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Wer hat nicht als Junge davon geträumt, Fußballprofi zu werden, und dann mit sechzehn eingesehen, daß es nicht reicht? Wer redet nicht immer noch von Frank Mills Pfostenschuß, Michael Kutzops verschossenem Elfmeter, dem traumatischen Halbfinale 2006 gegen Italien? Von Maradonas Hand Gottes, Oliver Bierhoffs Golden Goal, Nürnbergs Aufstieg und Triumph unter Hans Meyer? Die deutsche Nationalmannschaft der Autoren schreibt über verlorene Ideale und neue Hoffnungen, über gute Gelegenheiten und verpaßte Chancen, über legendäre Spieler, denkwürdige Begegnungen und die innere Zerrissenheit des Fans…mehr

Produktbeschreibung
Wer hat nicht als Junge davon geträumt, Fußballprofi zu werden, und dann mit sechzehn eingesehen, daß es nicht reicht? Wer redet nicht immer noch von Frank Mills Pfostenschuß, Michael Kutzops verschossenem Elfmeter, dem traumatischen Halbfinale 2006 gegen Italien? Von Maradonas Hand Gottes, Oliver Bierhoffs Golden Goal, Nürnbergs Aufstieg und Triumph unter Hans Meyer? Die deutsche Nationalmannschaft der Autoren schreibt über verlorene Ideale und neue Hoffnungen, über gute Gelegenheiten und verpaßte Chancen, über legendäre Spieler, denkwürdige Begegnungen und die innere Zerrissenheit des Fans eines ewigen Tabellenletzten. In 22 wahren und erfundenen Geschichten lassen fußballbesessene Schriftsteller große Momente noch einmal aufleben. Mit Texten von Albert Ostermaier, Moritz Rinke, Sönke Wortmann, Jan Brandt, Norbert Kron, Jochen Schmidt, Jan Böttcher, Falko Hennig, Wolfram Eilenberger, Tobias Hülswitt, Michael Lentz, Thomas Brussig, Christoph Nußbaumeder und Gastbeiträgen von Jorge Valdano und Hans Meyer.
  • Produktdetails
  • Suhrkamp Taschenbücher Nr.3969
  • Verlag: Suhrkamp
  • Best.Nr. des Verlages: 45969
  • Seitenzahl: 284
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 284 S. 176 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 177mm x 110mm x 20mm
  • Gewicht: 176g
  • ISBN-13: 9783518459690
  • ISBN-10: 3518459694
  • Best.Nr.: 23312683
Autorenporträt
Albert Ostermaier (geb. 1967) lebt und arbeitet in München. 1988 beginnt er erste Gedichte zu veröffentlichen und erhält zwei Jahre darauf mit dem Literaturstipendium der Stadt München seinen ersten Preis. Das 1993 geschriebene und 1995 im Bayerischen Staatsschauspiel München uraufgeführte Stück Zwischen zwei Feuern. Tollertopographie eröffnet Albert Ostermaiers Karriere als Theaterautor. Er wird Hausautor am Nationaltheater in Mannheim (Spielzeit 1996/1997), am Bayerischen Staatsschauspiel (Spielzeit 1999/2000) und am Wiener Burgtheater (Spielzeit 2003-2009). Seine Theaterstücke werden/wurden von vielen namhaften Regisseuren inszeniert, u.a. von Andrea Breth, Lars Ole Walburg und Martin KuSej. In 2012 gab es drei neue Theaterstücke und Uraufführungen. Ein Pfund Fleisch am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, die Dramatisierung des jüngsten Romans Schwarze Sonne scheine in Luxemburg und Call me God im Residenztheater. Neben seinen zahlreichen Lyrik-Bänden und Theaterstücken schrieb er 2008 seinen ersten Roman Zephyr und 2011 Schwarze Sonne scheine, der auch als Hörbuch erschien und mit dem Preis der Schallplattenkritik ausgezeichnet wurde. Im Prestel-Verlag ist 2012 der Fotoband Venedig. Die Unsichtbare von Christopher Thomas mit Gedichten von Albert Ostermaier erschienen und zuletzt bei Suhrkamp die Erzählung Die Liebende. Im September 2013 erschien sein Roman Seine Zeit zu sterben im Suhrkamp Verlag, ein Thriller, der in der Glitzerwelt Kitzbühels spielt. Albert Ostermaier wurde mit namhaften Preisen und Auszeichnungen geehrt, u.a. dem Kleist-Preis, dem Bertolt-Brecht-Preis und in 2011 mit dem Welt-Literaturpreis für sein literarisches Gesamtwerk. Er ist zudem Torwart der deutschen Autorennationalmannschaft und Kurator bei der DFB-Kulturstiftung. Albert Ostermaier war >writer in residence< in New York und übernahm in den letzten Jahren Gastdozenturen an diversen deutschen Universitäten. Als Künstlerischer Leiter verschiedener Festivals hat Albert Ostermaier großes Ansehen erlangt.
Inhaltsangabe
Vorwort der Herausgeber - Ulli Kuper: Das Wesentliche - Ralf Bönt: Brief an den Besten - Jorge Valdano: Das erträumte Tor - Albert Ostermaier: luftball - Michael Lentz: Abseits - Friedrich Ani: Das einmalige Leben des Robert Vogelsang - Jörg Schieke: Mit dem Ball am Fuß durch einen Flockenwirbel auf das verschneite Tor zulaufen - Jan Böttcher: Gesänge aufs Jugendtraining - Thomas Klupp: Der Trainer - Michael Levitin: Nicht genug - Christoph Nußbaumeder: Das wichtigste Spiel - Klaus Cäsar Zehrer: Die wiederhergestellte Ehre des Berthold Zehrer - Jan Brandt: Schatzschneider - Andreas Merkel: Herrndorf gibt nicht auf - Ralf Bönt: Essen - Uli Hannemann: Vor dem Spiel ist nach dem Spiel - Klaus Döring: Bis zur letzten Minute - Sönke Wortmann: Bei Wembley - Wolfram Eilenberger: Lingor müsste schießen... Simon Roloff: Über Cannavaro sprechen - Georg M. Oswald: Gerd Müller - Albert Ostermaier: Abschlag oder Die Angst nach dem Wunder - Frank Willmann: Weiße Mäuse - Hans Meyer: Meine größten Erfolge - Norbert Kron: Abschiedsspiel - Wolfram Eilenberger: Warum wir junge Männer lieben... - Moritz Rinke: Die Pool-Novellen - Konstantin Richter: Gipfeltreffen - Florian Werner: Das WM-Halbfinale am 4. Juli 2006 - Jochen Schmidt: Ich weiß nicht mal mehr, wie das Spiel ausgegangen ist - Wolfram Eilenberger: Paradise Now - Hans Ulrich Gumbrecht: Monokultur in Moll
Rezensionen
Besprechung von 27.03.2008
Fit für die Euro-Sause

Fußball ist schon lange nicht mehr das andere einer von ökonomischen und politischen Interessen bestimmten Wirklichkeit. Die Spieler und Freunde der deutschen Autorennationalmannschaft aber nehmen ihn unverdrossen als mythische Erzählung, in der sich zwischen Welt und Himmel gewitzte Götter und jubilierende oder zu Tode betrübte Helden tummeln. Mit nur wenig Restironie erscheint die Welt des Fußballs in den Geschichten der kickenden Literaten als Suche nach dem erfüllten Augenblick, dem Moment, in dem Schönheit, Kraft, Geschick, Zufall und Zweckmäßigkeit die ultimative Synthese eingehen. Da sie wissen, wovon sie reden, kommt dieser Moment in den Texten eher selten vor. Der Enthusiasmus ist elegisch durchtränkt wie schon in den legendären Fußball-Sonetten des Ehrenspielführers Ror Wolf, die den Sektionen des Bandes als Hommage vorangestellt sind. Fußball erscheint vor allem als schöne Kunst des Scheiterns, der verpassten Gelegenheiten und der Unwiederbringlichkeit. Gleichwohl scheint Fußballspielen gerade für Schriftsteller einen Zugang zum Sozialen zu eröffnen, "dass es da ein Vertrauen gibt, man auf dem Platz Orientierung hat und dass man dann über seine eigene Leistung hinaus Verantwortung für das Ganze übernimmt". Vom Trainer Hans Meyer erfährt der Leser freilich, dass es in der Schriftstellertruppe an der sprachlichen Vorbereitung der Spielsituationen hapert: "Ihr redet gar nicht miteinander." Dem Vergnügen an dem Band tut das aber keinen Abbruch. ("Titelkampf". Fußballgeschichten der deutschen Autorennationalmannschaft. Herausgegeben von Ralf Bönt, Albert Ostermeier und Moritz Rinke. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008. 284. S., br., 8,90 [Euro].) fap

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Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Dies sei ein "nettes Buch", befindet Rezensent Christoph Dieckmann über dieses literarische Fußballbuch, an dem Dieckmann zufolge einige "unserer Nationalfedern" mitgewirkt haben. Wenngleich es nicht ganz so gut wie der Sportteil der Süddeutschen Zeitung sei, wie er mit Süffisanz hinzufügt. Was dort steht? Vor allem viel "Schnick und Schnack", "Sentimentalitäten, biografische Splitter" und manches mehr, wie Dieckmann glaubhaft versichert. Die meisten Texte würde "Kollektiverinnerungen" heraufbeschwören, denen sie dann Individiuelles anfügten. Man ahnt, dass dies nicht abendfüllend ist und versteht sofort, wenn man das Kritikerbekenntnis liest, dass Dieckmann am spannendsten die Essays gefunden habe: Hans Ulrich Gumbrechts Betrachtungen zur Kulturtechnik Fußball zum Beispiel.

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