Vom Eigensinn des Schreibens - Kastberger, Klaus

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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Klaus Kastberger unternimmt es in seinem Buch, das spezifisch Österreichische in den literarischen Texten seiner Landsleute auszumachen, denen er einen ganz besonderen "Eigensinn" zuschreibt. Der Mitarbeiter des Literaturarchivs Wien will dafür vor allem in den individuellen Arbeitsweisen der Autoren und Autorinnen Hinweise finden, erklärt Roman Luckscheiter. Weder diese Fragestellung noch der methodische Zugriff kann den Rezensenten letztlich überzeugen, wiewohl er eine verblüffende "Pointe" für die Frage gefunden hat, warum es in Österreich keine literarische Avantgarde vor den 50er Jahren gegeben hat. Ohne Zweifel kennt Kastberger die Autoren der österreicherischen Literatur des 20. Jahrhunderts gut, betont Luckscheiter, der sich zwar über Auswahl und Gewichtung der vom Autor untersuchten Autoren wundert - Handke und Bernhardt werden weitgehend ignoriert, Jelinek wird im Gegensatz zur auf 50 Seiten abgehandelten Marianne Fritz mit lediglich acht Seiten bedacht - der aber bereit ist, sich darauf einzulassen. Insgesamt aber wirkt der Rezensent vom "philologischen Voyeurismus" Kastenbergs nicht sehr angetan und er kann dessen Fragestellung nicht ganz ernst nehmen, zumal er findet, dass sie dem Autor selbst mitunter aus dem Blick gerät.

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