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Das apokalyptische Finale des »Dritten Reiches« In der Endphase des Zweiten Weltkriegs glich das Leben in Deutschland einem Albtraum, die Städte lagen in Trümmern, Millionen von Menschen waren tot. Warum kämpften die Deutschen bis zum bitteren Ende weiter? Ian Kershaw schildert die letzten Monate des »Dritten Reichs«, vom Attentat auf Hitler im Juli 1944 bis zur Kapitulation im Mai 1945, und zeichnet dabei meisterhaft das Räderwerk nach, das das nationalsozialistische Herrschaftssystem bis zum Schluss in Gang hielt. Das »Dritte Reich« kämpfte nicht nur bis zum bitteren Ende, bis zur totalen…mehr

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Produktbeschreibung
Das apokalyptische Finale des »Dritten Reiches« In der Endphase des Zweiten Weltkriegs glich das Leben in Deutschland einem Albtraum, die Städte lagen in Trümmern, Millionen von Menschen waren tot. Warum kämpften die Deutschen bis zum bitteren Ende weiter? Ian Kershaw schildert die letzten Monate des »Dritten Reichs«, vom Attentat auf Hitler im Juli 1944 bis zur Kapitulation im Mai 1945, und zeichnet dabei meisterhaft das Räderwerk nach, das das nationalsozialistische Herrschaftssystem bis zum Schluss in Gang hielt. Das »Dritte Reich« kämpfte nicht nur bis zum bitteren Ende, bis zur totalen Niederlage, es funktionierte auch bis zum Schluss. Bis die Rote Armee vor den Pforten der Reichskanzlei stand, wurde die öffentliche Ordnung in Deutschland, das täglich ein Stück mehr unter alliierte Besatzung geriet, weitgehend aufrechterhalten. Löhne wurden gezahlt und die Verwaltung arbeitete - wenngleich unter großen Schwierigkeiten - weiter. Aber warum war das so? Zentral bei der Frage nach Antworten, warum das Regime so lange durchhalten konnte, sind die Strukturen von Hitlers Herrschaft und die Mentalitäten, die sie untermauerten.

Dieser Download kann aus rechtlichen Gründen nur mit Rechnungsadresse in A, B, BG, CY, CZ, D, DK, EW, E, FIN, F, GB, GR, HR, H, IRL, I, LT, L, LR, M, NL, PL, P, R, S, SLO, SK ausgeliefert werden.

  • Produktdetails
  • Verlag: Random House ebook
  • Seitenzahl: 704
  • Erscheinungstermin: 16.09.2014
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783641128098
  • Artikelnr.: 41460483
Autorenporträt
Kershaw, Ian
Ian Kershaw, geboren 1943, war bis zu seiner Emeritierung Professor für Modern History an der University of Sheffield und zählt zu den bedeutendsten Historikern der Gegenwart. Seine große zweibändige Biographie Adolf Hitlers gilt als Meisterwerk der modernen Geschichtsschreibung. Bei Pantheon sind zuletzt erschienen »Hitler. 1889-1945« (2009), »Wendepunkte. Schlüsselentscheidungen im Zweiten Weltkrieg« (2010) und »Das Ende« (2013).
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Die Mehrheit der Deutschen war bis zum bitteren Ende davon überzeugt, dass Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewinnen würde. Eine große Rolle spielte Hitlers charismatische Herrschaft. Kershaw stellt dies sehr detailliert dar und beleuchtet dabei schwerpunktmäßig die Jahre 1944/45. Leider verzichtet der Autor vollständig auf Fotografien. Auch neigt er zu Wiederholungen.

Eine Besonderheit bietet die Hörbuchfassung: enthalten sind hier nicht nur Auszüge aus dem Buch, die Kershaw mit Kommentaren und Analysen und anreichert, sondern auch O-Töne aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Da es sich hierbei also nicht um eine einfache Vertonung des Buches handelt, sondern um ein Feature, das weiterführende Informationen bietet, lohnt es sich diese Hörbuchfassung als Ergänzung zu kaufen.

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 28.11.2011

Nicht bis zum Ende hinter Hitler gestanden
Für die kriegsmüde deutsche Bevölkerung waren auch NSDAP und Wehrmacht eine gefährliche Bedrohung

"Ist denn niemand da, der dem Wahnsinnigen in den Arm fällt und Einhalt gebietet?", notierte sich ein Leutnant am 6. April 1945 an der mittlerweile rechtsrheinisch verlaufenden Westfront. "Sind das noch Generale? Schleimscheißer sind es, feige Memmen." Dieser Aufschrei während des ungebremsten Abschnurrens des Hitler-Systems bis zur totalen Selbstzerstörung des Vaterlands deckt sich in etwa mit dem historischen Urteil ein Menschenalter später.

Seit den achtziger Jahren sind eine Fülle von Arbeiten zum Kriegsende 1944/45 entstanden, doch erst jetzt halten wir eine Gesamtdarstellung in Händen, die diesem weltgeschichtlichen Vorgang gerecht wird. Es ist wahrscheinlich das beste Buch des besten Kenners des Nationalsozialismus, denn Ian Kershaw gibt in seinem Werk eine sorgfältig erarbeitete und alle Gegebenheiten von Belang abwägende Antwort auf die Frage, weshalb "das Regime, das auf allen Seiten zerrissen wurde, weiter operieren konnte, bis die Rote Armee vor der Reichskanzlei stand".

Kershaw konzentriert sich auf das Dreivierteljahr zwischen Sommer 1944 und der bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 1945 - als nach Stauffenbergs gescheitertem Attentat auf Hitler die Wehrmacht die gewaltigsten Niederlagen der Militärgeschichte einsteckte und Deutschland Zug um Zug von den Armeen der Anti-Hitler-Koalition erobert wurde. In diesen Monaten starben mehr deutsche Soldaten und Zivilisten als in den fünf Kriegsjahren zuvor; allein in Königsberg 70000. Die Städte, auf die von da an 60 Prozent der gesamten Bombenlast herabzuregnen begann, sanken endgültig in Schutt und Asche. Die militärische Eroberung ruinierte die Infrastruktur. Die panisch fliehenden Menschen aus dem Osten des Deutschen Reiches mussten die entsetzlichsten Rache-Orgien der Roten Armee über sich ergehen lassen und starben zu Hunderttausenden in Eis und Schnee.

In Kershaws anschaulichem und tief berührendem analytischem Gemälde werden die Gründe sichtbar, weshalb die Selbstzerstörung erst mit dem Selbstmord Hitlers gestoppt werden konnte. Dazu verknüpft der Autor die Strukturmerkmale der NS-Herrschaft jeweils mit den Einstellungen, die auf allen Ebenen von Führung und Bevölkerung anzutreffen sind. Die knapp dargelegten militärischen Operationen bilden den Rahmen dazu. Da allein die hohe Generalität über die Machtmittel verfügte, den Amoklauf des Regimes zu stoppen, schreibt Kershaw ihr eine Hauptverantwortung für den vollkommen sinnlos gewordenen Kampf bis zum Ende zu. In ihrer "völlig verqueren Pflichtauffassung" und Eidestreue zu Hitler (die mindestens so sehr Alibi wie Motivation für das "Verheizen" von Millionen war) übersahen die Militärs geflissentlich, dass Treue eine Beziehung ist, die beide Seiten verpflichtet. Das erlaubte es dem Gros dieser angeblich unpolitischen Nur-Soldaten, "politische Verantwortung zu verweigern", als die Not des Landes am größten war.

Seit Sommer 1944 konnte rationales Kalkül nicht mehr zu dem Schluss führen, Deutschland werde die inzwischen beinahe 50 Staaten umfassende Allianz wenigstens zu einem Patt zwingen können. Bereits ein Jahr zuvor konnte jeder erkennen, dass noch so große Tapferkeit gegenüber dem riesigen Potential des Gegners nicht ins Gewicht fiel. Freilich, die militärische Führung war tief gespalten in Pragmatiker und Fanatiker, nach dem 20. Juli 1944 unter verschärfter Kuratel und als Kollektiv mit so 150-prozentig Führertreuen wie Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel und Großadmiral Karl Dönitz an der Spitze handlungsunfähig.

Die einfachen Soldaten, bei denen sich aus kameradschaftlicher Bindung noch eine gewisse Kampfmotivation ergab, waren in der Endphase einem regelrechten Terrorregime ausgesetzt, dem sie sich mit viel Mut und Glück allenfalls durch Fahnenflucht entziehen konnten. 20000 Mann brachte allein die rasende Militärjustiz zu Tode; im Ersten Weltkrieg traf es nur 48 deutsche und 40 britische Armeeangehörige. Völlig anders als im Westen rührte die Bereitschaft zur Fortführung des Kampfes im Osten auch davon her, die Bevölkerung vor der Roten Armee schützen und keinesfalls in russische Gefangenschaft geraten zu wollen - aber auch von der Erinnerung an das eigene Wüten in der Sowjetunion, das nun zur Abrechnung anstand.

Übrigbleiben, Überleben lautete für die meisten Deutschen das innere Leitmotiv im letzten Kriegsjahr. Für die breite Bevölkerung gilt das trotz pflichtschuldig zur Schau gestellter Loyalitätsfassade ebenso. Kershaw stellt zutreffend fest, dass die aufs Äußerste strapazierten Menschen keineswegs eine "Volksgemeinschaft" bildeten und trotz des Trommelfeuers Goebbelscher Durchhaltepropaganda "nicht bis zum Ende hinter Hitler und dem NS-Regime gestanden haben". Die Parteibonzen, die den Bürger zum Selbstopfer aufforderten und sich beim Einrücken des Feindes dann aus dem Staube machten, waren längst zu Objekten von Hass, Verachtung und heimlichem Spott geworden. Ganze zwei der 43 Gauleiter starben mit der Waffe in der Hand.

Die breite Abwendung vom Regime, die mit Tausenden lokaler Koalitionen zur Verhinderung sinnloser Zerstörung einherging, mündete jedoch ebenso wenig wie bei den Soldaten in eine offene Wendung gegen das Regime. Dazu war der Griff der Gauleiter, Kreisleiter und Ortsgruppenleiter der inzwischen mit allen Vollmachten ausgestatteten und ideologisch revitalisierten NSDAP - von den Desperados der SS nicht zu reden - viel zu hart, der Staatsterrorismus, der an der Heimatfront zu einer veritablen Ära des Aufhängens und Totschießens führte, viel zu scharf. Für die kriegsmüde Bevölkerung waren Partei und Wehrmacht jetzt eine gefährliche Bedrohung.

Die NSDAP hielt jenseits der militärischen Sphäre den gesamten organisatorischen Raum einschließlich der in "gedankenloser Loyalität" weiter funktionierenden Verwaltung besetzt. Über den militärisch wertlosen Volkssturm stand die ganze männliche Bevölkerung seit Herbst 1944 unter militärischer Disziplinargewalt. Gerichte mutierten zu Vernichtungsinstrumenten in juristischer Drapierung und erreichten den Höhepunkt ihrer tödlichen Produktivität.

Kershaw führt auch vor Augen, wie das Quadrumvirat Bormann, Goebbels, Himmler und Speer die Machtstrukturen des NS-Regimes bis zuletzt aufrechterhielt. Im inneren Zirkel der Macht waren alle nach wie vor von der ungebrochenen Autorität Hitlers abhängig, der darauf hinzuweisen pflegte, das deutsche Volk habe den Untergang verdient, da es sich in diesem Ringen als die schwächere Rasse erwiesen habe. Der über zwei Jahrzehnte aufgebaute Nimbus des unfehlbaren "Führers" blieb bei den loyalen Spitzen des Staats- und Parteiapparats und der Wehrmacht bis zum Schluss wirksam, die extreme Personalisierung seiner Macht in dem ansonsten stark zersplitterten Machtsystem unangefochten.

Hitlers Dogma war immer gewesen, in Deutschland kein zweites 1918 zuzulassen: "Weltmacht oder Untergang". Die Forderung nach bedingungsloser Kapitulation war für ihn deshalb irrelevant. Für den Diktator, seine engsten Gefolgsleute und die Lenker der Mordmaschinerie gab es ohnehin keine Zukunft. Sie hatten die Brücken hinter sich abgebrochen. Kershaw zieht diese Schlussfolgerung nicht explizit, aber der bis zuletzt aufrechterhaltene Kampf war für die NS-Spitze auch eine ganz ordinäre persönliche Strategie, das eigene Ende um ein paar Monate hinauszuzögern.

Für die fulminante Geschichtserzählung Kershaws wäre der Rückgriff auf das überstrapazierte Modell der charismatischen Herrschaft nicht nötig gewesen, weil es in einem modernen Industriestaat kein unmittelbar wirkendes persönliches Charisma geben und das Hitler-Regime daher nicht einfach als charismatische Herrschaft eingestuft werden kann. Der Autor, dessen Analyse ein einziges Dementi solcher simplen Vorstellungen ist, hat das wohl selbst gespürt. Denn ganz am Ende seines vortrefflichen Werkes überrascht er den Leser mit der paradoxen Feststellung, der NS-Staat in seiner Endphase sei "eine charismatische Herrschaft ohne Charisma" gewesen.

KLAUS-DIETMAR HENKE.

Ian Kershaw: Das Ende. Kampf bis in den Untergang. NS-Deutschland 1944/45. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2011. 704 S., 29,99 .

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Wolfgang Schneider würdigt Ian Kershaws siebenhundert Seiten umfassendes Werk "Das Ende. Kampf bis in den Untergang" nicht nur als beeindruckende historische Analyse, sondern auch als große Empathieleistung, die dem Leser hilft, den "gefühlspolitischen Kontext" des Nationalsozialismus zu verstehen. Auch für die nun vorliegende Hörbuchfassung des Werks - ein vom Hessischen Rundfunk produziertes Feature - ist er voll des Lobes, auch wenn sich die drei CDs auf Ausschnitte des Buchs beschränken müssen. Dafür entwickelt das Feature in seinen Augen "eigene Qualitäten", etwa die packende Mischung von Sprechtexten und Orignialtönen oder die von Kershaw gesprochenen Kommentare.

© Perlentaucher Medien GmbH