Rom, andere Stadt - Pasolini, Pier Paolo
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Diese Texte über Rom aus den 50er und 60er Jahren - die hier zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt erscheinen - sind Pasolinis 8 berührende Liebeserklärungen an die "grande metropoli popolare" und ihr poetischer Abgesang. Pasolini erzählt von seiner Liebe zu dieser Stadt, die sich aber durch den aufziehenden "Zentralismus des Konsumismus" schon zu seinen Lebzeiten veränderte: eine Liebe mit unglücklichem Ausgang. Ein"Muss" für alle Pasolini-Leser, das "Soll" für all jene, die hinter Roms Gegenwartskulisse schauen wollen. Die Fotografien von Herbert List aus der Entstehungszeit der Texte geben…mehr

Produktbeschreibung
Diese Texte über Rom aus den 50er und 60er Jahren - die hier zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt erscheinen - sind Pasolinis 8 berührende Liebeserklärungen an die "grande metropoli popolare" und ihr poetischer Abgesang. Pasolini erzählt von seiner Liebe zu dieser Stadt, die sich aber durch den aufziehenden "Zentralismus des Konsumismus" schon zu seinen Lebzeiten veränderte: eine Liebe mit unglücklichem Ausgang. Ein"Muss" für alle Pasolini-Leser, das "Soll" für all jene, die hinter Roms Gegenwartskulisse schauen wollen. Die Fotografien von Herbert List aus der Entstehungszeit der Texte geben dem Buch seine besondere Atmosphäre. Dorothea Diekmanns Nachwort berichtet von der unerfüllten Liebe Pasolinis zur Ewigen Stadt.
  • Produktdetails
  • Corsolibro Bd.1
  • Verlag: Corso, Hamburg
  • Seitenzahl: 111
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 111 S. m. zahlr. Duoton-Fotos. 245 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 170mm x 18mm
  • Gewicht: 527g
  • ISBN-13: 9783862600014
  • ISBN-10: 3862600017
  • Best.Nr.: 30642944
Autorenporträt
Pier Paolo Pasolini, geboren 1922 in Bologna, war Schriftsteller, Filmregisseur und Kritiker. Er lebte in Casarsa (Friaul), verlor wegen obszöner Handlungen in der Öffentlichkeit seine Stelle als Lehrer und zog 1950 nach Rom. Er wurde 1975 ermordet.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Für Maike Albath ist dieser Sammelband über Pasolinis römische Jahre ein Fest. Warum Pasolini bis heute lesenswert ist, machen ihr die von Annette Kopetzki und Theresia Prammer "sorgfältig" zusammengestellten und übersetzten Gedichte, Briefauszüge und Essays wieder bewusst. Anhand der Textauswahl verfolgt die Rezensentin Pasolinis Bruch mit der friaulischen Heimat, seine Anknüpfung an die literarische Tradition, etwa die "plebejische Derbheit" G. G. Bellis, sowie seine ambivalente Haltung gegenüber der Ewigen Stadt und ihren Facetten. Idealisierung und eine, wie Albath findet, beinahe prophetische Sicht auf den kulturellen Verfall. Genau hier, in der rauschhaften Teilnahme einerseits, der analytischen Schärfe seiner soziologischen Beobachtungen andererseits scheint sich Pasolini für sie von anderen Rombetrachtern zu unterscheiden - weil er beides vereint als Elemente einer Gesellschaft. Sehr vermisst hat Albath allerdings die italienischen Originale der Texte. Sie hätten ihr die Verbindung zur Tradition unvergleichlich viel besser vor Augen geführt als die allerdings gelungenen Übersetzungen.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Von Theresia Prammer und Annette Kopetzki in eine einmal schwebende, einmal zupackende Sprache übersetzt und mit einem klugen Nachwort von Dorothea Dieckmann versehen, bietet die Sammlung einen faszinierenden Querschnitt durch Pasolinis römisches Leben." -- Neue Züricher Zeitung

"Es sind Dokumente enttäuschter Liebe: Ab den fünfziger Jahren umkreiste der italienische Filmemacher und Schriftsteller Pier Paolo Pasolini (1922-1975) in Erzählungen, Tagebucheinträgen, Gedichten und Zeitungsinterviews seine Wahlheimat Rom. (...) Der jüngst gegründete, auf Reiseliteratur spezialisierte Hamburger Corso Verlag versammelt in der bibliophilen Publikation 'Rom, andere Stadt' Pasolinis Rom-Zeugnisse - viele davon erscheinen zum ersten Mal auf Deutsch." -- Profil

"Gedichte, Geschichten, Interviews und Auszüge aus Tagebüchern sind in dem Buch zu finden. Zusammen mit den Schwarz-Weiß-Fotografien von Herbert List fügen sie sich zu einem großartigen Romporträt der Fünfziger-Jahre." -- Berliner Zeitung

"Die kurzen Prosatexte, Auszüge aus Briefen und Gedichten, von Annette Kopetzki und Theresia Prammer klug ausgewählt und leichtfüßig übersetzt, liefern einen Querschnitt seiner römischen Erfahrungen.

Gerade weil er sich den extremen Wirklichkeiten der Stadt bewusst aussetzte, wurde er zum Ethnographen einer Welt, die Intellektuellen sonst verschlossen blieb. Davon trägt der neue Band, der durch Fotos von Herbert List ergänzt wird und ein vielfältiges Bild der verschiedenen Schichtungen Roms vermittelt, wunderbar Rechnung. Ein Pasolini-Lese-und-Bilderbuch." -- DeutschlandRadio Kultur…mehr