nur drei Tagen ab - und endet mit einem gewaltigem Schutthaufen.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Schöffling & Co.
  • Seitenzahl: 280
  • Erscheinungstermin: 21. Juli 2020
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783731761877
  • Artikelnr.: 59327537
Autorenporträt
Rinske Hillen (1975) studierte Philosophie in Amsterdam und Cambridge und Rechtswissenschaften in Utrecht. "Das Haus an der Keizersgracht" ist ihr literarisches Debüt. Sie erhielt dafür 2018 den ANV Debütantenpreis. Ulrich Faure, Jahrgang 1954, lebt als Journalist und Herausgeber in Düsseldorf. Er übersetzt aus dem Niederländischen, u.a. Werke von Detlev van Heest und Simon Carmiggelt. 1992 hat er eine Geschichte des Malik-Verlags veröffentlicht und mit Jürgen Pütz die Briefe von Albert Vigoleis Thelen herausgegeben.
Rezensionen
"Geistreich und direkt, voll scheinbar absichtsloser, aber immer treffender Sprachbilder."
Thomas Rosenboom

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 21.11.2020

Ums Leben lügen hilft nicht weiter

In Rinske Hillens Roman "Das Haus an der Keizersgracht" werden die Illusionen einer Familie zerstört.

Von Melanie Mühl

Wer seine Wurzeln nicht kennt, der läuft ständig Gefahr, durchs Leben zu taumeln, bewusst oder unbewusst. Woher wir kommen, verrät viel darüber, wer wir sind und wer wir sein könnten. Doch nicht nur Menschen geraten bei einem brüchigen Fundament leicht aus dem Gleichgewicht, auch Häusern droht dieses Schicksal. In Amsterdam zum Beispiel schmiegen sich die kulissenhaft schönen und sehr alten Gebäude längs der Grachten Halt suchend aneinander, damit ihnen die Katastrophe eines Einsturzes erspart bleibt. Bram Wenksterman, Naturphilosoph, Verdränger und Freund der Beständigkeit, wohnt in einem solchen Haus, das seit Generationen im Besitz seiner Familie ist. Es liegt direkt an der Keizersgracht, mit knarzenden Böden, windschiefen Fenstern, Stuckrosen an der Decke. Jeder Millimeter atmet Geschichte.

Wäre dieses Haus mit seinen faulenden Stützpfählen doch nur Wenkstermans einziges Problem! Aber dessen Leben löst sich an allen Ecken und Enden auf. Die Risse gehen nicht nur durchs Mauerwerk. Wenkstermans depressive Frau Veerle ist in der Psychiatrie, auf dem Dachboden hat er seine Geliebte, die Pianistin Ella, untergebracht, und plötzlich steht seine Tochter Amber vor der Tür, die von ihrem Studium genug hat und sich nach familiärer Nähe sehnt. Zudem sitzt ihm sein Nachbar im Nacken, der auf eine baldige Reparatur des maroden Hauses dringt.

Rinske Hillen verdichtet in ihrem preisgekrönten Debüt "Das Haus an der Keizersgracht" die Probleme ihrer Protagonisten nicht nur maximal, sie siedelt die Handlung zudem innerhalb von nur drei Tagen an. Stringent treibt die Autorin die lediglich von kurzen Rückblicken in die Vergangenheit oder Erinnerungsfetzen unterbrochene Handlung voran. Einerseits erzeugt Rinske Hillen, die in der Gedankenwelt aller Protagonisten zu Hause ist, auf diese Weise Spannung, andererseits macht sie es dem Leser so gut wie unmöglich, Nähe zu einer Figur aufzubauen - aber das muss auch gar nicht sein, denn entscheidend ist, was zwischen den um ihr Lebensglück Ringenden passiert.

Erzählerisch läuft alles auf den bevorstehenden fünfundfünfzigsten Geburtstag Wenkstermans zu, der am liebsten seine Ruhe haben möchte und allerhöchstens eine Feier in kleinem Kreise. Der um einiges jüngeren und der Geliebtenposition überdrüssigen Ella, die zudem die Cousine von Wenkstermans Ehefrau ist, schwebt indes ein rauschendes Fest vor. Und Amber? Betrachtet das Treiben im Elternhaus zunehmend irritiert.

Lebenslügen fliegen einem über kurz oder lang immer um die Ohren, ganz gleich, wie verbissen man sich in seinen eigenen vier Wänden verschanzt und die Realität verdrängt. Rinske Hillen verwebt den unmöglich zu kaschierenden Verfall des Hauses geschickt mit den mehr oder weniger verzweifelten Versuchen von Wenksterman, Ella und Veerle, die Wahrheit jeweils kleinzuhalten - durch stures Schweigen oder Selbstbetrug. Jeder führt sich auf seine Weise hinters Licht. Nur Amber will Antworten. Eines Nachts gerät sie im Arbeitszimmer ihres Vaters in Versuchung, dessen Tagebuch zu lesen, ein anderes Mal beobachtet sie Ella, wie sie ganz selbstverständlich im Schlafzimmer ihrer Eltern am Frisiertisch der Mutter sitzt, als wäre sie die Hausherrin. "Wie anmutig Ella dasaß, mit hochgerecktem Kinn. Hatte sie das Amulett ihrer Mutter um? Sie erstarrte. Ella warf den Kopf einen Moment zurück und betrachtete sich mit einem stählernen Lächeln im Spiegel. Sie spitzte ihre Lippen."

Von der ersten Zeile an ahnt man, dass diese Geschichte kein gutes Ende nehmen kann. Der Spannung tut das keinen Abbruch, weil man den Handelnden stets einen (Wissens-)Schritt voraus ist, bang Seite um Seite liest und sich fragt, wessen mühsam zusammengezimmertes Lügengebäude als nächstes krachend in sich zusammenfällt.

Rinske Hillen: "Das Haus an der Keizersgracht". Roman.

Aus dem Niederländischen von Ulrich Faure. Verlag Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2020. 272 S., geb., 24,- [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensentin Melanie Mühl verfolgt gespannt, wie Rinske Hillen in ihrem Romandebüt "mühsam zusammengezimmerte Lügengebäude" zusammenstürzen lässt: Der 54-jährige Bram Wenksterman wohnt mit seiner jüngeren Geliebten und später auch seiner studierenden Tochter in einem geerbten, maroden Haus in Amsterdam, seine Ehefrau ist in der Psychiatrie, und alle halten stur an ihrer jeweiligen Lebenslüge fest, so Mühl. Dass ein schlechtes Ende bei dieser Ausgangslage vorherzusehen und ein empathisches Verhältnis zu jeder Figur aufzubauen unmöglich sei, weil die Autorin die Erzählperspektive auf alle Figuren verteile, stört die Rezensentin nicht dabei, "bang" mit zu fiebern, wie nicht nur Wenkstermans Haus, sondern auch die Illusionen der Figuren Stück für Stück auseinanderfallen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensentin Melanie Mühl verfolgt gespannt, wie Rinske Hillen in ihrem Romandebüt "mühsam zusammengezimmerte Lügengebäude" zusammenstürzen lässt: Der 54-jährige Bram Wenksterman wohnt mit seiner jüngeren Geliebten und später auch seiner studierenden Tochter in einem geerbten, maroden Haus in Amsterdam, seine Ehefrau ist in der Psychiatrie, und alle halten stur an ihrer jeweiligen Lebenslüge fest, so Mühl. Dass ein schlechtes Ende bei dieser Ausgangslage vorherzusehen und ein empathisches Verhältnis zu jeder Figur aufzubauen unmöglich sei, weil die Autorin die Erzählperspektive auf alle Figuren verteile, stört die Rezensentin nicht dabei, "bang" mit zu fiebern, wie nicht nur Wenkstermans Haus, sondern auch die Illusionen der Figuren Stück für Stück auseinanderfallen.

© Perlentaucher Medien GmbH