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Wer heute jung ist, kriegt Gänsehaut, wenn das Wort Feminismus fällt. Feminismus bedeutet Achselhaare, Kampflesben, Männerhasserinnen und schlechte Laune. Frauen können heutzutage Bundeskanzlerin werden, also wozu brauchen wir noch Feminismus? Die Antwort ist ganz einfach: Wir sind von echter Gleichberechtigung immer noch meilenweit entfernt. Solange Heidi Klum ihre dressierten Models vorführt, solange Mädchen denken, es sei wichtiger hübsch als schlau zu sein, solange die Zahl der Schönheitsoperationen weiter wächst, solange Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer - solange sind wir nicht am Ziel.…mehr

Produktbeschreibung
Wer heute jung ist, kriegt Gänsehaut, wenn das Wort Feminismus fällt. Feminismus bedeutet Achselhaare, Kampflesben, Männerhasserinnen und schlechte Laune. Frauen können heutzutage Bundeskanzlerin werden, also wozu brauchen wir noch Feminismus? Die Antwort ist ganz einfach: Wir sind von echter Gleichberechtigung immer noch meilenweit entfernt. Solange Heidi Klum ihre dressierten Models vorführt, solange Mädchen denken, es sei wichtiger hübsch als schlau zu sein, solange die Zahl der Schönheitsoperationen weiter wächst, solange Frauen für die gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer - solange sind wir nicht am Ziel.
Autorenporträt
Julia Korbik, geboren im Ruhrgebiet, studierte European Studies und Kommunikationswissenschaften in Frankreich und Deutschland. Sie arbeitete für den NDR und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung und ist heute Redakteurin bei The European, wo sie eine regelmäßige feministische Kolumne schreibt.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Julia Korbiks kleine Einführung in den zeitgenössischen Feminismus "Stand up" dürfte eine ziemlich kleine Zielgruppe haben, vermutet Alexandra Belopolsky, Frauen zwischen Sechzehn und Dreißig, die sich bereits als Feministinnen wahrnehmen und eine kapitalismuskritische Einstellung haben. Für diese hält das Buch eine Geschichte des Feminismus in Deutschland bereit, einen Einblick in die aktuellen Debatten um Körperbilder, 'typische' Weiblich- und Männlichkeit, Identität und Gewalt, fasst die Rezensentin zusammen. Das Buch liefert wenig Argumente, kommt Belopolsky wie ein Manifest vor, das weniger überzeugen als "feministische Alltagspower" freisetzen will. Auch werden Männer als potentielle Feministen weitestgehend ignoriert, die Probleme von Identitätsfestschreibungen streng nach Geschlecht getrennt behandelt und die Vielfalt feministischer Strömungen durch die Engführung auf eine kapitalismuskritische Variante unterschlagen, bedauert die Rezensentin.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 01.08.2014
Für harte Mädchen
Ein ziemlich exklusives Feminismus-Buch

Die sechsundzwanzigjährige Journalistin und Feministin Julia Korbik versucht in ihrem ersten Buch darüber aufzuklären, was Feminismus, abgesehen von seinem Image, eigentlich ist. Dabei spricht sie Stereotypen und Mythen an und stellt mehrere Themen vor, die Feministinnen heutzutage beschäftigen: Vorstellungen vom "typisch Weiblichen" und "Männlichen", Körperbilder, Gewalt gegen Frauen, Frauen in der Politik und in der Pop-Kultur. Das alles wird begleitet von knallig pink-orangefarbene Illustrationen aus feministischen Internetseiten, kurzen Interviews mit bekannten Feministinnen, Kurzbiographien von prominenten Mitgliedern der feministischen Bewegung und Lesetipps.

Auf den ersten Blick stellt sich das Buch - trotz seines Comicstils - als Fachlektüre dar. Es fasst die Geschichte des Feminismus, mit einem Schwerpunkt auf Deutschland, zusammen, bietet ein Grundwissen über Gender-Theorien an und liefert zahlreiche Daten zur Lage der Frauen in bunten Grafiken. Allerdings hat die Autorin ganz offensichtlich nicht vor, eine Diskussion über ihre Urteile in Gang zu bringen. Im Grunde handelt es sich um ein Manifest. Nach Lektüre sollen die Leser sich zum Feminismus bekennen und ihr "frisch erworbenes Wissen in feministische Alltagspower" umwandeln. Ob das Buch darum "ein Wegweiser für alle - auch für harte Jungs" ist, kann bezweifelt werden. Den harten Jungen, der sich die Devise "I love Feminism" zu eigen machte, darf man sich zwar wünschen. Sollte er existieren, würde er aber wohl nicht lange in diesem Buch lesen. Denn schon im ersten Kapitel verliert Korbik den männlichen Leser aus den Augen, indem sie die Ansprache "Junge Dame" als sexistisch bezeichnet, ohne an den analogen Spruch "Junger Mann" zu denken.

Außer im Kapitel "Männer im Feminismus" sind Männer überhaupt nur Objekte, aber nicht Adressaten des Buches. Dass beide Geschlechter von der Kosmetikindustrie bearbeitet werden, dass der sogenannten "Pinkifizierung" der Mädchen das Stereotyp entspricht, Jungs, hätten Blau zu tragen - in dem entsprechenden Kapitel umgeht Korbik diese Befunde. An ihnen aber leiden Jungs, die sich für Ballett und Puppen interessieren, genauso wie Mädchen, die gerne auf Bäume klettern und mit Autos spielen.

Nirgendwo aber macht sich die Ignoranz gegenüber dem männlichen Geschlecht so bemerkbar wie im Kapitel über das Verbrechen der Vergewaltigung - eines, das meistens gegen Frauen und fast ausschließlich von Männern begangen wird. Korbik erwähnt die existierenden Mythen, klärt aber die Leser, die damit zum ersten Mal konfrontiert werden, nicht ausreichend auf, was genau an dem Denkmuster falsch und wie er umzuwandeln ist.

So fehlt, zum Beispiel, die genaue Statistik über die nichtige Anzahl der Falschanzeigen (eine der vorgenannten unbewiesenen Aussagen). Oder, bei dem Mythos "Die Frauen sind schuld", wissenschaftliche Angaben über die tatsächlichen Gründe, die Vergewaltiger bewegen, und über Vergewaltigungen in konservativen Gesellschaften - stattdessen erfährt man über die Slutwalks, die gegen den Mythos protestieren. Oder eine befriedigende Erklärung, warum "Nein" eigentlich "Ja" bedeutet, falsch ist, anstatt einer aggressiven "Ihr. Liegt. Falsch." Feststellung . Wo man die Gelegenheit nutzen könnte, über Konsens und seine wichtige Rolle im feministischen Denken zu sprechen, widmet sich Korbik dem Sarkasmus.

Damit könnte das Buch schon wenigstens für bereits feministisch überzeugte Frauen zwischen 16 und 30 interessant sein. Das heißt allerdings nur für diejenigen, die einen Vergleich zwischen ihren Genitalien und "frischen Brötchen" nicht abstoßend finden. Und die Zielgruppe wird noch kleiner: Feministinnen, die nichts gegen den Kapitalismus haben, würden sich nämlich auch nicht wiederfinden. Im Unterkapitel "Feminismus für die Elite: Die neue F-Klasse" ordnet Korbik diese als Postfeministinnen ein. "War Neoliberalismus früher ein Wirtschaftskonzept, so ist er heute auch eine politische und kulturelle Ideologie, die die (Entscheidungs-)Freiheit des Individuums betont", schreibt Korbik. "Das Private ist privat."

Für Frauen, die solche Freiheit und Privatheit schätzen, findet Korbik, ist Feminismus nur ein "Lifestyle-Accessoire". Dass es libertäre und sogar neoliberale Feministinnen gibt - und es gibt sie -, möchte Korbik nicht wahrnehmen. Dass viele unterschiedliche Arten von Feminismus existieren und man nicht in jeder Frage übereinstimmen muss, bleibt hier insofern ein reines Lippenbekenntnis.

ALEXANDRA BELOPOLSKY

Julia Korbik: "Stand Up". Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene.

Rogner & Bernhard Verlag, Berlin 2014. 416 S., Abb., br., 22,95 [Euro].

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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