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Inmitten der Provinzleere führt Herbert Szevko eine alte Tankstelle - gemeinsam mit seiner resoluten Mutter und unter Beobachtung des kleinen Zierfisches Georg. Eines Tages taucht im Hitzeflimmern der Straße eine lebenshungrige junge Frau auf. Sie heißt Hilde, spricht wenig, hat eine Stelle als Putzfrau im dörflichen Hallenbad und lächelt sich in Herberts Herz. Das Leben auf der Tankstelle und der dörfliche Alltag geraten aus den Fugen, und Herbert stürzt sich in einen verrückten Wirbel aus Stolz, Verzweiflung und etwas ihm bisher völlig Unbekanntem: Liebe.…mehr

Produktbeschreibung
Inmitten der Provinzleere führt Herbert Szevko eine alte Tankstelle - gemeinsam mit seiner resoluten Mutter und unter Beobachtung des kleinen Zierfisches Georg. Eines Tages taucht im Hitzeflimmern der Straße eine lebenshungrige junge Frau auf. Sie heißt Hilde, spricht wenig, hat eine Stelle als Putzfrau im dörflichen Hallenbad und lächelt sich in Herberts Herz. Das Leben auf der Tankstelle und der dörfliche Alltag geraten aus den Fugen, und Herbert stürzt sich in einen verrückten Wirbel aus Stolz, Verzweiflung und etwas ihm bisher völlig Unbekanntem: Liebe.
  • Produktdetails
  • Kein & Aber Pocket
  • Verlag: Kein & Aber
  • 8., Neuausg.
  • Seitenzahl: 316
  • Erscheinungstermin: September 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 184mm x 116mm x 27mm
  • Gewicht: 280g
  • ISBN-13: 9783036959474
  • ISBN-10: 3036959475
  • Artikelnr.: 44932167
Autorenporträt
Seethaler, Robert
Robert Seethaler, 1966 in Wien geboren, wurde 2007 für seinen Roman »Die Biene und der Kurt« mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet. Er erhielt zahlreiche Stipendien, darunter das Alfred-Döblin Stipendium der Akademie der Künste. Der Film nach seinem Drehbuch »Die zweite Frau« wurde mehrfach ausgezeichnet und lief auf verschiedenen internationalen Filmfestivals. 2008 erschien sein zweiter Roman »Die weiteren Aussichten«. »Jetzt wirds ernst« wurde 2010 veröffentlicht, darauf folgte 2012 der Bestseller »Der Trafikant«. Robert Seethaler lebt und schreibt in Wien und Berlin.
Rezensionen
Besprechung von 28.08.2008
Deppenromanze

Das Leben ist keine Schlagermelodie. In dem maroden Familienunternehmen, das Herbert mit seiner Mutter betreibt und dessen Lockruf "Billig tanken bei Svevkos" jeder Autofahrer ignoriert, hat sich bisher zumindest noch nie Großes ereignet. Hier, am Rande des namenlosen Dorfes, liegen Romantik und Depression nah beieinander. Allerdings überwiegt die Depression, wenn nicht gerade die "Lustigen Heububen" beim alljährlichen Schlachtsaufest die versammelten Dorfdeppen zur Höchstform auflaufen lassen. Da wird getanzt, geprügelt und gekotzt, was das Zeug hält. Natürlich nur, wenn man dazugehört. Herbert gehört nicht dazu. Denn er ist in jeder Hinsicht "sozusagen über das Normale hinausgeschossen", und das mögen die Dörfler nicht. Herbert ist groß, dünn, eckig und trottelig schon seit Kindertagen, als ihn ein Arzt mit der Erklärung, seine epileptischen Anfälle seien Unwetter im Kopf, zum Lachen brachte. "Und noch viel mehr hat er lachen müssen, als er sich vorgestellt hat, wie dieses kleine Kopfgewitter immer heftiger, immer wilder und immer größer wird, wie schließlich die Blitze überall aus dem Kopf herausschlagen, wie die fingernagelgroßen Wolken durch alle Poren ins Freie drängen, wie es aus dem Mund donnert, zur Nase hinausregnet und aus den Ohren hinausstürmt." Das innige Mutter-Sohn-Verhältnis hält siebenundzwanzig Jahre. Dann bringt die dicke Schwimmbadreinigungskraft Hilde alles heillos durcheinander. Bei Robert Seethaler wird das geistfreie Landleben zur feindlichen Kulisse für eine gänzlich unromantische Romanze zweier notorischer Außenseiter. Ob dabei der Goldfisch Georg erzählt oder das feiste Scheusal Greiner oder die wortkarge Hilde: das idiotensichere Rezept für den Witz dieses Romans besteht im gleichbleibend geringen Überblick der Protagonisten über die Dinge innerhalb und außerhalb des eigenen Kopfes. (Robert Seethaler: "Die weiteren Aussichten". Verlag Kein & Aber, Zürich 2008. 320 S., geb., 19,90 [Euro].) brey

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