Der Ring - Wittenwiler, Heinrich
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Heinrich Wittenwilers Ring (um 1410) ist ein "Haupt- und Schlüsselwerk des Spätmittelalters" (M. Wehrli), in welchem die Sinnkrisen und Brüche des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit in einer komisch-didaktischen Erzählung von Liebeswerbung, Gewalt und Krieg, bis hin zum Weltkrieg, reflektiert werden. Er wird hier in einer neuen Übersetzung vorgelegt, die auf die einzige Handschrift zurückgeht und versucht, Wittenwilers Sprachgewalt, seiner Lust an der Verkehrung sprachlicher und soziokultureller Ordnungen, seinem Spiel mit allen Formen des Hässlichen und Obszönen, aber auch seiner tiefen…mehr

Produktbeschreibung
Heinrich Wittenwilers Ring (um 1410) ist ein "Haupt- und Schlüsselwerk des Spätmittelalters" (M. Wehrli), in welchem die Sinnkrisen und Brüche des Übergangs vom Mittelalter zur Neuzeit in einer komisch-didaktischen Erzählung von Liebeswerbung, Gewalt und Krieg, bis hin zum Weltkrieg, reflektiert werden. Er wird hier in einer neuen Übersetzung vorgelegt, die auf die einzige Handschrift zurückgeht und versucht, Wittenwilers Sprachgewalt, seiner Lust an der Verkehrung sprachlicher und soziokultureller Ordnungen, seinem Spiel mit allen Formen des Hässlichen und Obszönen, aber auch seiner tiefen Frömmigkeit und seiner allerdings vergeblichen Hoffnung auf einen Erfolg seiner Belehrungen in modernem Deutsch gerecht zu werden. Die Ausgabe bietet im Paralleldruck einen handschriftennahen Abdruck, den Text nach der Edition Edmund Wießners und eine neue Übersetzung. Die drei Spalten stellen je unterschiedliche Annäherungen an den Ring dar, wobei der handschriftennahe Abdruck die Arbeit mit dem historischen Text selbst, die Neuübersetzung größtmögliche Lesefreude ermöglichen soll. Der Abdruck des von Wießner edierten Textes soll die Kompatibilität mit der Forschung gewährleisten, zugleich aber auch die Differenzen zwischen Wießners Edition und dem Text der Münchener Handschrift transparent machen. Der Kommentar zu Text und Übersetzung beschränkt sich auf die wichtigsten Sachinformationen, um das Textverständnis für ein modernes Publikum zu erleichtern.
  • Produktdetails
  • De Gruyter Texte
  • Verlag: De Gruyter
  • Erscheinungstermin: 30. Januar 2012
  • Deutsch
  • Abmessung: 233mm x 156mm x 32mm
  • Gewicht: 770g
  • ISBN-13: 9783110253832
  • ISBN-10: 3110253836
  • Artikelnr.: 34549507
Autorenporträt
Werner Röcke,Humboldt-UniversitätBerlin.
Rezensionen
"Röckes Edition [...] ist für alle Forschungs- und Leseinteressen geeignet. Ein umfangreicher Stellenkommentar und ein knappes, aber sachdienliches Nachwort, das Einblick in die wesentlichen Forschungspositionen der letzten Jahrzehnte gibt und sich durchaus überzeugend an einer Vermittlung zwischen konträren Deutungen versucht, machen den facettenreichen Text auch für ein nicht fachwissenschaftlich ausgebildetes Publikum nachvollziehbar. Von daher ist diese Edition mustergültig zu nennen, da sie wissenschaftlich alles leistet, was an bisherigen Ausgaben kritisiert wurde und sich zudem durch die gute Informationslage zugleich als Einführung handhaben lässt."Niels Penke in: www.literaturkritik.de
"Die Tugendlehren brauchen uns heutige Leser ja nicht mehr so sehr zu interessieren, aber das handfest Unterhaltsame daran, die Verspottung aller Bäurischkeit in lustvollst und detailliertest dargelegten Negativbeispielen, die temperamentvolle Schilderung von Tischsitten bzw. eben -unsitten, die Parodie ritterlich-heldischen Benehmens, die dauernde Entgleisung der Welt in die Groteske, der Bodenseeraum als Bühne für eine zerstörerisch und verstört endende Posse - auf diese Lesemöglichkeit eines in der Reclam-Ausgabe kulturhistorisch aufschlussreich kommentierten und mit einem guten Nachwort versehenen Textes sei doch hingewiesen. So reich sind gute Späße in deutscher Literatur nicht gesät, als dass man sich einen entgehen lassen könnte." -- Süddeutsche Zeitung