30,00
versandkostenfrei*

Preis in Euro, inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Broschiertes Buch

In den Jahren 1981 bis 1998 hat Schleef kaum Tagebuch geführt. Er hatte zu inszenieren und Bücher zu schreiben (Gertrud 1, Gertrud 2, Droge Faust Parsifal). Als er sich in den letzten Jahren seines Lebens daranmachte, das Tagebuch auszuarbeiten und einzurichten, füllte er die Lücke mit eigenen Texten aus dieser Zeit, ungedruckten Langfassungen von Interviews zum Beispiel.Im Gegensatz dazu scheint er in den Jahren 1999 bis 2001 fast nur noch Tagebuch zu schreiben, wenn er nicht gerade schwimmt, am liebsten in der Donau bei Wien. Schreiben dient ihm wie das Schwimmen dazu, sich zur Ruhe zu…mehr

Produktbeschreibung
In den Jahren 1981 bis 1998 hat Schleef kaum Tagebuch geführt. Er hatte zu inszenieren und Bücher zu schreiben (Gertrud 1, Gertrud 2, Droge Faust Parsifal). Als er sich in den letzten Jahren seines Lebens daranmachte, das Tagebuch auszuarbeiten und einzurichten, füllte er die Lücke mit eigenen Texten aus dieser Zeit, ungedruckten Langfassungen von Interviews zum Beispiel.Im Gegensatz dazu scheint er in den Jahren 1999 bis 2001 fast nur noch Tagebuch zu schreiben, wenn er nicht gerade schwimmt, am liebsten in der Donau bei Wien. Schreiben dient ihm wie das Schwimmen dazu, sich zur Ruhe zu bringen. Nichts anderes hilft. Mit den Endloseintragungen schlafloser Nächte hält er sich an der Oberfläche - um weiterzugleiten, aufs Ende zu.
  • Produktdetails
  • Verlag: Suhrkamp
  • Seitenzahl: 459
  • Erscheinungstermin: 19. März 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 235mm x 160mm x 30mm
  • Gewicht: 804g
  • ISBN-13: 9783518420690
  • ISBN-10: 3518420690
  • Artikelnr.: 25431222
Autorenporträt
Schleef, Einar
Einar Schleef wurde am 17. Januar 1944 in Sangershausen geboren und starb am 21. Juli 2001 in Berlin. Er ist heute hauptsächlich als Dramatiker und Regisseur bekannt, arbeitete aber auch als Bühnenbildner, Maler und Schauspieler. Zu seinen zentralen Werken zählen der Roman Gertrud und das Theaterstück Nietzsche Trilogie. Er wurde mit seinen Stücken mehrfach zum Theatertreffen eingeladen und erhielt neben zahlreichen anderen Preisen auch den Mülheimer Dramatikerpreis 1995.

Menninghaus, Winfried
Winfried Menninghaus, geboren 1952, ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften an der FU Berlin.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Ekkehard Knörer hat gewählt. Zwischen Mitmachen bei diesem monströsen Tagebuchprojekt (dessen zwei abschließende Bände nun vorliegen) und Aussteigen. Als Leser zieht er es vor, sich, genau wie der Autor selbst, dem Textfluss auszuliefern, diesem Sprachkörper Einar Schleef. Im Detail bedeutet dies für den Rezensenten, in ein Textkonvolut einzutauchen, das, vor allem im vorletzten Band, nicht Tagebuch im herkömmlichen Sinn ist, sondern eher eine Sammlung von literarischen Entwürfen und Fassungen. Die allerdings, auch das weiß Knörer, sind immer nah am Autobiografischen. Ob die Gegenwart von der Vergangenheit "unterspült" wird und Kindheitserinnerungen auftauchen. Oder (so nach Schleefs Zusammbruch im Januar 2001) der Autor die Theaterarbeit mit eigenen Todesfantasien verbindet. Und immer ist die Lektüre eine Zumutung. Knörer hat Mühe, den Assoziationskaskaden zu folgen. Doch die aus den Texten sprechende Dringlichkeit nimmt er dem Autor ab.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Die rund 2500 Seiten der fünf Bände dokumentieren das Leben, die Kämpfe, die Frustrationen, die Triumphe und Niederlagen eines radikalen, immer an die Grenze und darüber hinaus gehenden Schriftstellers und Theatermachers, der das Tagebuchschreiben als Obsession betrieb und dabei auch die intimsten Details nicht verschwieg. Diese Tagebücher sind die einzigartigen Dokumente eines schwierigen Genies."
Bühne Nr. 10/ Oktober 2009