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Erstmals gelang es einem Journalisten, ganz nah an den erfolgreichsten Terrorfahnder Deutschlands heranzukommen. Dem preisgekrönten Autor Oliver Schröm offenbart der "Mann für gefährliche Missionen" die Hintergründe und Abläufe bislang streng geheim gehaltener internationaler Anti-Terror-Operationen. Hervorragend recherchiert und exzellent geschrieben. Ein Doku-Thriller der Sonderklasse. (Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)…mehr

Produktbeschreibung
Erstmals gelang es einem Journalisten, ganz nah an den erfolgreichsten Terrorfahnder Deutschlands heranzukommen. Dem preisgekrönten Autor Oliver Schröm offenbart der "Mann für gefährliche Missionen" die Hintergründe und Abläufe bislang streng geheim gehaltener internationaler Anti-Terror-Operationen. Hervorragend recherchiert und exzellent geschrieben.
Ein Doku-Thriller der Sonderklasse.
(Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)
  • Produktdetails
  • Fischer Taschenbücher Bd.31708
  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • Artikelnr. des Verlages: .25894, 25894
  • Seitenzahl: 320
  • 2017
  • Ausstattung/Bilder: 2017. 320 S. 190 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 125mm x 27mm
  • Gewicht: 363g
  • ISBN-13: 9783596317080
  • ISBN-10: 3596317088
  • Artikelnr.: 47977672
Autorenporträt
Oliver Schröm, Jahrgang 1964, ist preisgekrönter Journalist und Buchautor. Mit seinen investigativen Reportagen über das Netzwerk Al Qaida, erschienen in der "Zeit", im "Stern" und in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", sorgte er im In- und Ausland für großes Aufsehen.
Rezensionen
Besprechung von 13.03.2006
Keine Lizenz zum Töten
Der deutsche James Bond - fast
Auch wir haben unseren James Bond, oder jedenfalls fast. Oliver Schröm erzählt die Geschichte des erfolgreichsten deutschen Terrorfahnders. Mit viel Phantasie. Das muss man mögen. Mal ehrlich: Das soll alles wahr sein? Ein deutscher Beamter im deutschen Bundeskriminalamt, der durch
die Welt jettet, Terroristen jagt, sie vor Gericht bringt, einen legendären Ruf
in der Geheimdienstwelt genießt und
dazu auch noch ein Womanizer ist?
Kann nicht sein, so etwas gibt es doch nur im Kino.
So unglaublich es auch ist. Der deutsche James Bond existiert. Im Buch lautet sein Name Richard Böttcher, selbstverständlich ist dies nicht sein richtiger Name. Dieser „Böttcher” lebt irgendwo in Deutschland, er ist Polizeibeamter und arbeitet beim BKA. Er hat mehrere Kinder, eine Frau und jagt Terroristen. Mit Erfolg.
Oliver Schröm hat seine Geschichte aufgeschrieben. Nicht als trockenen Tatsachenbericht, sondern als einen Krimi, den man, einmal angefangen, nur ungern wieder aus der Hand legen mag. Auch - oder vielleicht gerade weil - der Autor immer mal wieder etwas dick aufträgt. Da „runzelt” Böttcher die Stirn, seine Hände sind schweißnass, und angsterfüllt fühlt er das „kalte Metall” eines Gewehrkolbens an seiner Schläfe. Und als sich Böttcher darüber klar wird, dass er sich verliebt hat, „schlägt sein Herz Purzelbäume”.
Natürlich war Oliver Schröm beim Tête-à-Tête des Agenten nicht dabei. Und natürlich war er auch kein Augenzeuge, als sich Böttcher in einer Hotellobby auf Zypern mit seinem Informanten aus Palästina traf. Oder den Aufenthaltsort des Terroristen Carlos entdeckte. Oder dessen Stellvertreter Johannes Weinrich in einer eigens gecharterten Bundeswehrmaschine aus dem Jemen nach Deutschland brachte, wo ihm dann der Prozess gemacht wurde.
Trotzdem ist all dies so geschehen, versichert der Autor im Hintergrundgespräch. Beweise dafür habe er genug und verweist auf ganze Reihen von Aktenordnern. Schröm ist ein Aktenfresser. Stundenlang kann er sich durch endlose Prozessunterlagen wühlen, nur um den einen, aber entscheidenden Verweis für seine Geschichten zu finden.
Jahrelang recherchierte er für sein Buch „Im Schatten des Schakals”, die Geschichte des Terroristen Carlos. Dort, bei der Recherche, stieß er auch zum ersten Mal auf den Namen des BKA-Top-Agenten. Seither ließ ihn dessen Geschichte nicht mehr los.
Die politischen Fakten, die Schröm in seinem Buch erzählt, sind weitgehend bekannt, zumindest den Fachleuten - ob es nun um Attentate des Schwarzen September, die Ergreifung von Carlos, dem Schakal, oder den Anschlag auf die Berliner Diskothek La Belle geht. Alles Fälle, in die Böttcher verwickelt war und zu deren Aufklärung er maßgeblich beigetragen hat. Aber eben alles Fälle der Vergangenheit. Genau dies war auch die Voraussetzung, unter der das BKA dem Treffen des Autors mit seinem Top-Agenten überhaupt zustimmte. Für den Laien jedoch sind viele Geschichten so unglaublich, dass man sie eben wirklich kaum glauben mag. Der beste Krimiautor könnte sich derartige Szenarien kaum ausdenken. Die Realität, so erzählt Schröm immer wieder, liefert eben immer noch das beste Drehbuch.
Spannend auch aus heutiger Sicht, dass Böttcher seit Jahren mit dem mittlerweile weltberühmten Staatsanwalt Detlev Mehlis eng zusammenarbeitet. Mehlis, der bis Mitte Dezember sich als UN-Sonderermittler im Libanon um die Aufdeckung der Hintergründe des Attentats auf den libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri bemühte, zeigte schon früh sein großes Talent im Aufspüren von geflohenen Tätern. Kurz nach der Wende trafen der Berliner Staatsanwalt und der BKA-Ermittler zusammen. Beide waren erst mal skeptisch, wussten nicht, was sie von dem jeweils anderen halten sollen, wie Schröm bildreich erzählt. Doch schnell entdeckten sie ihre gemeinsame Leidenschaft.
Zwei unerbittliche Ermittler hatten sich gefunden und spürten in den Jahren darauf erfolgreich Carlos den Schakal und Johannes Weinrich, seinen Helfershelfer, auf und brachten sie ins Gefängnis. Böttcher wurde zu Mehlis’ „bestem Mann”. Ob Oliver Schröm weiß, wo sich der deutsche 007 zur Zeit gerade aufhält? Selbstverständlich gibt es auf so eine Frage keine Antwort.
Bleibt zum Schluss nur noch eines zu klären - hat Hollywood sich schon gemeldet? Und hat Schröm einen Vorschlag für die Besetzung der Titelrolle? Der Autor lacht: „George Clooney, der würde gut passen.”
DOROTHEA HEINTZE
OLIVER SCHRÖM: Gefährliche Mission. Die Geschichte des erfolgreichsten deutschen Terrorfahnders. Scherz Verlag, Frankfurt/Main 2005. 318 Seiten, 19,90 Euro.
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Was Oliver Schröm über den "erfolgreichsten deutschen Terroristenfahnder" mit dem Decknamen Richard Böttcher erzählt, klingt wie ein Krimi oder ein Kinofilm, meint Dorothea Heintze. Denn der Autor hat keinen "trockenen Tatsachenbericht" über die Fälle von Böttcher geschrieben, sondern eine mit "viel Phantasie" und plastischen Details angereicherte, atemberaubende Geschichte, so die Rezensentin, die zwar feststellt, das Schröm mitunter etwas "dick aufträgt", die aber gleichwohl bekennt, dass man das Buch "nur ungern aus der Hand legt". Die politischen Fakten der geschilderten Fälle wie die Verhaftung des Terroristen Carlos oder seines Stellvertreters Johannes Weinrich sind alle bekannt, doch klingt deren Schilderung dennoch absolut unglaublich und kinotauglich, so Heintze gebannt. Besonders fesselnd fand sie die Schilderung der Kooperation Böttchers mit dem "mittlerweile weltberühmten Staatsanwalt" Detlev Mehlis, mit dem zusammen Böttcher einige seiner aufregendsten Terroristenfänge machte.

© Perlentaucher Medien GmbH