Verborgener Wienerwald - Bouchal, Robert; Wirth, Josef
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  • Verlag: Pichler Verlag, Wien
  • Seitenzahl: 166
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 166 S. m. zahlr. meist. farb. Abb.
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm
  • Gewicht: 830g
  • ISBN-13: 9783854313113
  • ISBN-10: 385431311X
  • Best.Nr.: 12003615
Autorenporträt
Robert Bouchal, lebt in Niederösterreich und beschäftigt sich schon seit sehr frühen Jahren mit der Fotografie. Seine große Leidenschaft gilt der aufwändigen Fotografie auf schwierigsten Gebieten und an schwer zugänglichen Orten. Besondere Stimmungen und außergewöhnliche Situationen einzufangen sind eine besondere Herausforderung für ihn. Er ist staatlich geprüfter Höhlenführer, seine große Liebe galt lange Zeit der aufwändigen Höhlen-Fotodokumentation.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Tief sind der Autor Josef Wirth und der Fotograf Robert Bouchal nach Ansicht von Rezensent "O.M.S." in die "Eingeweide dieses schon märchen- und sagenhaften Kulturraums" vorgestoßen und haben ihm von seltsamen Dingen wie "Troglodyten" erzählt. Besonders die Ausflüge in Grotten, Stollen und Bunker, zu mythischen Durchkriechsteinen oder "etwa fünftausendfach erhaltene beinernen Menschenresten" unter der St.-Martins-Kirche haben beim Rezensenten wohlige Schauer der Begeisterung hervorgerufen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 26.08.2004
Plötzlich das Grauen

Es gab Zeiten, da rief der Name "Wienerwald" einzig die Vision millionenfach rotierender Hähnchen hervor. Mit dem allmählichen Niedergang der Hendlbraterkette gerät nun ein anderer Wienerwald wieder stärker ins Bewußtsein: der eigentliche, der westlich von Wien wuchernde Waldteppich, den notorisch großmäulige Wiener sogar als "größten Stadtwald der Welt" bezeichnen. In jedem Falle birgt der Wald- und-Wiesen-Gürtel und vor allem dessen Unterbau allerhand "Vergessenes, Geheimnisvolles und Unbekanntes", wie die Höhlenforscher Robert Bouchal und Josef Wirth im Untertitel ihres Kompendiums anmerken. Tief drangen sie in die Eingeweide dieses schon märchen- und sagenhaften Kulturraums vor, stöberten in Höhlen und Stollen, in Bunkern und Gruften, um erstaunliche Geschichten und ebensolche Bilder zutage zu fördern. Wir erfahren von seltsamen Troglodyten, die noch in den dreißiger Jahren in manchen der dreihundert Höhlen des Wienerwaldes hausten, von Bunkeranlagen, die der Waffenproduktion wie der Zuflucht dienten, von Eiskellern, Zisternen und romantischen Grotten, welche zumeist im neunzehnten Jahrhundert zur Vervollkommnung romantischer Parklandschaften gebaut wurden, und mystischen "Durchkriechsteinen", die dem Hindurchgeschlüpften Heilung von allem Übel versprachen. Neben dem Traulichen findet sich auch Unheimliches: etwa fünftausendfach erhaltene beinerne Menschenreste unter der St.-Martins-Kirche in Klosterneuburg oder ein riesiges Kreuz aus Oberschenkelknochen in einem unterirdischen Beinhaus in Mödling. Weltlicher verhält man sich in Maria Anzbach - die bizarre Schädel- und Knochenlagerstätte dient als Abstellkammer.

O.M.S.

"Verborgener Wienerwald - Vergessenes, Geheimnisvolles, Unbekanntes" von Josef Wirth (Text) und Robert Bouchal (Fotos). Pichler Verlag, Wien 2003. 168 Seiten, viele Fotos. Gebunden, 24,90 Euro. ISBN 3-85431-311-X.

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