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Der vorliegende Sammelband verortet sich im Schnittpunkt einer Technik- und Materialgeschichte der Kommunikation, einer historischen Medienforschung, einer Geschichte der Gefühle sowie der Geschlechtergeschichte. Die Zeit des 11. bis 15. Jahrhunderts ist die Zeit der "Verschriftung" der europäischen Kultur, der Verschriftlichung der Volkssprachen und des Eindringens der Schrift in die Bereiche von Verwaltung, Rechtswesen und Herrschaftsausübung. In diesem Kontext stellt sich die Frage, inwiefern die sich in diesem Prozess herausbildenden Liebeskonzepte durch die Schriftkultur geprägt sind.…mehr

Produktbeschreibung
Der vorliegende Sammelband verortet sich im Schnittpunkt einer Technik- und Materialgeschichte der Kommunikation, einer historischen Medienforschung, einer Geschichte der Gefühle sowie der Geschlechtergeschichte. Die Zeit des 11. bis 15. Jahrhunderts ist die Zeit der "Verschriftung" der europäischen Kultur, der Verschriftlichung der Volkssprachen und des Eindringens der Schrift in die Bereiche von Verwaltung, Rechtswesen und Herrschaftsausübung. In diesem Kontext stellt sich die Frage, inwiefern die sich in diesem Prozess herausbildenden Liebeskonzepte durch die Schriftkultur geprägt sind. Dabei wird nicht nur die Materialität und Pragmatik des Mediums in den Blick genommen (Schreibmaterialien und Schrifthandeln), sondern genauso das mediale Konzept (Schrift als Medium der Abstraktion, als Distanzmedium, als Verfestigungsmedium, als Medium des Auges und der Anschaulichkeit) und die Schrifttradition. Der Band weist exemplarisch auf die zentrale Bedeutung der Mediengeschichte für die historische Emotionalitätsforschung hin und ist insofern auch Teil einer noch zu schreibenden Mediengeschichte der Emotionen.
  • Produktdetails
  • Trends in Medieval Philology Bd.13
  • Verlag: De Gruyter
  • Reprint 2014
  • Erscheinungstermin: 17. Juni 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 238mm x 162mm x 19mm
  • Gewicht: 490g
  • ISBN-13: 9783110203158
  • ISBN-10: 3110203154
  • Artikelnr.: 23878959
Autorenporträt
Mireille Schnyder, Universität Zürich, Schweiz.
Inhaltsangabe
Mireille Schnyder: Einführung; Peter von Moos: Vom Nutzen der Philologie für den Umgang mit anonymen Liebesbriefen. Ein Nachwort zu den Epistolae duorum amantium; Stephan Müller: Sprechende Bücher - verschwundene Schrift. Probleme und Praktiken der Kodifizierung von Intimität in der Volkssprache im Früh- und Hochmittelalter. Zugleich eine These zur Spätüberlieferung des Minnesangs; Bruno Quast/Monika Schausten: Amors Pfeil. Liebe zwischen Medialisierung und Mythisierung in Heinrichs von Veldeke Eneasroman; Astrid Bußmann: Variationen des Liebesgeständnisses in Heinrichs von Veldeke Eneasroman; Christoph Huber: Minne als Brief. Zum Ausdruck von Intimität im nachklassischen höfischen Roman; M argreth Egidi: Schrift und "ökonomische Logik" im höfischen Liebesdiskurs: Flore und Blanscheflur und Apollonius von Tyrland; Barbara Kuhn: Körperzeichen, Zeichenschrift, Schriftkörper. Die Liebe der Schrift in Dantes Vita nuova; Ludger Lieb: Minne schreiben. Schriftmetaphorik und Schriftpraxis in den "Minnereden" des spätenMittelalters; Susanne Reichlin: Gescheiterte Liebeserziehung - gelungene Beschriftung: Sprache und Begehren im Märe Des Mönchs Not ; Andreas Kraß: Helena als Figur des Begehrens in der Historia von D. Johann Fausten
Rezensionen
"Schnyders Sammelband bringt die historische Emotionalitätsforschung und die Mediengeschichte zusammen und konzentriert sich auf das mittelalterliche Verhälnis von Schrift und Liebe; die europäische, insbesondere die deutsche Entwicklung der Schriftlichkeit mit ihren Auswirkungen auf die Liebeskommunikation steht im Vordergrund. [...] Ausflüge zu Dantes 'Vita nuova' und zur frühneuzeitlichen 'Historia von D. Johann Fausten' vervollständigen den instruktiven Überblick."W. Günther in: Das Mittelalter 16 (2011) 2