Silas Marner - Eliot, George
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The novel is set in the early years of the 19th century. Silas Marner, a weaver, is a member of a small Calvinist congregation in Lantern Yard, a slum street in Northern England. He is falsely accused of stealing the congregation's funds while watching over the very ill deacon. Two clues are given against Silas: a pocket knife, and the discovery in his own house of the bag formerly containing the money. There is the strong suggestion that Silas' best friend, William Dane, has framed him, since Silas had lent his pocket knife to William shortly before the crime was committed. Silas is…mehr

Produktbeschreibung
The novel is set in the early years of the 19th century. Silas Marner, a weaver, is a member of a small Calvinist congregation in Lantern Yard, a slum street in Northern England. He is falsely accused of stealing the congregation's funds while watching over the very ill deacon. Two clues are given against Silas: a pocket knife, and the discovery in his own house of the bag formerly containing the money. There is the strong suggestion that Silas' best friend, William Dane, has framed him, since Silas had lent his pocket knife to William shortly before the crime was committed. Silas is proclaimed guilty, however, after a drawing of lots. The woman Silas was to marry breaks their engagement and instead marries William. With his life shattered and his heart broken, Silas leaves Lantern Yard and the city for a rural area where he is unknown.
  • Produktdetails
  • Verlag: Blurb
  • Seitenzahl: 240
  • Erscheinungstermin: 9. Januar 2019
  • Englisch
  • Abmessung: 235mm x 157mm x 17mm
  • Gewicht: 506g
  • ISBN-13: 9781388917791
  • ISBN-10: 1388917793
  • Artikelnr.: 51258919
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 05.11.2019

NEUE TASCHENBÜCHER
Leim und Liebe – George Eliots
bewegender Roman „Silas Marner“
Es ist, als drehten Mühlräder sich im Kopf von Mr. Macey, dem Küster des englischen Dorfes Raveloe. Da erzählt er von einer Hochzeit, der Männerrunde im Wirtshaus Rainbow, wo allabendlich die kleinsten Probleme besprochen werden und auch ein paar gewichtige, ohne dass es einen Unterschied gäbe dazwischen oder einen Übergang. Die Mühlsteine setzten sich in Bewegung nach einem Lapsus des Pfarrers bei einer Hochzeit: „Willst du diesen Mann zu deinem rechtmäßig angetrauten Eheweib nehmen?“, hatte er gefragt, und darauf fragte sich Mr. Macey, ob diese Trauung denn nun gültig sei. Was der Leim sei, der eine Ehe zusammenhält: „Macht’s jetzt der Sinn oder machen’s die Worte, dass zwei Leute verheiratet sind?“ Sein und Schein, innere und äußere Beziehung: dörfliche Debattenkultur Mitte des 19. Jahrhunderts.
Dann aber tritt Silas Marner in die Wirtsstube, und der hat ein schreckliches Problem, sein Geld ist weg, das er zusammensparte in jahrelanger Arbeit. Silas Marner ist ein Außenseiter, ein Loser, in seiner Jugend wurde er verjagt aus der Kirche vom Lantern Yard – ein falscher Verdacht, der Verrat eines Freundes, Verbitterung, Einsamkeit. Nur die zwei Beutel Goldguineen sind ihm Lebensinhalt.
Die Geschichte des Silas Marner ist ein großer intimer Roman der Erzählerin George Eliot – am 22. November ist ihr 200. Geburtstag –, bodenständig, ohne Pathos und Larmoyanz erzählt, mit Lust an Verzettelung im Detail, die ganz natürlich ins Komische wechselt. Manchmal erlebt Silas Marner Momente der Geistesabwesenheit, in denen aber Entscheidendes passiert – der „Zauberstab der Katalepsie“, moderne Form der Fatalität. Ein zweijähriges mutterloses Mädchen taucht bei ihm auf, dem er Vater werden kann, das, anstelle der Guineen, nun Mittelpunkt seines Lebens ist.
Was die Heirat des Mr. Macey angeht: Unsinn, hat später in der Sakristei der Pfarrer gesagt, „es kommt weder auf den Sinn an noch auf die Worte – es kommt aufs Heiratsregister an – das ist der Leim“. FRITZ GÖTTLER
George Eliot: Silas Marner. Der Weber von Raveloe. Roman. Aus dem Englischen von Elke Link und Sabine Roth. dtv, München 2019. 239 Seiten, 11,90 Euro.
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