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Niemals aufgeben! Flucht aus dem Erziehungsheim. DDR 1988: Anjas Mutter stellt einen Ausreiseantrag aus der DDR und wird von der Stasi verhaftet. Die 14-jährige kommt in einen Jugendwerkhof, eine Einrichtung der Jugendhilfe. Geschockt von der Willkür der Erzieher, der Gewalt und dem Drill, will Anja bald nur noch fliehen. Doch es kommt noch schlimmer. Ein fesselnder Roman über Willkür und Gewalt im Jugendwerkhof in der DDR. Sorgfältig recherchiert von der Autorin, die selbst in der Bürgerbewegung "Demokratie Jetzt!" engagiert war. Mit Glossar und Wende-Chronik im Anhang.…mehr

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Produktbeschreibung
Niemals aufgeben! Flucht aus dem Erziehungsheim. DDR 1988: Anjas Mutter stellt einen Ausreiseantrag aus der DDR und wird von der Stasi verhaftet. Die 14-jährige kommt in einen Jugendwerkhof, eine Einrichtung der Jugendhilfe. Geschockt von der Willkür der Erzieher, der Gewalt und dem Drill, will Anja bald nur noch fliehen. Doch es kommt noch schlimmer. Ein fesselnder Roman über Willkür und Gewalt im Jugendwerkhof in der DDR. Sorgfältig recherchiert von der Autorin, die selbst in der Bürgerbewegung "Demokratie Jetzt!" engagiert war. Mit Glossar und Wende-Chronik im Anhang.

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  • Produktdetails
  • Verlag: Dressler Cecilie
  • Seitenzahl: 336
  • Altersempfehlung: ab 14 Jahre
  • Erscheinungstermin: 31.10.2012
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783862726820
  • Artikelnr.: 37496775
Autorenporträt
Grit Poppe wurde 1964 in Boltenhagen an der Ostsee geboren. Sie studierte am Literaturinstitut in Leipzig. Von 1989 bis 1991 engagierte sie sich in der Bürgerbewegung "Demokratie Jetzt". Heute schreibt sie Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Für ihren Jugendroman "Weggesperrt" wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendliteratur". Grit Poppe lebt mit ihrer Familie in Potsdam.
Rezensionen

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 06.05.2011

Gut und günstig

Taschenbücher
GRIT POPPE: Weggesperrt. Oetinger Taschenbuch (0056) 2011. 331 Seiten, 6,95 Euro.
(Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2010)
Anjas Mutter war anders als die Mütter ihrer Freundinnen, sie war widerspenstig, verrückt und manchmal sogar leichtsinnig. Und oft genug wurde sie von der Stasi beschattet und verwarnt. Doch jetzt war sie einen Schritt zu weit gegangen, findet Anja. Aus Protest gegen die Verhaftung ihrer Freundin Thea hatte sie eine Mahnwache veranstaltet, Zettel verteilt und getrommelt, und nun bekamen sie die Quittung. Es half ihnen wenig, dass sie die Verfolger erst mal abschütteln konnten und sich diebisch freuten. „An diesen kurzen trügerischen Moment der Erleichterung würde Anja noch denken – später. Später, als sie allein war, mutterseelenallein. Dort.“ Dort, das ist der so genannte Jugendwerkhof Torgau, eine Einrichtung der Jugendhilfe der DDR, wo Heranwachsende umerzogen und diszipliniert werden sollten. Grit Poppe schreibt dazu in der Nachbemerkung zu ihrem Roman: „Das Gebäude des GJWH Torgau war wie ein Gefängnis eingerichtet und gesichert. Durch Freiheitsentzug, Isolation, Zwang, Drill und Strafen sollten die Vierzehn-bis Achtzehnjährigen zu sozialistischen Persönlichkeiten’ erzogen werden.“
Anja ist fassungslos, als man sie von ihrer Mutter trennt und „wegsperrt“. „Ich habe vielleicht einen Fehler gemacht“, hatte ihre Mutter Anja in der Nacht vor ihrer Verhaftung gestanden. „Einen Ausreiseantrag.“ Das war in den Augen der Stasi ein Verbrechen, aber nie im Leben hatte Anja damit gerechnet, dass sie beide deswegen hinter Schloss und Riegel gesperrt würden. Was die Autorin nach sorgfältigen Recherchen hier erzählt, nimmt einem den Atem. Es ist eine verstörende Geschichte über Grausamkeit und Gewalt, über Demütigungen und menschenverachtende Willkür. Mit einer großartigen Heldin, die nie aufgibt, auch nicht, als sie nach dramatischer Flucht wieder gefasst wird. Und dann doch noch ein Happy End erlebt kurz vor der Wende zusammen mit Tom, den sie in Torgau kennen gelernt hatte. Besser kann man Jugendlichen Zeitgeschichte nicht vermitteln. (Mit Glossar und einer kurzen Chronik der Friedlichen Revolution der DDR 1989/1990) (ab 14 Jahre, Schullektüre)
[?] 
MARTIN KLEIN / UTE KRAUSE: Rita das Raubschaf. Dtv junior (71462) 2011. 94 Seiten, 7,50 Euro.
Schafe sind dumm, das ist schließlich sprichwörtlich. Außer Blöken, Gras mampfen und Schafköttel loswerden haben sie nichts im Sinn. Was also soll man sich vorstellen unter einem Raubschaf? Tja, das Schaf Rita ist wahrlich aus der Art geschlagen! Seit Rita das dicke Buch über die Geschichte der Freibeuterei gefunden hat und jede Nacht heimlich darin liest, will sie nur eins: Ein Raubschaf werden und Piratenabenteuer erleben. Ähnlich geht es Ruth, dem dicken Rosettenmeerschwein, das in Johanns Kinderzimmer mit Wonne CDs mit Piratengeschichten hört. Beharrlich trainiert es seine Stimme, bis es die eines Löwen hat. Als die beiden sich begegnen, ist klar, dass sie in See stechen und ihre Piratenträume in die Tat umsetzen müssen. Aber davor sind noch viele dramatische Abenteuer zu bestehen. Eine herrlich schräge Geschichte mit sehr komischen Illustrationen. (ab 8 und zum Vorlesen) HILDE ELISABETH MENZEL
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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Rezensentin Susanne Schädlich hat Grit Poppes Geschichte der 14-jährigen Anja, die in das berüchtigte DDR-Jugendgefängnis Torgau eingesperrt wird, mit großer Anteilnahme gelesen und begrüßt es nachdrücklich, dass dieser wenig bekannte Teil der DDR-Geschichte ins Gedächtnis gerückt wird. Ohne Sentimentalität und in nüchternem Ton schildere die Autorin, die selbst in der DDR aufgewachsen ist, die sadistische Gefängniswelt und die Verzweiflung der Inhaftierten. Und wenn sich Schädlich auch manchmal ein klein bisschen weniger "Larmoyanz" auf Seiten der Heldin gewünscht hätte, so lobt sie den Jugendroman insgesamt dennoch als wichtig und berührend.

© Perlentaucher Medien GmbH
Rezensentin Susanne Schädlich hat Grit Poppes Geschichte der 14-jährigen Anja, die in das berüchtigte DDR-Jugendgefängnis Torgau eingesperrt wird, mit großer Anteilnahme gelesen und begrüßt es nachdrücklich, dass dieser wenig bekannte Teil der DDR-Geschichte ins Gedächtnis gerückt wird. Ohne Sentimentalität und in nüchternem Ton schildere die Autorin, die selbst in der DDR aufgewachsen ist, die sadistische Gefängniswelt und die Verzweiflung der Inhaftierten. Und wenn sich Schädlich auch manchmal ein klein bisschen weniger "Larmoyanz" auf Seiten der Heldin gewünscht hätte, so lobt sie den Jugendroman insgesamt dennoch als wichtig und berührend.

© Perlentaucher Medien GmbH