Rote Weste und Monokel - Roda Roda
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Wunderliche Käuze und gelehrte Künstler, vertrottelte Adelige und seltsame Rabbiner, das ganze Personal der k. u. k. Monarchie tritt an zur Parade. Hans Traxler, der Roda Rodas Humoresken, Anekdoten und Schwänke ausgewählt und illustriert hat, stellt einen Meister der Beobachtungsgabe und der Pointierungskunst vor. Er hebt damit einen charmanten Chronisten vom Schlage eines Egon Friedell und Alfred Polgar aufs neue ins Bewußtsein.…mehr

Produktbeschreibung
Wunderliche Käuze und gelehrte Künstler, vertrottelte Adelige und seltsame Rabbiner, das ganze Personal der k. u. k. Monarchie tritt an zur Parade. Hans Traxler, der Roda Rodas Humoresken, Anekdoten und Schwänke ausgewählt und illustriert hat, stellt einen Meister der Beobachtungsgabe und der Pointierungskunst vor. Er hebt damit einen charmanten Chronisten vom Schlage eines Egon Friedell und Alfred Polgar aufs neue ins Bewußtsein.
  • Produktdetails
  • Verlag: Zsolnay, Paul
  • Best.Nr. des Verlages: 551/04942
  • 1999
  • Deutsch
  • ISBN-13: 9783552049420
  • ISBN-10: 3552049428
  • Best.Nr.: 08151438
Autorenporträt
Kritiker oder Liebhaber des alten Österreich? Roda Roda war beides. 1872 als Sandor Friedrich Rosenfeld in Puszta Zdenci (Slowenien) geboren, besucht er in Wien Schule und Universität, ehe er Berufsoffizier wird. Wegen seiner glänzenden satirischen Schriften gerät er bald in Schwierigkeiten mit seinen Vorgesetzten, die schließlich im Hinauswurf aus der Armee gipfeln. Roda Roda, wie er seit 1906 offiziel heißt, schreibt eine große Anzahl humoristischer Erzählungen, Anekdoten, Novellen und Theaterstücke, die in rascher Folge und in vielen Büchern erscheinen. Als sein Theaterstück "Der Feldherrnhügel" in Österreich verboten wird, verlässt er das Land und lässt sich in Berlin nieder. Roda Roda steht auf der Bühnen, vor und hinter der Kamera, zahlreiche Vortragsreisen führen ihn durch halb Europa, 1923 erstmals auch nach Amerika. 1933, nach dem Reichstagsbrand, geht er nach Österreich zurück, muss allerdings 1938 emigrieren. Nach einer Zwischenstation in der Schweiz landet er schließlich 1941 in New York. Schon bald nach seiner Ankunft erkrankt er schwer und stirbt 1945.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Für Hans Traxler, den Zeichner der Satirezeitschrift "Titanic" und Herausgeber dieses Bandes, sei Roda Roda eine bestimmende Leseerfahrung gewesen, berichtet Martin Ebner über das Buch. Er schildert, wie sehr Traxler Roda Rodas Szenen aus dem alten Österreich-Ungarn für ihren Witz, ihre Genauigkeit und ihre "Grundschnelligkeit" schätzt. Traxlers Zeichnungen zu dem Buch ließen allerdings alles habsburgische Kolorit vermissen. Ebner kritisiert, dass Traxler in der kleinen Biografie über Roda Roda, die er dem Band beigibt, etwas schön zeichnet und zum Beispiel verschweigt, dass Roda Roda, der 1945 im Exil starb, sich auch schon mal "als deutschnationaler Herrenreiter aufspielte".

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