Tausendundeine Nacht (MP3-Download) - Ott, Claudia
-29%
24,95
Statt 34,95**
24,95
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Sofort per Download lieferbar
Statt 34,95**
ab 6,95
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Abo-Download
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum Hörbuch-Abo
Statt 34,95**
24,95
Alle Preise in Euro, inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum verschenken
Als Download kaufen
Statt 34,95**
-29%
24,95
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
Statt 34,95**
ab 6,95
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Abo-Download
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum Hörbuch-Abo
Jetzt verschenken
Statt 34,95**
-29%
24,95
Preis in Euro, inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum verschenken
12 °P sammeln

    Hörbuch-Download MP3

1 Kundenbewertung

Ein Werk, das weit über den arabischen Sprachraum hinausreicht, ist neu zu entdecken. Die bunte Welt der Basare, der fliegenden Teppiche, Dschinnen und Wunderlampen, der Paläste, Gärten und exotischen Köstlichkeiten, sie ist untrennbar mit den Geschichten aus Tausendundeine Nacht verbunden. Doch diese uns bislang bekannte romantisch-exotische Welt wurde in wesentlichen Teilen von Europäern erfunden. Mit dieser Hörbuch-Ausgabe liegt jetzt die arabische Originalfassung vor.Sie eröffnet einen ganz neuen und frischen Blick auf die nächtlichen Erzählungen von Schahrasad. Es gibt kaum ein Buch, das…mehr

Produktbeschreibung
Ein Werk, das weit über den arabischen Sprachraum hinausreicht, ist neu zu entdecken. Die bunte Welt der Basare, der fliegenden Teppiche, Dschinnen und Wunderlampen, der Paläste, Gärten und exotischen Köstlichkeiten, sie ist untrennbar mit den Geschichten aus Tausendundeine Nacht verbunden. Doch diese uns bislang bekannte romantisch-exotische Welt wurde in wesentlichen Teilen von Europäern erfunden. Mit dieser Hörbuch-Ausgabe liegt jetzt die arabische Originalfassung vor.Sie eröffnet einen ganz neuen und frischen Blick auf die nächtlichen Erzählungen von Schahrasad. Es gibt kaum ein Buch, das sich besser zum Vorlesen und damit als Hörbuch eignet, als die 282 erzählten Nächte der Originalfassung von Tausendundeine Nacht. Sie enden, wie die älteste erhaltene Handschrift, die der Übersetzung zugrunde liegt, mitten in der 282. Nacht, weit im Osten, auf einer Insel bei China.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hörbuch Hamburg
  • Gesamtlaufzeit: 1599 Min.
  • Erscheinungstermin: 24.09.2007
  • ISBN-13: 9783844902372
  • Artikelnr.: 33592439
Autorenporträt
Claudia Ott, Arabistin, Übersetzerin und Musikerin, gehört international zu den führenden Kennern von Tausendundeine Nacht. Sie hat in Berlin und Erlangen gelehrt und geforscht und unterrichtet jetzt an der Universität Göttingen. Ihre deutsche Erstübersetzung der bisher ältesten Handschrift von Tausendundeine Nacht, die den Anfang und die ersten 282 Nächte enthält, wurde von der Kritik gefeiert und schnell zum Bestseller (Gesamtauflage über 100.000 Exemplare). Für diese Übersetzung erhielt Ott u. a. den Johann-Friedrich-von-Cotta-Preis.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Für Reinhard Brembeck ist dieses Buch eine kleine Sensation. Denn dank Claudia Otts brillanter Übersetzung kann der Kritiker erstmals das glückliche Ende von "Tausendundeiner Nacht" in einem zusammenhängenden Text auf Deutsch lesen. Die in der 880. Nacht einsetzende, etwa um 1500 verfasste arabische Handschrift liegt seit 200 Jahren in einer öffentlichen Bibliothek im türkischen Kayseri, informiert der Rezensent, der hier neben kurzen, bisweilen "obszönen" Tier- und Menschenfabeln insbesondere die zahlreichen emanzipatorischen Passagen bewundert. Die verdiente Übersetzerin erscheint dem Kritiker in diesem Buch nicht mehr als Orientalistin, sondern geradezu als Alter Ego Schahrasads und somit als herausragende Erzählerin.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 14.05.2016
Frau Nacht
Ein gehobener Schatz: Die Arabistin Claudia Ott erzählt
zum ersten Mal das glückliche Ende von „Tausendundeiner Nacht“
VON REINHARD BREMBECK
Treffen sich zwei Steine, und es knallt. „Wer bist du?“, fragt der eine. „Ich bin du“, sagt der andere. Schahrasad, im Abendland besser als Scheherazade bekannt, ist mit ihrem Erzählmarathon in der 899. Nacht angelangt und erzählt zwischen Tierfabeln eingestreut diesen Witz vom Stein. Der Leser hätte ihn vermutlich in der finalen tausendundersten Nacht schon längst vergessen, wenn er nicht Schahrazads Umerziehungskampagne
ihres königlichen Gatten Schahriyar in
„Tausendundeiner Nacht“ auf den Punkt brächte.
  In die gleiche Richtung zielen auch die vielen emanzipatorischen Stellen dieses berühmtesten Fabulierbuchs der Welt. Einmal stellt eine Frau die Frage, warum Frauen nur einen einzigen Mann heiraten und sich auch keine Geliebten halten dürfen. „Das kommt“, sagt ihre Nachbarin, „weil alle Propheten, Heiligen, Kalifen und Kadis Männer waren. Und die haben sich die Gesetze so gemacht, wie es ihnen passt.“ Diesen Aufruf gegen das Patriarchat hat keine Frauenrechtlerin des zwanzigsten Jahrhunderts verfasst, er steht in einer vermutlich schon um 1500 aufgeschriebenen arabischen Handschrift, die seit 200 Jahren in einer kleinen öffentlichen Bibliothek im türkischen Kayseri liegt. Seit achtzig Jahren ist bekannt, dass es sich dabei um einen großen Schnipsel aus „Tausendundeiner Nacht“ handelt, aber das hatte erst mal keine Folgen.
  Denn die 152 Seiten dieser Handschrift wurden in einer völlig konfusen Reihenfolge zusammengebunden. Mittlerweile ist die Handschrift digitalisiert, die Arabistin Claudia Ott hat daraus einen fortlaufenden Text gemacht und ihn übersetzt. Der setzt in der 880. Nacht ein und erzählt ausführlich und hinreißend das glückliche Ende der schrägsten Liebesgeschichte aller Zeiten. Sie handelt davon, wie aus dem eifersüchtigen Massenmörder König Schahriyar, der pro Nacht eine Frau heiratet und sie am nächsten Tag hinrichten lässt, durch die Erzählungen der (hinter)listigen Wesirstochter Schahrasad ein liebend positiver Mensch gemacht wird. Das alles ist angewandter Feminismus, gepaart mit einem unerschütterlichen Glauben an die Macht der Literatur. Bezeichnend, dass das kein Text der Hochkultur ist, verwunderlich, dass er in der als besonders rigide verpönten islamischen Welt entstand.
  Vor zwölf Jahren hat Claudia Ott ihren Weg in die Tausendunderste Welt begonnen, mit der ersten deutschen Übersetzung jener Handschrift, die den bis heute anhaltenden Tausendundeins-Boom überhaupt erst ausgelöst hat. Kurz vor 1700 bekam der Pariser Literat François Galland eine Handschrift mit dem Anfang dieser Sammlung in die Hände, die allerdings mit der 282. Nacht mitten in einer Geschichte abbricht. So gut wie jede Geschichte wird im Verlaufe mehrerer Nächte erzählt, zudem schachteln sich in viele Geschichten eine, zwei, drei, viele andere Geschichten ein.
  Seit 300 Jahren sind die Nachtologen
also auf der unendlichen Suche nach der Fortsetzung der Galland-Handschrift, die sie bisher allerdings nicht gefunden haben. Stattdessen wurden gerade im 19. Jahrhundert die fantastischsten Vollendungen vorgelegt, bei denen die Fabulierkunst des Abend- wie des Morgenlandes sich zusammenfanden. Dazu zählt ebenfalls die heute in Deutschland bekannteste Fassung, die Enno Littmann im Insel-Verlag vorgelegt hat.
  Auch Claudia Ott gehört in die Riege dieser Handschriftenjäger. Vor sechs Jahren hat sie in der Tübinger Uni-Bibliothek eine Fortsetzung der Galland-Handschrift gesichtet, die bis in die fünfhundertundzweiundvierzigste Nacht führt und eine Version des „Umar“-Romans enthält, der von den Kämpfen zwischen den Kalifen und Bagdad berichtet. Doch diese Fortsetzung kann genauso wenig wie die Kayseri-Handschrift als Teil einer Originalfassung gelten, die es vermutlich nie gab. Seit der Titel im Jahr 1000 erstmals belegt ist, ist „Alf layla wa-lala“, so im arabischen Original, ein work in progress, an dem jede und jeder Bearbeiter und Fortsetzer herumgeschrieben, eingefügt, ausgelassen, umgestellt hat. Das wird auch so bleiben. Nur eines ändert sich in all diesen „Alf“-Fassungen nicht: Es bleibt ein durch und durch alltagsrealistisches, nie sich in ideale Welten flüchtendes Buch von der Überlegenheit der Frauen.
  Die jetzt von Claudia Ott ebenfalls erstmals ins Deutsche übersetzte Handschrift bietet vier große Teile. Den Auftakt machen kurze Tier- und Menschenfabeln, oft so skurril und obszön derb, mit eingestreuten Witzen, immer lebensklug: „Wer Vertreibung erlebt hat, kennt sich besser aus mit den Dingen und kann auch Worte besser beurteilen.“
  Claudia Otts Sprache ist seit ihrem Erstling eleganter, flüssiger geworden, sie hat die Orientalistin restlos abgestreift und ist endgültig zum Alter Ego Schahrasads und damit zu einer großen Erzählerin deutscher Sprache geworden. Weshalb dann auch die folgenden Erzählungen des Wesirs ein riesiges Vergnügen sind, erzählt der doch, nicht anders als Schahrasad, Nacht um Nacht seinem König Geschichten, um seiner Hinrichtung zu entgehen.
  Ähnlich doppeldeutig dann die sechzehn Stories der Offiziere des Sultans Baybars, die frech mit der wahren Geschichte von Schahriyar und Schahrasad enden. Jetzt ist das Happy End nicht mehr aufzuhalten. Und weil der König regelmäßig vor dem Erzählen „seine Lust an seiner Gattin Schahrasad gestillt hatte, bis er fertig war“, sind naturgemäß auch schon drei gemeinsame Kinder zu bestaunen.
  Claudia Ott zitiert im Nachwort einen alten Aberglauben, demzufolge derjenige, der bis zum Ende von „Tausendundeiner Nacht“ vordringt, von einem Unglück heimgesucht werden wird. Schahrasad scheint dieses Unglück geradezu heraufzubeschwören, wenn sie in der allerletzten Erzählung, „Das Lustschlösschen“, explizit von den Tücken der Weiber im Umgang mit den Männern erzählt. Es ist dies die Nagelprobe, mit der sie, die Listige, herauszufinden sucht, ob König Schahriyar jetzt tatsächlich von seinem Frauen- und damit Weltbild kuriert ist. Schahrasad hat in der Kayseri-Handschrift Glück, sie überlebt. Anders als bei Edgar Allan Poe. In dessen vor Ironie triefendem Text „Die Tausendundzweite Erzählung der Scheherazade“ setzt die Heldin ihr Erzählen fort, aber mit einer derart faden Geschichte, dass dem König nichts anderes übrig bleibt, als sie hinrichten zu lassen.
Tausendundeine Nacht. Das glückliche Ende. Nach der Handschrift der Raşit-Efendi-Bibliothek Kayseri erstmals ins Deutsche übertragen von Claudia Ott. Mit Kalligraphien von Mustafa Emary. C. H. Beck Verlag, München 2016. 427 Seiten, 24,95 Euro. E-Book 19,99 Euro.
Dank der Erzählungen wird aus
dem mörderischen König
Schahriyar ein liebender Mensch
1001 Puzzle
In einer Bibliothek im
türkischen Kayseri liegt
das alte Manuskript
in wirrer Unordnung
Die Kahramana-Statue in Bagdad, an einem der berühmtesten Plätze der Stadt. Sie hält die Erinnerung präsent an die tapfere Magd, die mit heißem Öl die vierzig versteckten Räuber Ali Babas in ihren Tonkrügen tötete.
Foto: AFP/SABAH ARAR
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr
"Erzählt ausführlich und hinreißend das glückliche Ende der schrägsten Liebesgeschichte aller Zeiten."
Reinhard Brembeck, Süddeutsche Zeitung, 14. Mai 2016

"Die schöne Ausstattung durch den Verlag C.H.Beck erinnert uns wieder einmal daran, was Bücher sein können; man möchte das 'glückliche Ende' in seiner Bibliothek (...) nicht mehr missen".
Alfred Messerli, NZZ, 24. April 2016