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Fluchtpunkt Rom - große Hoffnungen im kleinen Gepäck Sándor Lénárd hat Medizin in Wien studiert, jetzt ist er als ambulanter Blutdruckmesser in den Altstadtgassen Roms unterwegs. 1938 musste er über Nacht vor den Nazis fliehen - große Hoffnungen im kleinen Gepäck. Rasch gehört Lénárd zum Stammpublikum im Caffè Greco, wo sich Emigranten aus ganz Europa teffen. Mit jedem Tag wird die Frage des Überlebens drängender: die Suche nach einem Schlafplatz, die Jagd nach der nächsten Mahlzeit. Doch Lénárd ist findig ...
Mit dem Abstand des Außenseiters, dem sezierenden Blick des Mediziners und dem
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Produktbeschreibung
Fluchtpunkt Rom - große Hoffnungen im kleinen Gepäck
Sándor Lénárd hat Medizin in Wien studiert, jetzt ist er als ambulanter Blutdruckmesser in den Altstadtgassen Roms unterwegs. 1938 musste er über Nacht vor den Nazis fliehen - große Hoffnungen im kleinen Gepäck. Rasch gehört Lénárd zum Stammpublikum im Caffè Greco, wo sich Emigranten aus ganz Europa teffen. Mit jedem Tag wird die Frage des Überlebens drängender: die Suche nach einem Schlafplatz, die Jagd nach der nächsten Mahlzeit. Doch Lénárd ist findig ...

Mit dem Abstand des Außenseiters, dem sezierenden Blick des Mediziners und dem Esprit eines Schriftstellers beobachtet Sándor Lénárd, wie Italien in der Diktatur versinkt. Pointiert und klug erzählt er von seinem abenteuerlichen Alltag als Emigrant ohne Papiere und von der rauen Herzlichkeit des Viertels, in dem er Zuflucht gefunden hat.

Mit einer biografischen Notiz zum Autor von Ernö Zeltner sowie einem Nachwort von György Dalos: "Mit den Augen eines Wanderers - Sándor Lénárds Rom".
  • Produktdetails
  • dtv Literatur
  • Verlag: DTV
  • Originaltitel: Római Történetek
  • Seitenzahl: 351
  • Erscheinungstermin: 10. März 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 146mm x 30mm
  • Gewicht: 514g
  • ISBN-13: 9783423281126
  • ISBN-10: 342328112X
  • Artikelnr.: 46970412
Autorenporträt
Sándor Lénárd, geboren 1910 in Budapest, wuchs in Österreich auf und studierte Medizin in Wien. Ohne Abschluss floh er 1938 vor dem Nationalsozialismus nach Rom, wo er sich mit Gelegenheitsarbeiten oft mühevoll über Wasser hielt. Anfang 1952 verschlug es ihn nach Südamerika: Zunächst arbeitete er im südbrasilianischen Staat Parana als Feldscher, bevor er später eine Stelle als Assistenzarzt in Sao Paulo antrat. Schon in Rom hatte er übersetzt und auch selbst geschrieben, darunter mehrere Gedichtbände und zahlreiche Artikel für Zeitschriften und Zeitungen. Auch in Brasilien setzte er dies fort und veröffentlichte seine Bücher auf Deutsch, Englisch und Ungarisch. Sein größter Übersetzungserfolg wurde die Übertragung von "Winnie-the-Pooh" ins Lateinische. 1960 zog er sich bis zu seinem Tod 1972 ganz in sein Haus in Dona Emma bei Blumenau im Staat Santa Catarina zurück.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Als Sándor Lénárd 1938 im Bahnhof von Rom ankommt, hat er einen unfreiwilligen, aber gravierenden Entschluss gefasst: Er ist vor den Nationalsozialisten geflohen und hofft auf ein neues Leben in der Ewigen Stadt. Zunächst sucht er bekannte Orte auf, mietet etwa ein Zimmer, in dem er schon einmal als Tourist zu Besuch war. Es dauert jedoch nicht lange, bis das Geld ausgeht und er sich eine günstigere Unterkunft suchen muss. Auch als er in die Obdachlosigkeit gerät, bleibt Lénárd Stammgast im Caffè Greco, um sich mit weiteren Geflohenen über das Weltgeschehen auszutauschen. Bald lernt Lénárd, die in der Stadt postierten Spitzel auf den ersten Blick zu erkennen und sucht den Figaro seines Vertrauens auf. Der sezierende Blick eines Mediziners auf das Rom des Duce und das Warten auf die Alliierten als Refrain bilden die Grundlage für Lénárds römische Geschichten. Es gibt keinen großen Spannungsbogen, doch die Weitsicht des Erzählers und sein Blick fürs Detail tragen über die wenigen Längen dieses Buches. Lénárd wird zum ambulanten Blutdruckmesser, erhält Einblicke hinter die Fassaden der römischen Häuser und lebt im Warten auf bessere Zeiten. Der Leser harrt gemeinsam mit dem Protagonisten aus, beobachtet die politische Lage und kann Gedanken und Gespräche am Küchentisch mitverfolgen.

© BÜCHERmagazin, Melanie Schippling
"Sándor Lénárd versteht es, selbst den bittersten Schicksalsschlägen noch eine ironische Pointe abzugewinnen."
Peter Meisenberg, WDR 5, Bücher 03.06.2017