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Bachelorarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,1, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Bachelorarbeit über den gedenkpolitischen Kurs des Antifaschismusfilms der DEFA als Gratwanderung zwischen Antifaschismuspropaganda und Vergangenheitsaufarbeitung gilt es, die Potenziale einer aufrichtigen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit jenseits von politischer Einfärbung aufzudecken und von den Elementen der Ideologieüberhöhung zu trennen. Der Auswahl der Filme liegt folgende…mehr

Produktbeschreibung
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - Nachkriegszeit, Kalter Krieg, Note: 1,1, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: In der vorliegenden Bachelorarbeit über den gedenkpolitischen Kurs des Antifaschismusfilms der DEFA als Gratwanderung zwischen Antifaschismuspropaganda und Vergangenheitsaufarbeitung gilt es, die Potenziale einer aufrichtigen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit jenseits von politischer Einfärbung aufzudecken und von den Elementen der Ideologieüberhöhung zu trennen. Der Auswahl der Filme liegt folgende Überlegung zugrunde: So sind „Nackt unter Wölfen“ und „Jakob der Lügner“ zwei Filme, die sich bezüglich des Regisseurs Frank Beyer und der Zuordnung zum Genre „Antifaschismusfilm“, sowie hinsichtlich der Entstehung aus einer Romanvorlage vergleichen lassen. Die zeitliche Distanz der beiden Produktionen vor dem Hintergrund des Kurses der Kulturpolitik der SED sowie die Unterschiedlichkeit der Autoren Bruno Apitz und Jurek Becker hinsichtlich ihrer politischen Einstellungen, aber auch die unterschiedliche thematische Schwerpunktsetzung der Erzählungen bieten die Basis, um das Maß an Authentizität in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und die Beschaffenheit des propagandistischen Nutzens der Widerstandsthematik für die Staatsideologie vergleichen zu können. In den Entstehungsgeschichten der Erzählungen, die beide als Filmskript konzipiert, als Roman veröffentlicht und zum Teil erst Jahre später zu einem Drehbuch modifiziert wurden, wird auch der Wandel in der Kulturpolitik, sowie Veränderungen und Konstanten im Politik- und Geschichtsbewusstsein der Autoren und des Regisseurs deutlich. Hierbei gilt es nicht zu prüfen, inwieweit das Dargestellte den historischen Tatsachen entspricht. Die Bereitstellung subversiver Interpretationsmöglichkeiten und mehrdimensionaler Geschichtsbilder mit Widersprüchen, die ein persönliches Erinnern jenseits des staatlich reglementierten Blicks auf die Vergangenheit erlauben, ist hier entscheidend.