18,00
versandkostenfrei*
Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

  • Gebundenes Buch

Jetzt bewerten

Max Czollek ist dreißig, jüdisch und wütend. Denn hierzulande herrschen seltsame Regeln: Ein guter Migrant ist, wer aufgeklärt über Frauenunterdrückung, Islamismus und Demokratiefähigkeit spricht. Ein guter Jude, wer stets zu Antisemitismus, Holocaust und Israel Auskunft gibt. Dieses Integrationstheater stabilisiert das Bild einer geläuterten Gesellschaft - während eine völkische Partei Erfolge feiert. Max Czolleks Streitschrift entwirft eine Strategie, das Theater zu beenden: Desintegration. Desintegriert euch! ist ein Schlachtruf der neuen jüdischen Szene und zugleich eine Attacke gegen die…mehr

Produktbeschreibung
Max Czollek ist dreißig, jüdisch und wütend. Denn hierzulande herrschen seltsame Regeln: Ein guter Migrant ist, wer aufgeklärt über Frauenunterdrückung, Islamismus und Demokratiefähigkeit spricht. Ein guter Jude, wer stets zu Antisemitismus, Holocaust und Israel Auskunft gibt. Dieses Integrationstheater stabilisiert das Bild einer geläuterten Gesellschaft - während eine völkische Partei Erfolge feiert. Max Czolleks Streitschrift entwirft eine Strategie, das Theater zu beenden: Desintegration. Desintegriert euch! ist ein Schlachtruf der neuen jüdischen Szene und zugleich eine Attacke gegen die Vision einer alleinseligmachenden Leitkultur. Dieses furios streitbare Buch ist die Polemik der Stunde.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Artikelnr. des Verlages: .505/26027
  • 2. Aufl.
  • Seitenzahl: 206
  • Erscheinungstermin: 20. August 2018
  • Deutsch
  • Abmessung: 208mm x 129mm x 20mm
  • Gewicht: 292g
  • ISBN-13: 9783446260276
  • ISBN-10: 3446260277
  • Artikelnr.: 52360867
Autorenporträt
Czollek, Max
Max Czollek wurde 1987 in Berlin geboren, wo er bis heute lebt. Bis 2006 besuchte er die Jüdische (Ober-)Schule Berlin und schloss ein Studium der Politikwissenschaften an der FU Berlin an, das er mit einer Promotion am Zentrum für Antisemitismusforschung beendete. Mit Sasha Marianna Salzmann kuratierte er 2016 die Veranstaltung 'Desintegration. Ein Kongress zeitgenössischer jüdischer Positionen'. Seit 2009 ist er Mitglied des Lyrikkollektivs G13, organisiert gemeinsame Lesetouren und Veröffentlichungen und ist Kurator des internationalen Lyrikprojekts 'Babelsprech'. Außerdem ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Jalta - Positionen zur jüdischen Gegenwart. Im Verlagshaus Berlin erschienen bislang die zwei Gedichtbände Druckkammern (2012) und Jubeljahre (2015).
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Ann-Kristin Tlusty erkennt (in einer Kritik für Zeit online) als Hauptadressaten von Max Czolleks Polemik all jene, die ihre Opferrolle im deutschen Vergangenheitsbewältigungstheater nicht länger spielen mögen, deutsche Juden vor allem. Den belebenden Effekt des Buches auf die Integrationsdebatte bezweifelt Tlusty nicht. Czolleks wütende Sprache hält sie für die performative Umsetzung der Absage an das "Gedächtnistheater". Einen leichten Charakter erhält der schwere Gegenstand des Buches laut Rezensentin durch die Entschiedenheit des Autors. Einen Vorschlag zur Umsetzung der Desintegration liefert Czollek laut Tlusty gleich mit: Es gilt, die radikale Vielfalt der migrantischen Gesellschaft anzuerkennen!

© Perlentaucher Medien GmbH
"Ein unsachliches Sachbuch, böse und wütend und oft ungerecht, eine Polemik, die viel Widerspruch erregen wird. 'Desintegriert euch!' ist ein wichtiges Buch." Tobias Becker, Literatur SPIEGEL, 09/2018 "Der 31-jährige Autor schreibt scharfzüngig und unterhaltsam, er provoziert und irritiert. (...) 'Desintegriert Euch!' ist ein wichtiger Beitrag in einer zuweilen hysterisch wirkenden Integrationsdebatte." Silke Mertins, NZZ am Sonntag, 26.08.18 "'Desintegriert euch!' ist eine Absage an (...) die Softifizierung neurechten Denkens, an die Idee einer unbefangenen Heimatliebe, an die Selbstbeweihräucherung als Erinnerungskulturweltmeister und an die Instrumentalisierung der jüdischen Bevölkerung zur Abgrenzung vom bösen Islam." Ann-Kristin Tlusty, ZEIT Online, 23.08.18 "Dieser Diskurs und Czolleks Essay insgesamt verdienen Beachtung. Das, was Czollek irritiert, muss jeden irritieren und sollte jeder beherzigen, der geahnt hat, was Sprache, Kultur (ohne Leit-) und Menschen meinen könnte." Martin A. Hainz, Literaturkritik.de, 22.08.18 "Eine gut recherchierte und stringent argumentierende, manchmal sogar lustige Streitschrift, die zur rechten Zeit kommt." Ulrich Gutmair, taz am Wochenende, 18.08.18