Mein Leben ohne mich
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Was tun, wenn man nur noch wenige Monate zu leben hat? Die 23-jährige Ann ist geschockt, als ihr der Arzt die tödliche Diagnose stellt: Sie hat Gebärmutterkrebs und keine Hoffnung auf Heilung.
Doch statt in ein tiefes Loch zu fallen, macht sie eine Liste von Wünschen, die sie sich noch erfüllen will, und Dingen, die noch zu regeln sind. Ihr Todesurteil behält sie jedoch für sich.
Die Ehefrau und Mutter zweier Kinder will ein Stück Leben auskosten, bis zur Neige. Sie will ihren Vater im Gefängnis besuchen, eine neue Frau für ihren arbeitslosen Ehemann finden und selbst mit einem
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Produktbeschreibung
Was tun, wenn man nur noch wenige Monate zu leben hat? Die 23-jährige Ann ist geschockt, als ihr der Arzt die tödliche Diagnose stellt: Sie hat Gebärmutterkrebs und keine Hoffnung auf Heilung.

Doch statt in ein tiefes Loch zu fallen, macht sie eine Liste von Wünschen, die sie sich noch erfüllen will, und Dingen, die noch zu regeln sind. Ihr Todesurteil behält sie jedoch für sich.

Die Ehefrau und Mutter zweier Kinder will ein Stück Leben auskosten, bis zur Neige. Sie will ihren Vater im Gefängnis besuchen, eine neue Frau für ihren arbeitslosen Ehemann finden und selbst mit einem wildfremden Mann wahre Leidenschaft genießen. Und wie das Schicksal es will, trifft sie den Mann ihrer Träume.

Wenn ein Film an die Nieren geht, dann dieses stille Meisterwerk von Isabel Coixet. Sarah Polley spielt mehr als 100%ig die Frau, die leise Abschied nimmt vom Leben, die sich noch einmal Gefühlen hingibt, die aufwacht, bevor es zu spät ist.

Und dann einfach geht. Und einen kleinen Stachel in unserem Herzen hinterlässt.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Bonusmaterial

Booklet, Making of, Interviews, Trailer
  • Produktdetails
  • Anzahl: 1 DVD
  • Hersteller: Universum Film
  • Gesamtlaufzeit: 102 Min.
  • Erscheinungstermin: 3. April 2009
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Sprachen: Deutsch, Englisch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: 2
  • Bildformat: 1:1, 85/16:9
  • Tonformat: Dolby Digital 5.1
  • EAN: 0886974526995
  • Artikelnr.: 25924741
Rezensionen
Was nach einem anstrengenden Tränendrüsen-Kitzler klingt, ist in Wahrheit ein fast fröhlich stimmendes Drama mit der herausragenden Hauptdarstellerin. Sarah Polley ("Dawn of the Dead"). Sie verleiht ihrer Sterbenskranken eine mitreißende Pragmatik und funktioniert als fürsorgliche Mutter und liebende Ehefrau ebenso wie als attraktive Verführerin. Die junge Hispano-Kanadierin Isabel Coixet verantwortete Regie und Skript, Stars wie Amanda Plummer ("Pulp Fiction") und Mark Ruffalo ("Flight Girls") überzeugen in Nebenrollen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag
Besprechung von 05.09.2003
Abschiedsblicke
Verzauberung: Isabel Coixets Film "Mein Leben ohne mich"

Jede Geschichte, heißt es, hat einen Anfang, einen Mittelteil und einen Schluß. Am Ende des Anfangs von "Mein Leben ohne mich" erfährt Ann, daß sie noch zwei Monate zu leben hat. Davor hat man gesehen, daß sie mit ihren zwei kleinen Kindern und ihrem arbeitslosen Mann in einem Trailer auf dem Grundstück ihrer Mutter in einem Vorort von Vancouver wohnt. Und daß sie die geduldigste Tochter, die liebevollste junge Mutter, die zärtlichste Ehefrau ist, die man sich vorstellen kann.

Ann (Sarah Polley) ist dreiundzwanzig. Vor ein paar Jahren gab es in Deutschland einen Film, der "23" hieß und davon erzählte, wie sich die alltäglichsten Dinge im Kopf zu einer Weltverschwörung verdichten können. "Mein Leben ohne mich" ist die Umkehrung dieser Paranoia: Der Film blickt mit einem Gottvertrauen auf die Welt, das man kindlich nennen müßte, wenn es nicht der Blick einer Sterbenden wäre, den er reflektiert. Die Regisseurin Isabel Coixet kommt aus Barcelona, und so trägt ihre Fremdheit in der Sprache und im Alltag von Kanada ihren Teil zu der Verzauberung bei, die "Mein Leben ohne mich" auf seine Zuschauer überträgt. Dazu kommt das schlafwandlerisch kühle Spiel von Sarah Polley, die seit Atom Egoyans "Süßem Jenseits" von 1997 eine der interessanteren Erscheinungen im Weltkino ist, ein Amalgam aus Mädchenhaftigkeit und Stärke, an dem alles Süßliche und Sterbenskitschige abprallt. Sie wickelt diesen Film um ihren Finger, ohne daß man es merkt.

Der Mittelteil der Geschichte beginnt damit, daß Ann sich eine Liste der Dinge macht, die sie vor ihrem Tod noch tun will: Geburtstagsgrüße für ihre Töchter aufnehmen, eine neue Frau für ihren Mann finden, noch einmal zum Strand fahren und picknicken, mit einem Fremden schlafen, um zu sehen, wie es sich anfühlt ... So schreibt sich der Film seinen eigenen Aufgabenzettel, und es gelingt ihm, tatsächlich alle diese Wünsche zu erfüllen, ohne daß es pedantisch oder aufgesetzt wirken würde, nicht zuletzt dank eines Schauspieler-Ensembles, das bis in die Nebenrollen - Deborah Harry als Anns Mutter, Amanda Plummer als Kollegin, Maria de Medeiros als Zufallsbekanntschaft, Mark Ruffalo als Mann im Waschsalon - großartig besetzt ist.

So gehört "Mein Leben ohne mich" zu den seltenen Filmen, die einen tief bewegen, ohne daß auf der Leinwand irgend etwas Gewaltiges geschähe - außer daß ein Mensch vom Leben Abschied nimmt, einer von vielen, einer wie wir. Es gibt ein paar allzu glatte Wendungen in dieser Geschichte, ein paar unscharfe Bilder und Schnörkel am Rande, aber all das wirft den Film nicht aus dem Takt, weil das Schwanken selbst zum Rhythmus der Erzählung gehört: das Hin und Her zwischen Trotz und Melancholie, zwischen Lebensgier und Todesangst. Das Lied, das der Fremde aus dem Waschsalon auflegt, als er mit Ann zum ersten Mal allein im Auto sitzt, bringt diese Stimmung am besten auf den Punkt. Es ist ein alter italienischer Schlager von Gino Paoli: "Senza fine". Senza fine, ohne Schluß.

Der Schluß der Geschichte müßte davon handelt, wie Ann stirbt. Aber man sieht es nicht. Sie verschwindet einfach aus den Bildern, und ihre Stimme spricht weiter. Sie erzählt, wie alles sich gefügt hat nach ihrem Tod, und es ist, als wäre das ihr eigentlicher Triumph: daß die Trauer nicht das letzte Wort hat, daß die Wunde sich schließt und das Leben weitergeht. Senza fine.

ANDREAS KILB

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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