Italienische Nacht - Horváth, Ödön von
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Chunnsch druus? Wer als Geschäftsmensch hin und wieder in der Schweiz ist, und sei es nur, um den Kontostand abzufragen, der oder die weiss: Wenn Schweizer uns Schwaben (= Deutsche) ausgrenzen wollen, dann gleiten sie ab in ihr unverständliches Idiom, das allein 22 verschiedene Vokale kennt, die alle irgendwo im Rachen liegen. Und wer beim Geschäft mit den Schweizer Nachbarn choin hinterschi mache (= keinen Verlust machen) will, der oder die lernt gopferdammi (= verdammt nochmal), Schweizerdeutsch zu verstehen. Spräche? Vergessen Sie¿s, wir lernen das nie. Zum besseren Verständnis des…mehr

Produktbeschreibung
Chunnsch druus? Wer als Geschäftsmensch hin und wieder in der Schweiz ist, und sei es nur, um den Kontostand abzufragen, der oder die weiss: Wenn Schweizer uns Schwaben (= Deutsche) ausgrenzen wollen, dann gleiten sie ab in ihr unverständliches Idiom, das allein 22 verschiedene Vokale kennt, die alle irgendwo im Rachen liegen. Und wer beim Geschäft mit den Schweizer Nachbarn choin hinterschi mache (= keinen Verlust machen) will, der oder die lernt gopferdammi (= verdammt nochmal), Schweizerdeutsch zu verstehen. Spräche? Vergessen Sie¿s, wir lernen das nie. Zum besseren Verständnis des Bergvolks gibt es jetzt das ¿Wörterbuch Schweizerdeutsch ¿ Deutsch¿, herausgebracht von Haffmans bei Zweitausendeins. Aussen schaut es aus wie ein Schweizer Pass (Rot mit weißem Kreuz, weiß mit rotem Kreuz ist für Staatenlose...) Wie Haffmans erlebt hat, werden Leute, die dieses Büchlein in der Hand halten, auch schon mal gerne an der deutsch-schweizerischen Grenze durchgewunken.
Text und Kommentar in einem Band. In der Suhrkamp BasisBibliothek erscheinen literarische Hauptwerke aller Epochen und Gattungen als Arbeitstexte für Schule und Studium. Der vollständige Text wird ergänzt durch anschaulich geschriebene Kommentare.
  • Produktdetails
  • Suhrkamp BasisBibliothek (SBB) Nr.43
  • Verlag: Suhrkamp
  • Artikelnr. des Verlages: 18843
  • Seitenzahl: 161
  • Erscheinungstermin: 30. Juni 2003
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 114mm x 12mm
  • Gewicht: 120g
  • ISBN-13: 9783518188439
  • ISBN-10: 3518188437
  • Artikelnr.: 11366193
Autorenporträt
Horváth, Ödön von
Ödön Horváth wurde am 9. Dezember 1901 in Susak, einem Vorort von Fiume dem heutigen Rijeka/Kroatien, geboren und starb am 1. Juni 1938 in Paris. Seine Kindheit verbrachte er in Belgrad, Budapest, Pressburg und München. 1920 begann Horvath Gedichte zu schreiben. Die meisten seiner Manuskripte aus dieser Zeit vernichtete er jedoch. Den ersten großen Erfolg hat er mit seinem Stück Die Bergbahn, welches 1929 in Berlin uraufgeführt wurde. Weitere Erfolge bleiben nicht aus. Für sein Bühnenstück Geschichten aus dem Wiener Wald bekommt er den Kleist-Preis. Der Roman Jugend ohne Gott wird im Jahr 1991 von Michael Knof für die Deutsche Film AG (DEFA) inszeniert und ist in der filmedition suhrkamp erhältlich. Zeittafel 1901 Geburt als Edmund (Ödön) Josef von Horváth, erster Sohn des Diplomaten Dr. Edmund Josef von Horváth (18741950) und Maria Hermine, geb. Prehnal (1882-1959) Horváth beschreibt seine Herkunft später folgendermaßen: »Sie fragen mich nach meiner Heimat, ich antworte: ich wurde in Fiume geboren, bin in Belgrad, Budapest, Preßburg, Wien und München aufgewachsen und habe einen ungarischen Paß - aber: 'Heimat' ? Kenn ich nicht. Ich bin eine typisch alt-österreichisch-ungarische Mischung: magyarisch, kroatisch, deutsch, tschechisch - mein Name ist magyarisch, meine Muttersprache ist deutsch« (Bd. II, S. 184) 1902 Familie Horváth zieht nach Belgrad um, wo ein Jahr später der Bruder Lajos von Horváth zur Welt kommt. 1908 Umzug der Familie Horváth nach Budapest, wo ein Hauslehrer Ödön in ungarischer Sprache unterrichtet. 1909 Sein Vater, im Frühjahr in den Adelsstand erhoben, wird im Herbst nach München versetzt; doch Ödön selbst bleibt in Budapest und besucht dort das erzbischöfliche Internat. 1913 Ödön zieht zu den Eltern und besucht die dritte Klasse des Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums, ehe er im folgenden Jahr auf das Realgymnasium wechselt. Seine Zensuren sind nicht die besten (vgl. Mat. IV, S. 32), überdies kommt es mit dem Religionslehrer Dr. Heinzinger zu Differenzen, die sich später in Horváths Werk niederschlagen. Im Rückblick auf diese Jahre schreibt Horváth: »Während meiner Schulzeit wechselte ich viermal die Unterrichtssprache und besuchte fast jede Klasse in einer anderen Stadt. Das Ergebnis war, daß ich keine Sprache ganz beherrschte. Als ich das erste Mal nach Deutschland kam, konnte ich keine Zeitung lesen, da ich keine gotischen Buchstaben kannte, obwohl meine Muttersprach die deutsche ist. Erst mit vierzehn [!] Jahren schrieb ich den ersten deutschen Satz« (Bd. II, S. 183) 1915 Sein Vater wird von der Front abberufen und erneut nach München beordert. Später schreibt Ödön über diese Jahre: »An die Zeit vor 1914 erinnere ich mich nur, wie an ein langweiliges Bilderbuch. Alle meine Kindheitserlebnisse habe ich im Kriege vergessen. Mein Leben beginnt mit der Kriegserklärung« (ebd.). 1916 Umzug der Familie nach Preßburg, wo Ödön wieder eine ungarische Schule besucht. Er beginnt zu schreiben, doch nur das Gedicht »Luci in Macbeth. Eine Zwerggeschichte von Ed. v. Horváth« bleibt erhalten. 1918 Vor Kriegsende wird der Vater erneut nach Budapest berufen, so dass Ödön die Nachkriegswirren in der ungarischen Hauptstadt erlebt, sich dort stark für die machtpolitischen Kämpfe interessiert und sich schließlich im Galilei-Kreis engagiert, einer Gruppe junger Leute, die mit Begeisterung die national-revolutionären Werke von Endre Ady (1877-1919) liest. 1919 Während der Vater im Frühjahr zurück nach München versetzt wird, kommt Ödön in die Obhut seines Onkels Josef Prehnal (1875-1929) - dem Vorbild des Rittmeisters in Geschichten aus dem Wiener Wald - in Wien, wo er das Privatgymnasium der Salvatorianer besucht. Nach dem Abitur im Sommer zieht auch er wieder nach München, immatrikuliert sich im Herbst an der Ludwig-Maximilians-Universität und besucht psychologische, literatur-, theater- und kunstwissenschaftliche Seminare bis zum Winte