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Nach den Turbulenzen während der Frankfurter Buchmesse 1967, die ihn zum Eingreifen herausforderten, beschließt Siegfried Unseld, markante Ereignisse seines Verlegerlebens schriftlich zu fixieren. 1970 weitet er sein Vorhaben aus. Vom 1. Januar 1970 bis zum 31. Dezember 2001 notiert er in seinem Betriebstagebuch die weitverzweigten Vorgänge im Verlag, die Begegnungen mit Autoren, die kulturellen Konstellationen, politischen Veränderungen - zugleich seine persönlichen Reaktionen und Erfahrungen.Aus drei Bestandteilen setzt sich die von ihm selbst so genannte Chronik zusammen: den nach Tag,…mehr

Produktbeschreibung
Nach den Turbulenzen während der Frankfurter Buchmesse 1967, die ihn zum Eingreifen herausforderten, beschließt Siegfried Unseld, markante Ereignisse seines Verlegerlebens schriftlich zu fixieren. 1970 weitet er sein Vorhaben aus. Vom 1. Januar 1970 bis zum 31. Dezember 2001 notiert er in seinem Betriebstagebuch die weitverzweigten Vorgänge im Verlag, die Begegnungen mit Autoren, die kulturellen Konstellationen, politischen Veränderungen - zugleich seine persönlichen Reaktionen und Erfahrungen.Aus drei Bestandteilen setzt sich die von ihm selbst so genannte Chronik zusammen: den nach Tag, Monat und Jahr angeordneten Einträgen, seinen Berichten von Reisen zu Autoren und Verlagen sowie von ihm aufbewahrten zeitgenössischen Dokumenten.Diese Edition dokumentiert detailliert das Innenleben des Suhrkamp und des Insel Verlags, deckt die entscheidenden programmatischen Weichenstellungen auf, gewährt Einblick in die ökonomischen Abläufe eines Privatunternehmens, erhellt den Kontext, in dem Bücherprogramme Halbjahr für Halbjahr entstehen, schildert die Beziehungen zwischen Autoren und dem Verleger. Die Chronik ist die Geschichte des Suhrkamp Verlags und die Autobiographie seines Verlegers, die Siegfried Unseld nicht mehr schreiben konnte.
  • Produktdetails
  • Verlag: Suhrkamp
  • Seitenzahl: 500
  • Erscheinungstermin: 2. September 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 254mm x 174mm x 36mm
  • Gewicht: 1178g
  • ISBN-13: 9783518421611
  • ISBN-10: 3518421611
  • Artikelnr.: 27966074
Autorenporträt
Unseld, Siegfried§Siegfried Unseld wurde am 28. September 1924 in Ulm geboren und starb am 26. Oktober 2002 in Frankfurt am Main. Nach dem Abitur wurde er im Zweiten Weltkrieg zum Kriegsdienst einberufen und war drei Jahre lang, bis 1945, als Marinefunker im Einsatz. Nach seiner Rückkehr absolvierte er beim Ulmer Aegis Verlag eine Lehre als Verlagskaufmann. 1947 erhielt er durch die Vermittlung von Professor Weischedel die erstrebte Zulassung an der Universität Tübingen und studierte dort Germanistik, Philosophie, Nationalökonomie, Völkerrecht, Bibliothekswissenschaften und Sinologie. Seinen Lebensunterhalt bestritt Unseld als Werkstudent. Bis 1950 arbeitete er im Verlag J. C. B. Mohr in Tübingen. 1951 promovierte er mit einer Dissertation über Hermann Hesse zum Dr. phil. 1952 trat er in den Suhrkamp Verlag ein, wurde 1958 Gesellschafter der Suhrkamp Verlag KG und übernahm nach dem Tod Peter Suhrkamps die Verlagsleitung. Neben seiner beruflichen Tätigkeit besuchte er 1955 das von
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Joachim Güntner wird richtig neidisch, wenn er liest, wie Siegfried Unseld sich sogar um Peter Handkes Steuer gekümmert hat. Außerdem erfährt er in diesem ersten Teil von Unselds Verlegerchronik aus Korrespondenzen und Protokollen Detailliertes über die berühmten Konflikte  zu den Buchmessen von 1967/68 und mit den Suhrkamp-Lektoren. Dass dabei allenthalben der Geist einer theoriegläubigen Linken im Spiel ist, scheint Güntner in Ordnung zu finden, nicht zuletzt weil der energische Unseld ganz gut dagegen anzustinken vermag. Sogar was für den Rezensenten zunächst trocken aussieht, nämlich der hier dokumentierte Alltag des Verlegers, Reisen, Autorenpflege, auch Steuern, entpuppt sich dann als Fundgrube für Anekdoten.

© Perlentaucher Medien GmbH
»Ein wunderbares Buch über das Glück und Unglück, ein Verleger zu sein, ein vor Fakten strotzendes Stück Kulturgeschichte, das die Nachwelt verschlingen wird.«
Florian Illies, DIE ZEIT 23.09.2010