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Yasmina Rezas Stücke sind grandioses Theater, aber auch ein großes Lesevergnügen. "Der Gott des Gemetzels", 2006 im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt, spielt auf der Grenze zwischen Gesellschaftssatire und menschlichem Desaster. Zwei Elfjährige haben sich geprügelt, dabei schlug der eine dem anderen zwei Zähne aus. Die beiden Elternpaare treffen sich zum klärenden Gespräch. Hinter der Fassade bürgerlicher Wohlanständigkeit tun sich Abgründe auf - schockierend und komisch zugleich. "Der Gott des Gemetzels" wurde zu Yasmina Rezas bekanntestem Stück, nicht zuletzt durch Roman Polanskis Verfilmung 2011 mit Kate Winslet und Christoph Waltz.…mehr

Produktbeschreibung
Yasmina Rezas Stücke sind grandioses Theater, aber auch ein großes Lesevergnügen. "Der Gott des Gemetzels", 2006 im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt, spielt auf der Grenze zwischen Gesellschaftssatire und menschlichem Desaster. Zwei Elfjährige haben sich geprügelt, dabei schlug der eine dem anderen zwei Zähne aus. Die beiden Elternpaare treffen sich zum klärenden Gespräch. Hinter der Fassade bürgerlicher Wohlanständigkeit tun sich Abgründe auf - schockierend und komisch zugleich. "Der Gott des Gemetzels" wurde zu Yasmina Rezas bekanntestem Stück, nicht zuletzt durch Roman Polanskis Verfilmung 2011 mit Kate Winslet und Christoph Waltz.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Artikelnr. des Verlages: .505/25886, 505/25886
  • Seitenzahl: 80
  • Erscheinungstermin: 12. März 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 203mm x 126mm x 10mm
  • Gewicht: 116g
  • ISBN-13: 9783446258860
  • ISBN-10: 3446258868
  • Artikelnr.: 49465654
Autorenporträt
Reza, Yasmina
Yasmina Reza, 1959 geboren, ist Schriftstellerin, Regisseurin und Schauspielerin und die meistgespielte zeitgenössische Theaterautorin. Bei Hanser erschienen Eine Verzweiflung (Roman, 2001), Adam Haberberg (Roman, 2005), Im Schlitten Arthur Schopenhauers (Ein Theaterstück, 2006), Frühmorgens, abends oder nachts (2008) über Nicolas Sarkozy, Nirgendwo (2012), Glücklich die Glücklichen (Roman, 2014), Babylon (Roman, 2017), für den sie mit dem Prix Renaudot 2016 ausgezeichnet wurde, außerdem Kunst (Schauspiel, 2018), Der Gott des Gemetzels (Schauspiel, 2018), Bella Figura (Schauspiel, 2019) und Drei Mal Leben (Schauspiel, 2019). DasTheaterstück Der Gott des Gemetzels wurde 2011 sehr erfolgreich von Roman Polanski verfilmt, hochkarätig besetzt mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly.

Schmidt-Henkel, Hinrich
Hinrich Schmidt-Henkel, 1959 geboren, arbeitet seit 1988 als Übersetzer für norwegische, französische und italienische Literatur. 2000 erhielt er den Jane-Scatcherd-Preis der Heinrich-Maria-Ledig-Rowohlt-Stiftung und 2004 den Paul-Celan-Preis des Deutschen Literaturfonds.
Rezensionen
Besprechung von 15.02.2012
DAS HÖRBUCH
Verblassende Tonspur
Als Hörspiel fade zugerichtet:
„Der Gott des Gemetzels“
Gebannt, gnadenlos amüsiert hat man im Kino gesessen, Roman Polanskis „Der Gott des Gemetzels“ und sich selbst mittendrin gesehen, obwohl man doch glaubte, von hochmotivierten Problemlöserfrauen, zynischen Anwälten und dumpfer Mittelstandsbehaglichkeit gleich weit entfernt zu sein. Der Film nach dem Theaterstück von Yasmina Reza vergnügt durch die sehr weit gehende Beschränkung auf Konversation, einen altmodisch wirkenden Glauben an die Schicksalsmacht der Sprache.
Zwei Jungs, elf Jahre alt, haben sich geprügelt, einem wurden zwei Zähne ausgeschlagen. Die Eltern treffen sich zum Zwecke gütlicher Einigung, pädagogisch und auch sonst vorbildlicher Konfliktbewältigung. Aber sie sind nicht Souveräne ihrer Sätze, Empfindungen und Launen. Entblößt vom Firnis der Kultur, als eigennützige, kleine böse Tiere stehen sie am Ende voreinander – kein schöner Anblick, noch gruseliger die beinahe gewisse Vorstellung, dass diese Paare irgendwie beisammenbleiben werden. Man geht aus dem Kino und ist begeistert, vor allem von Jodie Foster, Kate Winslet, John C. Reilly, Christoph Waltz.
Ein Schauplatz, eine gute Stunde Gerede, vier verlieren die Fassung – das scheint eine fürs Hörspiel wunderbar geeignete Vorlage zu sein. Das Hörbuch nach dem Film aber hinterlässt nur einen schwächlichen Eindruck, es gewinnt kein Eigenleben. Die Tonspur des Films wurde um wenige erzählende Passagen ergänzt. Sie erscheinen meist überflüssig, erschlagen durch Ungeschick: „Aus dem Abstellschrank neben der Küche holt Penelope einen Eimer.“ Die Schauspieler konnten, als sie sprachen, was man hört, Gestik, Mimik, Blicke einsetzen, ihre Charaktere zu verkörpern. Da im Hörspiel – banal, aber wahr – nur die Stimme bleibt, wirken die Figuren flach und aufgekratzt, scherenschnittartig. Ein eigens inszeniertes Hörstück nach Yasmina Reza könnte ein Glücksfall werden, diese Zweitverwertung behandelt die Autorin, den Film und die Schauspieler schäbig.
jby
YASMINA REZA: Der Gott des Gemetzels. Hörspiel nach dem Film von Roman Polanski. Sprecher: Robert Missler, Hansi Jochmann, Ulrike Stürzbecher, Christoph Waltz, Jacques Breuer, Walter von Hauff. Hörbuch Hamburg, Hamburg 2011. 1 CD, 77 Minuten, 14,99 Euro.
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Eigentlich hat Rezensentin Sandra Kegel bereits zu viele Inszenierungen von Yasmina Rezas Bühnenstück "Der Gott des Gemetzels" gesehen, als dass sie sich unvoreingenommen über das nun erschienene Hörspiel freuen könnte. Schnell stellt die Kritikerin aber fest, dass die Hörspiel-Bearbeitung dem Stück ganz neue und ungeahnte Qualitäten entlockt: Im Gegensatz zu den aufwendigen Bühnen-Inszenierungen lebe die Hörspielversion insbesondere durch das sparsame und subtile Spiel mit Geräuschen, die auch Raum für die quälende Stille im Psychokrieg zwischen den vier Eltern lassen. Vor allem aber nimmt die Rezensentin hier den "maliziösen Wortwitz" der französischen Autorin noch einmal viel intensiver wahr und verfolgt gebannt, wie die in belanglosen Plaudereien verpackten großen Themen immer neuen Anlass für explosive Konflikte bieten. Nicht zuletzt lobt Kegel auch das brillante Spiel der vier Schauspieler, die perfekt aufeinander eingestimmt das Zusammentreffen eskalieren lassen.

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