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Wozu brauchen Söhne Väter? Und wie kommt ein Junge damit zurecht, dass er keinen Vater hat? Oder dass er einen hat, der sich nicht für ihn interessiert, von ihm getrennt lebt, ihm unerfüllbare Aufträge mit auf den Lebensweg gibt? Aus psychoanalytischer Perspektive konzipiert der Autor eine Entwicklungspsychologie der Vater-Sohn- Beziehung. Er schildert die zentralen Entwicklungsstationen der Vater-Sohn-Beziehung von der Geburt bis ins hohe Alter. Dabei stellt er empirische entwicklungspsychologische Befunde zusammen und beleuchtet sie kritisch. Psychoanalytische Interviews mit vaterlosen…mehr

Produktbeschreibung
Wozu brauchen Söhne Väter? Und wie kommt ein Junge damit zurecht, dass er keinen Vater hat? Oder dass er einen hat, der sich nicht für ihn interessiert, von ihm getrennt lebt, ihm unerfüllbare Aufträge mit auf den Lebensweg gibt?
Aus psychoanalytischer Perspektive konzipiert der Autor eine Entwicklungspsychologie der Vater-Sohn- Beziehung. Er schildert die zentralen Entwicklungsstationen der Vater-Sohn-Beziehung von der Geburt bis ins hohe Alter. Dabei stellt er empirische entwicklungspsychologische Befunde zusammen und beleuchtet sie kritisch. Psychoanalytische Interviews mit vaterlosen Söhnen aller Altersstufen veranschaulichen die individuellen Folgen von Vaterlosigkeit auf lebendige Art. Ein Blick auf die "vaterlose Gesellschaft" des 21. Jahrhunderts rundet das Buch ab.
Zielgruppe:
- PsychoanalytikerInnen
- Entwicklungspsychologen
- Betroffene
  • Produktdetails
  • Fachbuch
  • Verlag: Klett-Cotta
  • 2., bearb. Aufl.
  • Seitenzahl: 253
  • Erscheinungstermin: September 2010
  • Deutsch
  • Abmessung: 231mm x 156mm x 25mm
  • Gewicht: 435g
  • ISBN-13: 9783608946581
  • ISBN-10: 3608946586
  • Artikelnr.: 29747350
Autorenporträt
Lothar Schon, Dr. phil., Dipl. Psych., ist Psychoanalytiker in eigener Praxis in München. Er ist Dozent für psychoanalytische Entwicklungspsychologie und Krankheitslehre an verschiedenen psychotherapeutischen und psychoanalytischen Ausbildungsinstituten.
Inhaltsangabe
Einleitung 11
Erster Teil: Vater und Sohn - eine Beziehung fürs Leben? 15
1 Sehnsucht nach dem Sohn: Phantasien über den ungeborenen Sprössling 19
Die Umkehrung der Vater-Sohn-Beziehung 20
Die Erweiterung und das Überleben des eigenen Selbst 21
Der Wunsch nach einem Sohn als Ausdruck homosexueller Strebungen 23
Angst vor dem Sohn 24
2 Väter am Wickeltisch: Konkurrenz mit den Müttern oder primäre
Väterlichkeit? 25
Die früheste Vater-Kind-Beziehung 25
Die Bedeutung der frühesten Beziehung zwischen Vater und Sohn 31
Umgang mit dem männlichen Säugling 32
Vorläufer einer männlichen Geschlechtsidentität 33
3 Zweites und drittes Lebensjahr: Befreier oder Störenfried? 36
Der Vater als "Befreier" 40
Der Vater als Störenfried und Rivale 42
Der Vater als "einer, der so ist wie ich" 43
Die Rolle der Mutter für die Beziehung zwischen Vater und Sohn und die drei Dimensionen der Vaterschaft 44
4 Viertes bis sechstes Lebensjahr: Hetero- und Homosexuelles zwischen Vater und Sohn 47
Der gegengeschlechtliche Dreieckskonflikt 47
Der gleichgeschlechtliche Dreieckskonflikt 50 Rivalität und Liebe: Bedeutung des ödipalen Vaters und Ergebnisse des vollständigen Dreieckskonflikts 53
5 Zwischen Schulbeginn und Pubertät: Väterliche Rückendeckung erwünscht! 57
6 Ein Sturm kommt auf: Symbolischer Vatermord in der Adoleszenz 61
Ent-Idealisierung des Vaters: Anfang oder Ende? 62
Überlegungen zum homosexuellen Begehren des Sohnes 64
Der Sohn als ebenbürtiger Rivale 68
7 Väter und erwachsene Söhne 70
Übergang ins junge Erwachsenenalter 70
Übergang zur Vaterschaft 72
Das mittlere Erwachsenenalter 73
Der Tod des Vaters 74
8 Die Bedeutung des Vaters in unterschiedlichen Entwicklungsphasen 76
Zweiter Teil: Sohn ohne Vater - ein Mangel fürs Leben? 77
9 Allein mit der Mutter 82
Familie B. 83
George (4 Jahre): Der kleine Ritter 91
Pierre (3 Jahre): Einer, der Ritter und Piraten versenkt 99
10 Geschlechtsidentität und Entwicklung der Sexualität 107
Peter (49 Jahre): Eine Nische in Neapel 111
11 Aggression und Vaterhunger 135
Familie A 139
Janosch (5 Jahre): Ein Spiel mit dem Feuer 146
David (7 Jahre): Der Rebell im schwarzen T-Shirt 154
12 Vaterlosigkeit als narzisstische Wunde 158
Alexander (41 Jahre): Meinem Vater verzeihe ich alles! 159
13 Entwicklung des Gewissens 179
Werner (56 Jahre): Der Vertriebene 182
14 Das Bild des abwesenden Vaters und die Suche des Sohnes nach dem Vater 206
Sascha (21 Jahre): An den Vater lass' ich keinen 'ran 208
15 Zusammenfassung und allgemeine Trends 230
Dritter Teil: Die Abschaffung der Väter als gesellschaftliches Phänomen 233
16 Die Enttäuschung der Massen am Vaterprinzip im Ersten Weltkrieg 235
17 Die vaterlose Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg 238
18 Bestandsaufnahme der vaterlosen Gesellschaft nach der Jahrtausendwende 241
Literatur 245
Angaben zum Autor 254
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Tilman Moser, selbst Schriftsteller und Analytiker, stellt ein tiefenpsychologisch orientiertes Buch vor, das durch Interviews und in gründlich recherchierten Einzelfällen (statt Reihenbefragung und Statistiken) dem Gefühl des Vaterverlustes nachspürt. Seine Befunde: zunächst mal kommt es darauf an, wie oder warum der Vater ausfällt. Ein toter Vater lässt sich idealisieren, resümiert Moser, während der noch lebende, aber im Streit geschiedene Vater im Kind große Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle auslöse. Häufiger vermittelten auch die Mütter ein negatives Vaterbild, je nachdem wie sie in der Beziehung gelitten hätten, in jedem Fall sei ihr Männerbild entscheidend für den Umgang mit dem Verlust. Dieser könne ebenfalls eher aufgefangen werden, wenn eine andere männliche Vertrauensperson erreichbar sei. Las sich das Buch für Moser über die ersten hundert Seiten etwas umständlich, da der Autor zuviel andere Autoren referiert, gewinnt das Buch für den Rezensenten schließlich bei den Fallgeschichten, die sachkundig und einfühlsam geschildert seien.

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