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"Fortschritt" klingt nicht immer nach einer Entwicklung zum Besseren hin; er kann auch als Bedrohung erscheinen. Zwar benötigen wir wirtschaftliches Wachstum, um das Versprechen des "Wohlstands für alle" aufrechtzuerhalten, es hat aber auch Kehrseiten: Die Anpassung der Staaten an die Gesetze des Kapitals, eine immer schnellere Taktung von Entscheidungen und die Beschleunigung aller Lebensbereiche tragen zu einer Entsolidarisierung zwischen den Menschen bei. Matthias Machnig will Fortschritt neu erfinden, ihn wieder zu einem Hoffnungs- und Zukunftsprojekt machen. Dafür hat er in diesem Band…mehr

Produktbeschreibung
"Fortschritt" klingt nicht immer nach einer Entwicklung zum Besseren hin; er kann auch als Bedrohung erscheinen. Zwar benötigen wir wirtschaftliches Wachstum, um das Versprechen des "Wohlstands für alle" aufrechtzuerhalten, es hat aber auch Kehrseiten: Die Anpassung der Staaten an die Gesetze des Kapitals, eine immer schnellere Taktung von Entscheidungen und die Beschleunigung aller Lebensbereiche tragen zu einer Entsolidarisierung zwischen den Menschen bei. Matthias Machnig will Fortschritt neu erfinden, ihn wieder zu einem Hoffnungs- und Zukunftsprojekt machen. Dafür hat er in diesem Band Sozialwissenschaftler und Vertreter aus Verbänden und Politik eingeladen, Alternativen zur derzeitigen Gesellschaftspraxis zu entwerfen. Im Zentrum steht die Kritik am politischen System, insofern es dem Primat des Kapitals folgt.

Mit Beiträgen von: Sigmar Gabriel, Berthold Huber, Volker Hauff, Jochen Flassbarth, Ernst Ulrich von Weizsäcker, Michael Hartmann, Christoph Butterwegge, Stephan Lessenich, Claus Offe, Michael Vassiliadis und anderen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Campus Verlag
  • Seitenzahl: 252
  • Erscheinungstermin: 14. November 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 141mm x 22mm
  • Gewicht: 370g
  • ISBN-13: 9783593396040
  • ISBN-10: 3593396041
  • Artikelnr.: 34374324
Autorenporträt
Matthias Machnig ist seit 2009 thüringischer Wirtschaftsminister. Zuvor war er Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, davor Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Von 1999 bis 2002 war Machnig Bundesgeschäftsführer der SPD.
Inhaltsangabe
Inhalt Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 Matthias Machnig Wir müssen wieder lernen, von der Zukunft her zu denken! . . . . . 11 Interview mit Burkart Lutz Dem Fortschritt eine neue Richtung geben . . . . . . . . . . . . . 22 Sigmar Gabriel Was, wenn überhaupt, können wir uns heute unter politischem "Fortschritt" vorstellen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 Claus Offe Kein sozialer Fortschritt ohne Mitbestimmung und Teilhabe . . . . 49 Berthold Huber Mehr Gleichheit, weniger Wachstum: Für das Primat der Politik . . 58 Albrecht von Lucke Fortschritt für die Unterprivilegierten! . . . . . . . . . . . . . . . . 71 Christoph Butterwegge Einkommensverteilung, Sparen, Konsum und Wirtschaftsleistung - ein Rückblick auf die letzten zehn Jahre . . . . . . . . . . . 84 Karl Brenke Die doppelte Spaltung der Gesellschaft . . . . . . . . . . . . . . 103 Michael Hartmann Arbeitsmarktpolitik bis 2020: integrativ - investiv - innovativ . . . 114 Gerhard Bäcker, Gerhard Bosch und Claudia Weinkopf Demokratie und rationale Wirtschaftspolitik - der natürliche Gegensatz? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 132 Heiner Flassbeck Die Krise der Ökonomie als Krise der Politik . . . . . . . . . . . 142 Jan Machnig Fruits to find - Früchte des Fortschritts . . . . . . . . . . . . . 155 Michael Vassiliadis Der Fortschritt des Fortschritts tut weh - das Beispiel Kernenergie . . 165 Volker Hauff Wohlstand durch Umweltschutz . . . . . . . . . . . . . . 176 Jochen Flasbarth Keine Angst vor guten Preisen! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 184 Ernst Ulrich von Weizsäcker Die Wiederaneignung des Sozialen . . . . . . . . . . . . . . . . . 194 Stephan Lessenich Das neue Gemeinsame . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 205 Benjamin Mikfeld Grüner Kapitalismus - Leitbild für eine zukunftsträchtige Reformstrategie? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 221 Klaus Dörre Warum Neuer Fortschritt nötig und möglich ist . . . . . . . . . . 233 Matthias Machnig Die Autoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 249
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Durchwachsen scheint Rudolf Walther dieser Band über die unterschiedlichen Facetten des Fortschritts und die Entwicklung eines neuen Fortschrittskonzepts, den Matthias Machnig herausgegebenen hat. Neben einer Reihe von exzellenten Beiträgen findet er darin er auch einige weniger bedeutende. Insbesondere die Essays von Heiner Flassbeck, Claus Offe und Christoph Butterwegge, die sich kritisch mit dem Fortschrittsbegriff auseinandersetzen, nach dem Wohin und Wozu des Fortschritts fragen oder das Schicksal des sozialen Fortschritts unter Rot-Grün und Schwarz-Gelb analysieren, scheinen ihm sehr lobenswert. Die Beiträge von Politikern können in seinen Augen dagegen nicht mithalten. Sigmar Gabriels Ausführungen über den „neuen Fortschritt“ der SPD etwa beurteilt Walther als reichlich „konturlos“. Sein Fazit: insgesamt lesenswert.

© Perlentaucher Medien GmbH
Partei des Fortschritts
"Zu den herausragenden Beiträgen gehören die Essays von
Claus Offe, Christoph Butterwegge, Albrecht von Lucke, Michael Hartmann und Heiner Flassbeck." (Die Tageszeitung, 18.02.2012)