Produktdetails
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Neu und anders findet Dietmar Dath diesen Roman von Anja Kümmel. Dath spricht von Narrativen, die keine Unterscheidung mehr machen zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft, sondern diese Kategorien aufeinander beziehen. Für Dath ergeben sich so Möglichkeiten, gegen technokapitalistische Heilsverprechen anzugehen. "Erzählende Möglichkeitsforschung" nennt er das freudig erregt, und das Buch das beste deutschsprachige Beispiel dafür. Dass der Leser sich erst einlesen muss, bis er Orwell und Huxley von ferne winken sieht, wird belohnt, meint Dath. Nicht von Sarkasmus, nicht von Pathos, sondern von Seltsamkeiten, die der Geschichte der Produktion und der Macht entspringen, wie Dath schreibt. Alles ist wirklicher, als einem lieb sein kann.

© Perlentaucher Medien GmbH