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Was kümmert uns Philosophie? Ist das nicht eine weltfremde Wissenschaft, bestenfalls Stoff für Zitaten-Handbücher? Die meisten Menschen werden nicht gewahr, wie Ideen und Denkrichtungen, deren Ursprung Jahrtausende zurückliegt, noch heute ihren Alltag beeinflussen. Die Ideen der Philosophen haben die Welt nicht weniger verändert als die Technik. Die Wurzeln der verschiedenen Denkrichtungen, über die wir uns heute im politischen Alltag streiten, ob utopisch oder realistisch, ob links oder rechts, reichen bis zu den Philosophen der Antike zurück und viele Zusammenhänge werden einem klarer, wenn…mehr

Produktbeschreibung
Was kümmert uns Philosophie? Ist das nicht eine weltfremde Wissenschaft, bestenfalls Stoff für Zitaten-Handbücher? Die meisten Menschen werden nicht gewahr, wie Ideen und Denkrichtungen, deren Ursprung Jahrtausende zurückliegt, noch heute ihren Alltag beeinflussen. Die Ideen der Philosophen haben die Welt nicht weniger verändert als die Technik.
Die Wurzeln der verschiedenen Denkrichtungen, über die wir uns heute im politischen Alltag streiten, ob utopisch oder realistisch, ob links oder rechts, reichen bis zu den Philosophen der Antike zurück und viele Zusammenhänge werden einem klarer, wenn man diese Wurzeln kennt. Auch die Frage ob Gott existiert, ob wir glauben sollen oder zweifeln müssen, auch dieses Problem hat die Philosophen über die Jahrtausende hin beschäftigt. Und schließlich die Frage, die jeden von uns täglich berührt: Was sollen wir tun? Wie sollen wir unser Leben führen? Besonders über Moral und Ethik haben die Philosophen intensiv nachgedacht.
Was die großen Denker herausgefunden haben, ist spannend zu lesen. Keine Angst vor dem Fachjargon, er wird in diesem Buch vermieden. Jedem Philosophen ist ein abgeschlossenes Kapitel gewidmet, in dem auch seine persönlichen Lebensumstände geschildert werden, ebenso wie die geschichtliche Epoche, durch die er geprägt wurde.
  • Produktdetails
  • Olzog Edition
  • Verlag: Lau-Verlag
  • 8., überarb. Aufl.
  • Seitenzahl: 648
  • Erscheinungstermin: 27. November 2017
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 147mm x 58mm
  • Gewicht: 932g
  • ISBN-13: 9783957681232
  • ISBN-10: 3957681235
  • Artikelnr.: 41087874
Autorenporträt
Dr. Dr. Horst Poller, Jahrgang 1926, ist Verleger und Publizist.
Rezensionen

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 06.06.2006

Freunde in der Philosophie
Von Aristoteles und Jesaja bis zu Adam Smith und Hermann Hesse

Gehören nicht auch die Gedanken der philosophischen Schriftsteller, Religionsstifter, ökonomischen Ordnungstheoretiker, sogar großer Staatsmänner wie Perikles oder bedeutender Soziologen vom Range Max Webers in eine Geschichte der Philosophie? Zweifellos. Dennoch wird man sie in den meisten Philosophiegeschichten vermissen. Doch der Publizist und Verleger Horst Poller präsentiert nun eine solche weit ausgreifende Geschichte, in der auch Goethe, Schiller, Hermann Hesse oder Thomas Mann mit eigenen Kapiteln vorkommen (warum nicht auch Ernst Jünger oder Bertolt Brecht?). Die großen Propheten fehlen gleichfalls nicht (Jesus, Jesaja, Mohammed, Buddha, Konfuzius).

Den Ökonomen wird besonders erfreuen, daß einige Ordnungstheoretiker mit dabei sind: nicht nur die älteren wie Adam Smith oder David Hume, sondern auch moderne Vertreter der Sozialphilosophie wie Friedrich August von Hayek, dem Poller besonders verbunden ist, Wilhelm Röpke, Walter Eucken, Milton Friedman und sogar Ludwig Erhard, Meinhard Miegel und Elisabeth Noelle. Es ist dies eine Geschichte der Philosophen in zeitlicher Reihenfolge, nicht der Philosophie im Sinne des bekannten älteren Lehrbuchs von Wilhelm Windelband. Die Philosophen kommen nicht nur mit ihren Gedanken und Lebensansichten, sondern auch mit ihrem persönlichen Leben zur Sprache, wobei so manches mitgeteilte Detail überrascht. Auch eine kurze Skizzierung der "makrohistorischen" Lage hilft dem Verständnis auf.

Poller schreibt für ein breites Publikum. So fehlt ein gelehrter Apparat; eine nützliche Bibliographie jedoch ist beigegeben. Das Buch ist anschaulich geschrieben, mit Randglossen didaktisch gut strukturiert und so in der Tat für grundlegende Orientierung suchende Leser bestens geeignet - schon deswegen, weil besonders die Lebensbewertung und die Glücksvorstellungen der Philosophen geschildert werden, die reine Metaphysik dagegen zurücktritt. Dem Buch kommt auch zugute, daß der Autor keinen Zweifel daran läßt, wem seine Sympathie gehört. Es ist die große Linie der freiheitlichen Philosophen von Aristoteles an, während Platon und seine sozialistischen Nachfolger bis hin zur sehr kritisch bewerteten Frankfurter Schule schlechter davonkommen.

Der Autor schließt das Buch mit allgemeineren Betrachtungen über Gegenwartsprobleme - zum Thema "Freiheit und Gleichheit", "Europa und Amerika" und "Kampf der Kulturen" - sowie mit einem Abschnitt über die Suche nach dem "Glück", die in der Philosophiegeschichte eine bedeutende Rolle spielt, worin auch immer das Glück jeweils gesehen wird, mit stoischen oder epikureischen Augen. Der letzte Abschnitt unter dem Titel "Meine Freunde, die Philosophen" ist eine persönliche Danksagung des Autors an die Philosophen. Er hat dort Freunde gefunden, die ihm Mut gaben, die ihm Vorbild und Trost waren. Man finde unter ihnen eine Reihe beispielhafter Menschen, schreibt er. Poller verrät, daß ihm John Locke, Adam Smith, Edmund Burke, John Stuart Mill und Alexis de Tocqueville besonders viel bedeuten, auch der "weite Blick und Lebensmut" von Karl Jaspers sowie das "große Herz" von Viktor Frankl. Poller schließt mit der Aussicht: "Solange noch die Ideen freiheitlicher Denker wie Ludwig von Mises oder F. A. von Hayek lebendig sind, können wir hoffen, nicht im Sumpf öder Gleichmacherei zu versinken."

GERD HABERMANN.

Horst Poller: Die Philosophen und ihre Kerngedanken. Ein geschichtlicher Überblick. Olzog Verlag, München 2005, 576 Seiten, 39 Euro.

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