Utopistik - Wallerstein, Immanuel

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Utopistik statt Utopie, fordert der weltberühmte Soziologe Immanuel Wallerstein und distanziert sich gleich zu Beginn seines Textes vom Begriff der Utopie, in deren Namen das gesamte 20. Jahrhundert hindurch Verbrechen und Unrecht geschehen sind. Stattdessen legt der Autor seine historischen Erkenntnisse über die vergangenen 500 Jahre kapitalistisches Weltsystem einer Analyse der aktuellen Zeitenwende zugrunde. Seine ?historischen Alternativen? basieren auf Beobachtungen lang andauernder ökonomischer Strukturen.…mehr

Produktbeschreibung
Utopistik statt Utopie, fordert der weltberühmte Soziologe Immanuel Wallerstein und distanziert sich gleich zu Beginn seines Textes vom Begriff der Utopie, in deren Namen das gesamte 20. Jahrhundert hindurch Verbrechen und Unrecht geschehen sind. Stattdessen legt der Autor seine historischen Erkenntnisse über die vergangenen 500 Jahre kapitalistisches Weltsystem einer Analyse der aktuellen Zeitenwende zugrunde. Seine ?historischen Alternativen? basieren auf Beobachtungen lang andauernder ökonomischer Strukturen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Promedia / Promedia Verlagsges. Mbh
  • Seitenzahl: 120
  • Erscheinungstermin: Juni 2007
  • Deutsch
  • Abmessung: 199mm x 119mm x 12mm
  • Gewicht: 147g
  • ISBN-13: 9783853711842
  • ISBN-10: 3853711847
  • Artikelnr.: 10326648
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Immanuel Wallerstein sucht nach Alternativen zu utopischen Gegenentwürfen und findet sie in dem, was er "Utopistik" nennt. Produktiv gemacht werden soll dafür die Lektüre der Geschichte, die Erkenntnis der "langlebigen geschichtlichen Strukturen" (nach Fernand Braudel). Seine These: das Weltsystem befindet sich im Umbruch, das Chaos droht. Der Rezensent F.O. Lui stellt fest, dass Marx bei dieser Prognose nicht allzuweit ist, weist aber auf das Systemdenken Wallersteins hin, das auch scheinbar einschneidende Veränderungen als Säkulartrends langer Dauer entschärft: Stabilität durch Wandel ist in der Regel die Folge, nicht die Revolution des kapitalistischen Systems. Der Liberalismus jedoch sei heute in eine gefährliche Krise geraten, das System geschwächt. Der Vorteil (aus revolutionärer Perspektive): kleine Impulse können nun große Veränderungen bewirken. Wallerstein sieht - utopistisch auf diese Art - die Möglichkeit einer "materialen Rationalität" heraufziehen, F.O. Lui erkennt in der Anti-Globalisierungsbewegung durchaus eine Bestätigung der Prognose.

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