Bummel durch Europa - Twain, Mark
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Im Jahr 1878 verwirklichte Mark Twain seinen ehrgeizigen Plan, die Alte Welt zu Fuß zu erkunden: So ging es von Deutschland aus über die Alpen nach Italien. In 50 Kapiteln und einem Anhang würzt Twain seinen grandiosen Reisebericht "Bummel durch Europa" mit einer gehörigen Prise Humor und bedenkt immer wieder augenzwinkernd die Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks. Seine Betrachtungen sind bisweilen nachdenklich, meist hochkomisch, stets ungeheuer unterhaltsam - hierzulande besonders köstlich: das wunderbare Stück "Die schreckliche deutsche Sprache".…mehr

Produktbeschreibung
Im Jahr 1878 verwirklichte Mark Twain seinen ehrgeizigen Plan, die Alte Welt zu Fuß zu erkunden: So ging es von Deutschland aus über die Alpen nach Italien. In 50 Kapiteln und einem Anhang würzt Twain seinen grandiosen Reisebericht "Bummel durch Europa" mit einer gehörigen Prise Humor und bedenkt immer wieder augenzwinkernd die Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks. Seine Betrachtungen sind bisweilen nachdenklich, meist hochkomisch, stets ungeheuer unterhaltsam - hierzulande besonders köstlich: das wunderbare Stück "Die schreckliche deutsche Sprache".

  • Produktdetails
  • Verlag: Anaconda
  • Originaltitel: A Tramp Abroad
  • Seitenzahl: 493
  • Erscheinungstermin: September 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 194mm x 131mm x 40mm
  • Gewicht: 546g
  • ISBN-13: 9783866474307
  • ISBN-10: 386647430X
  • Artikelnr.: 26359682
Autorenporträt
Twain, Mark§Samuel Langhorne Clemens (1835-1910), besser bekannt unter dem Pseudonym Mark Twain, war ein scharfzüngiger Kritiker der amerikanischen Gesellschaft: humorvoll bis satirisch schrieb er über den alltäglichen Rassismus, Heuchelei, Verlogenheit und Korruption seiner Landsleute. Bereits mit seinen ersten Erzählungen, entstanden in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts, errang er großen litarischen Erfolg, der sich durch die Abenteuergeschichten um die beiden Jungen Tom Sawyer und Huckleberry Finn zu Weltruhm steigerte.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 16.01.2007

DAS HÖRBUCH
Die Zehe und der Fuß
Rufus Beck liest Mark Twains „Bummel durch Europa”
Im 42. Kapitel von Mark Twains „Bummel durch Europa” belustigt der Auftritt eines siebenjährigen Pfarrerssohnes, der beim sonntäglichen Spielen die Starrollen übernimmt: Pferdewagen kutschieren, Dampfer lenken, eine Armee führen – bis ihm der Vater dies einschränkt auf Spiele, „die dem Sabbat angemessen sind”. Als der Pfarrer am nächsten Sonntag ins Zimmer zu den Kindern lugt, findet er sie die Vertreibung aus dem Paradies spielend, jedoch hat sich der kleine Jimmy wohl beschieden: Der Vater atmet auf, als er ihn weder Adam noch Eva spielen sieht. „Dieses Krümelchen Trost hielt nur sehr kurze Zeit vor; er schaute umher und sah Jimmy in achtunggebietender Pose, mit düsterer, unheilverkündender Miene, in der Ecke stehen.”
Nicht nur auf die Darstellung der Gottheit durch Jimmy, gar auf die gesamte Szene muss verzichten, wer sich die Reisebeschreibungen Mark Twains als Hörbuch zu Gemüte führt. Das Gemüt leidet darunter erst einmal nicht, denn Rufus Beck spricht seine Rolle besser als in früheren Teilen der etwas unübersichtlich angelegten Serie, jetzt sogar ausgezeichnet, berichtet nämlich voller Gleichmut und ohne falsche Verzierungen von den schrecklichsten Sitten der Europäer.
Das Gemüt wird so recht erst aufmerksam, als ihm der Essay „Die schreckliche deutsche Sprache” vorgetragen wird, weil es den komischsten Teil daraus vermisst, nämlich die „Geschichte von dem Fischweib und seinem traurigen Schicksal”, welches es – das Schicksal das Fischweib – in einen Aschenhaufen verwandelt, den auf seinem Weg zur letzten Ruhe das Gebet begleiten solle, er möge auferstehen „ganz für sich allein, ohne einen schäbigen Haufen verschiedener Geschlechter fleckförmig über sich verstreut herumschleppen zu müssen”, wofür Twain zuvor Beispiele gegeben hat: DIE (weibliche) große Zehe an DEM (männlichen) Fuß an DEM Bein etwa oder DIE Brust an DEM Leib des (sächlichen) Fischweibes – alles verbrannt.
Darob missvergnügt zieht sich der Hörer das Buch aus dem Regal, und während Rufus Beck mit angenehmer Stimme die Verstümmelung des Originals vorträgt, jagt der Hörer als Leser mit weit größerer Belustigung durch den Text, nebenbei feststellend, dass der Mann des Hessischen Rundfunks, der für die Verstümmelung zuständig war, immer die abschweifenden Episoden gestrichen hat, die naturgemäß die komischsten sind. MARTIN Z. SCHRÖDER
MARK TWAIN: Bummel durch Europa. Schweiz, Italien. Deutsch von Gustav Adolf Himmel. Gelesen von Rufus Beck. Hörverlag, München 2006. 2 CD, 166 min., 19,95 Euro.
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