Sieben Sätze und ein Kuss - Ranst, Do van
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Vorhang auf für Dina! Keiner küsst so gut wie sie! Nur sieben Sätze und einen Kuss enthält die Rolle, die Dina in dem Theaterstück anlässlich der 500-Jahr-Feier ihres Dorfes erhalten hat. Und küssen soll sie auch noch den blöden Mädchenschwarm Martin. Doch Dina beschließt, dass sie es allen zeigen wird! Sie beobachtet ihre große Schwester heimlich beim Knutschen und schaut sich zur Vorbereitung Liebesfilme an. Und als der Regisseur dann "Küssen" sagt, vergehen Martin fast die Sinne!…mehr

Produktbeschreibung
Vorhang auf für Dina! Keiner küsst so gut wie sie!
Nur sieben Sätze und einen Kuss enthält die Rolle, die Dina in dem Theaterstück anlässlich der 500-Jahr-Feier ihres Dorfes erhalten hat. Und küssen soll sie auch noch den blöden Mädchenschwarm Martin. Doch Dina beschließt, dass sie es allen zeigen wird! Sie beobachtet ihre große Schwester heimlich beim Knutschen und schaut sich zur Vorbereitung Liebesfilme an. Und als der Regisseur dann "Küssen" sagt, vergehen Martin fast die Sinne!
  • Produktdetails
  • Verlag: OETINGER
  • Seitenzahl: 93
  • Altersempfehlung: ab 10 Jahren
  • 2003
  • Ausstattung/Bilder: 2003. 93 S. m. Illustr. v. Barbara Scholz.
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm
  • Gewicht: 249g
  • ISBN-13: 9783789146084
  • ISBN-10: 3789146080
  • Artikelnr.: 11154790
Autorenporträt
Der flämische Autor Do van Ranst wurde 1974 in Dendermonde/Belgien geboren. Er entwirft Schaufenster für Kinder- und Jugendabteilungen von Kaufhäusern, spielt in einer Theatergruppe und schreibt Jugendbücher.
Rezensionen
Besprechung von 17.03.2003
Die Hauptrolle
Ein Mädchen und sein Traum
Sieben Sätze sind nicht gerade viel, wenn man eigentlich die Hauptrolle in dem Theaterstück spielen will. Sieben Sätze und ein Kuss sind allerdings schon etwas ganz anderes.
Als Dina in der Zeitung von dem geplanten Theaterprojekt liest, weiß sie sofort, dass nur sie als Hauptdarstellerin in Frage kommt. Sie hat genau das richtige Alter und ihre Schwester geht sogar auf die Schauspielschule. Von ihr bekommt sie zwar auch eine Menge guter Tipps – aber ganz reicht es am Ende doch nicht. Dina darf nur eine Nebenrolle spielen, und ausgerechnet die klapperdürre Maluis mit ihrer Zahnspange kriegt die Hauptrolle. Ungerecht oder ein Versehen?
Im Gegensatz zu seiner Hauptfigur scheint Do van Ranst mit seinem ersten Buch nicht unbedingt gleich die Hauptrolle spielen zu wollen. Lieber bleibt der junge belgische Autor bescheiden am Rand und verzichtet auf allzu viel lautes Brimborium. Noch nicht einmal hundert Seiten umfasst das schmale Buch, aber es erzählt eigentlich alles. Kleinere Rollen sind nämlich manchmal größere Herausforderungen – das wird auch Dina ziemlich schnell klar. Was ist denn eigentlich ein guter Kuss? Und mit wem kann man das üben?
Sieben Sätze und ein Kuss ist ein kurzes, ein stilles aber ein sehr dichtes Kinderbuch mit einem leisen Humor. Mit etwas mehr als sieben Sätzen zwar, aber auch keinem Satz zu viel. Wie in einem guten Theaterstück sind wir ganz nah an der Hauptfigur, können mithoffen, mitleiden und uns mitfreuen.
Dank einer lebendigen, sehr selbstbewussten Dina und einer schnellen Handlungsabfolge vergeht die Geschichte, die noch manche überraschende Wendung nimmt, wie im Zeitraffer. Am Ende ist man fast traurig, Dina wieder verlassen zu müssen – und vor allem: das fertige Theaterstück nicht sehen zu dürfen. Denn sieben Sätze sind vielleicht nicht so schwierig. Aber der Kuss. (ab 8 Jahre)
IMKE MEIER
DO VAN RANST: Sieben Sätze und ein Kuss. Aus dem Niederländischen von Sylke Hachmeister. Mit Illustrationen von Barbara Schulz. Oetinger Verlag 2003. 94 Seiten, 8,50 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Keinen Satz zuviel gibt es in diesem kurzen, stillen aber sehr dichten Kinderbuch von Do van Ranst, das von einem leisen Humor geprägt ist, , findet Imke Meier. Ganze sieben Sätze nur darf Dina in ihrer Nebenrolle sprechen, obwohl sie von der Hauptrolle geträumt hat, fasst Meier kurz die Handlung zusammen. Genauer gesagt: sieben Sätze und ein Kuss, und der ist gar nicht so einfach, stellt Dina fest - und merkt, erläutert Meier, dass Nebenrollen die größere Herausforderung darstellen können. Der junge belgische Autor Do van Ranst erzählt ganz dicht an seiner Hauptfigur, führt die Rezensentin aus, so dass die kleinen Leserinnen und Leser mit Dina bangen, hoffen und sich freuen könnten; zugleich nimmt die Geschichte ungeahnte Entwicklungen, so dass man am Ende fast traurig ist, so zumindest Imke Meier, bei der Premiere nicht persönlich anwesend zu sein.

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