Die Hörspiele - Bachmann, Ingeborg
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Ingeborg Bachmann gehört zu den Schöpferinnen des modernen Hörspiels als selbständige literarische Form. Sie handeln von Träumen, vom Mittelmeer, von Liebenden, von Männern und Frauen und sind Fabelns vom Dasein, Gleichnisse unserer Zeit.

Produktbeschreibung
Ingeborg Bachmann gehört zu den Schöpferinnen des modernen Hörspiels
als selbständige literarische Form. Sie handeln von Träumen, vom
Mittelmeer, von Liebenden, von Männern und Frauen und sind Fabelns
vom Dasein, Gleichnisse unserer Zeit.
  • Produktdetails
  • Piper Taschenbuch Bd.139
  • Verlag: Piper
  • 16. Aufl.
  • Seitenzahl: 155
  • Erscheinungstermin: Juni 1996
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 120mm x 15mm
  • Gewicht: 156g
  • ISBN-13: 9783492201391
  • ISBN-10: 3492201393
  • Artikelnr.: 01059130
Autorenporträt
Bachmann, Ingeborg
Ingeborg Bachmann wurde am 25. Juni 1926 als erstes von drei Kindern des Volksschullehrers Matthias Bachmann (1895-1973) und seiner Frau Olga (geb. Haas, 1901-1998) in Klagenfurt (Österreich) geboren. Ihre Mutter stammt aus dem an 'Böhmen' und Ungarn grenzenden Niederösterreich, ihr Vater aus Obervellach bei Hermagor im Kärntner Gailtal, wo die Familie in Ingeborg Bachmanns Kindheit oft Ferien verbrachte. Dieser Kärntner Grenzraum im Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien repräsentiert für die Autorin später »ein Stück wenig realisiertes Österreich (...), eine Welt, in der viele Sprachen gesprochen werden und viele Grenzen verlaufen» (WIV, 302), und damit die Utopie eines gewaltfreien Miteinanders der Völker, die bereits der ebenfalls in Klagenfurt geborene Autor Robert Musil (1880-1942), Bachmanns wohl wichtigster Bezugspunkt in der literarischen Moderne Österreichs, mythisierend auf das Kaiserreich Österreich-Ungarn als Vielvölkerstaat projiziert hatte. Noch in dem Roman Malina steht dieses »Haus Österreich« als literarische Utopie für eine »geistige Formation«, die kritisch gegen die Verkrustungen der österreichischen Nachkriegsgesellschaft und gegen die Verdrängung des österreichischen Anteils an der Katastrophe des Nationalsozialismus gewendet wird, um zugleich gegen die wachsende kulturelle Dominanz Westdeutschlands einen spezifisch österreichischen »Erfahrungsfundus, Empfindungsfundus» zu behaupten. Rückblickend nach dem Erscheinen des Romans Malina (1971) hat die Autorin den »Einmarsch von Hitlers Truppen in Klagenfurt« (im Rahmen des 'Anschlusses' Österreichs an das Deutsche Reich am 12. März 1938) symbolisch zum biographischen Ausgangspunkt ihres Schreibens erklärt und als »einen zu frühen Schmerz« bezeichnet, mit dem ihre »Erinnerung« anfange. Mit dieser Pointierung unterstreicht sie die moralische Verpflichtung und zeitkritische Ausrichtung ihres literarischen Werks als ein »Schreiben gegen den Krieg« (Höller 2004), das