-7%
11,99 €
Statt 12,95 €**
11,99 €
inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Sofort per Download lieferbar
Statt 12,95 €**
ab 6,95 €
inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Abo-Download
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum Hörbuch-Abo
Statt 12,95 €**
11,99 €
inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum verschenken
Als Download kaufen
Statt 12,95 €**
-7%
11,99 €
inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Sofort per Download lieferbar
Abo Download
Statt 12,95 €**
ab 6,95 €
inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Abo-Download
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum Hörbuch-Abo
Jetzt verschenken
Statt 12,95 €**
-7%
11,99 €
inkl. MwSt.
**Früherer Preis
Sofort per Download lieferbar

Alle Infos zum verschenken
6 °P sammeln

    Hörbuch-Download MP3

"In Trier ist die Intelligenz nicht zuhause ..." "Bremen verabscheute ich vom ersten Moment an, es ist eine kleinbürgerliche, unzumutbar sterile Stadt ..." "Gibt es denn in Augsburg überhaupt einen Arzt / einen Rheumaspezialisten / in diesem muffigen verabscheuungswürdigen Nest / In dieser Lechkloake?" ... Ohne Zweifel: Thomas Bernhard war nicht nur ein großartiger Schriftsteller, er war auch ein großartiger Städtebeschimpfer. Eine Kunst, die er mit Leidenschaft und Verve pflegte: Da wurden Berlin genauso die Leviten gelesen wie Wien, er wetterte über Bremen genauso wie über Bad Gastein. Immer…mehr

Produktbeschreibung
"In Trier ist die Intelligenz nicht zuhause ..." "Bremen verabscheute ich vom ersten Moment an, es ist eine kleinbürgerliche, unzumutbar sterile Stadt ..." "Gibt es denn in Augsburg überhaupt einen Arzt / einen Rheumaspezialisten / in diesem muffigen verabscheuungswürdigen Nest / In dieser Lechkloake?" ... Ohne Zweifel: Thomas Bernhard war nicht nur ein großartiger Schriftsteller, er war auch ein großartiger Städtebeschimpfer. Eine Kunst, die er mit Leidenschaft und Verve pflegte: Da wurden Berlin genauso die Leviten gelesen wie Wien, er wetterte über Bremen genauso wie über Bad Gastein. Immer sprachlich brilliant und dem Hörer insgeheim aus dem Herzen sprechend. Gelesen von Peter Simonischek und Michael König. (Laufzeit: 3h 8)

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in B, A, D, I, NL ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Der Hörverlag
  • Gesamtlaufzeit: 187 Min.
  • Erscheinungstermin: 09.03.2018
  • ISBN-13: 9783844528657
  • Artikelnr.: 51221300
Autorenporträt
Thomas Bernhard (1931-1989) war einer der bekanntesten österreichischen Erzähler des zwanzigsten Jahrhunderts. Er wuchs in Wien und in Seekirchen am Wallersee auf, wurde für kurze Zeit in ein Heim für schwer Erziehbare geschickt, brach seine Schulausbildung ab und wurde Kaufmannsgehilfe. 1947-48 arbeitete er als Lehrling. Dabei zog er sich eine Lungenentzündung zu, die sich zur Tuberkulose ausweitete. Er verbrachte die nächsten beiden Jahre in verschiedenen Krankenhäusern. Nach seiner Genesung wurde er Gerichtsreporter. Er studierte Gesang und veröffentlichte erste Texte. Der Durchbruch als Romanautor gelang ihm 1963 mit "Frost", weitere Romane folgten. Auch als Dramenautor machte sich Bernhard einen Namen. Ab 1965 lebte er in Wien und auf einem oberösterreichischen Gutshof. 1984 kam es zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung wegen seines Romans "Holzfällen".1970 wurde Thomas Bernhard mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 13.03.2018

Provinz, wohin
man sieht
Simonischek und König lesen
Bernhards Städtebeschimpfungen
Thomas Bernhard hat die Schimpftirade über Menschen, Städte, Institutionen zur Kunstform erhoben. Wenn er seine Figuren, etwa den Theatermacher Bruscon, sich in die allerhöchste Erregung hineinmonologisieren lässt, dann besitzt das Rhythmus und Musikalität. Genauso wie seine persönlichen Verlautbarungen, sprich die zahllosen Leserbriefe, Reden und Zeitungsartikel, die alle als Fortführung des eigentlichen Werks mit den gleichen (stilistischen) Mitteln anzusehen sind.
Insofern ist es nur folgerichtig, dass die von Raimund Fellinger 2016 für den Suhrkamp Verlag zusammengestellten „Städtebeschimpfungen“, die Drama, Prosa und öffentliche Äußerungen Bernhards vereinen, nun als Lesung vorliegen. Den virtuosen Übertreibungskünstler, der uns hier präsentiert wird, muss man hören. Von A wie Altaussee über O wie Oslo bis W wie Wien, ob Kaff oder Metropole, die provinzielle Kleingeisteshaltung ist dieselbe. „Salzburg Gmunden Altaussee, das sind nichts als Nazinester“. „Ganz zu schweigen von Oslo, enervierend“. „Wien ist eine fürchterliche Genievernichtungsmaschine“.
Peter Simonischek ist versierter Bernhard-Interpret. Gemeinsam mit Gert Voss hat er schon dessen Briefwechsel mit Siegfried Unseld hochnotkomisch eingelesen. Diesmal steht ihm Michael König zur Seite. Hier österreichisches Timbre, dort Münchner Zungenschlag. Bernhards wohlkalkulierte Lust an der Provokation führte zu Skandalen auch außerhalb Österreichs. Einer der bekanntesten nahm seinen Lauf nach der Salzburger Uraufführung von „Die Macht der Gewohnheit“. In dieser Komödie malt der Zirkusdirektor Caribaldi nicht nur unzählige Male das Menetekel „Morgen in Augsburg“ an die Wand, sondern schiebt ein paar Bosheiten über die Fuggerstadt hinterher. Allen voran „Lechkloake“.
Ganz Augsburg stand damals Kopf. Raimund Fellinger hatte für sein Buch neben Stückauszügen fast alle Dokumente rund um den Skandal aufgeführt. Im Hörbuch werden diese von König nun nüchtern, aber durchaus mit ironischem Unterton gelesen, während Simonischek in die Rolle Caribaldis schlüpft, die hier leicht gekürzt wurde. Herrlich allein schon sein verächtlich hingeworfenes „muffig“ oder die scharf vorgetragene Zurechtweisung: „Es heißt nicht Forellenquartett, es heißt Forellenquintett“.
Letztere ist ein schönes Beispiel für das philosophische Lachprogramm des Thomas Bernhard im Angesicht des Todes. Die Tragödie wird zur Komödie. Und in der Tat muss man beim Hören nicht selten spontan auflachen, und manchmal scheint es, als müssten auch die Sprecher an sich halten, um nicht loszuprusten. Aus der Komödie wird jedoch zunehmend wieder eine Tragödie. Vor dem Hintergrund eines überall aufkeimenden Nationalismus werden Bernhards Texte gerade wieder hochaktuell. In dem der Stadt Traunstein gewidmeten „Maiandacht. Ein Volksstück als wahre Begebenheit“ sind die Sündenböcke schnell gefunden: „A so a Gsindl/da schaugn s a nu eina de Türkn/aso a Gsindl a gräusligs/Dö fressn uns alles weg/Tan nix und fressn uns alles weg.“ Wer hier gegenwärtige Stimmungen assoziiert, liegt nicht falsch.
FLORIAN WELLE
„A so a Gsindl … aso a
Gsindl a gräusligs …“
Thomas Bernhard:
Städtebeschimpfungen. Gelesen von Peter
Simonischek und
Michael König. 3 CDs, ca. 188 Min. Der Hörverlag, München 2018. 18 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr
"Ein kleiner, gemeiner, herrlicher Band."
Johanna Adorján, Süddeutsche Zeitung 17.12.2016