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Wir erfahren, wie unsere Persönlichkeit im Gehirn entsteht, wie sie bewusst und insbesondere unbewusst unsere Entscheidungen und unser Handeln lenkt. Bei Entscheidungen und Verhaltensänderungen haben die unbewussten Anteile unserer Persönlichkeit das erste und das letzte Wort, Verstand und Vernunft sind nur Berater. Der Autor erläutert, warum es schwer ist, uns selbst und andere nachhaltig zu ändern, und wie dies dennoch zu schaffen ist. Zwei Fragen haben die Menschen seit jeher beschäftigt: Soll ich bei Entscheidungen eher meinem Verstand oder eher meinen Gefühlen folgen? und: Wie schaffe ich…mehr

Produktbeschreibung
Wir erfahren, wie unsere Persönlichkeit im Gehirn entsteht, wie sie bewusst und insbesondere unbewusst unsere Entscheidungen und unser Handeln lenkt. Bei Entscheidungen und Verhaltensänderungen haben die unbewussten Anteile unserer Persönlichkeit das erste und das letzte Wort, Verstand und Vernunft sind nur Berater. Der Autor erläutert, warum es schwer ist, uns selbst und andere nachhaltig zu ändern, und wie dies dennoch zu schaffen ist.
Zwei Fragen haben die Menschen seit jeher beschäftigt: Soll ich bei Entscheidungen eher meinem Verstand oder eher meinen Gefühlen folgen? und: Wie schaffe ich es, andere so zu verändern, dass sie das tun, was ich von ihnen will - und warum ist es noch schwieriger, sich selbst zu ändern?
Auf der Grundlage neuer psychologischer und neurobiologischer Kenntnisse können wir zu einem vertieften Verständnis von Entscheidungsprozessen und der Veränderbarkeit des Menschen kommen.
Der Autor erläutert, wie innerhalb der Individualentwicklung die Persönlichkeit auf unterschiedlichen unbewusst-bewussten und emotional-rationalen Ebenen des Gehirns entsteht. Sie weist jeweils eine ganz spezifische Dynamik auf und bestimmt dadurch den Ablauf von Entscheidung sowie die Möglichkeiten und Grenzen der Verhaltensänderungen. Ein grundlegendes Buch für unser Selbstverständnis und natürlich für Fragen der Erziehung, Personalführung, Psychotherapie.
In der Zeitschrift Cicero (Oktober 2009) wurde Gerhardt Roth als der bedeutendste Naturwissenschaftler in Deutschland ausgezeichnet.
  • Produktdetails
  • Verlag: Klett-Cotta
  • 8. Aufl.
  • Seitenzahl: 349
  • Erscheinungstermin: Juni 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 125mm x 30mm
  • Gewicht: 420g
  • ISBN-13: 9783608947069
  • ISBN-10: 360894706X
  • Artikelnr.: 33403832
Autorenporträt
Gerhard Roth zählt zu den bekanntesten Hirnforschern Deutschlands. Er hat in Philosophie und Zoologie promoviert und lehrt seit 1976 als Professor für Verhaltensphysiologie an der Universität in Bremen; seit 1989 ist er Direktor am dortigen Institut für Hirnforschung. 1997 wurde er zum Gründungsrektor des Hanse-Wissenschaftskollegs ernannt. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und seit 2003 Präsident der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seine Forschungsschwerpunkte sind neurobiologische Grundlagen der kognitiven und emotionalen Verhaltenssteuerung bei Wirbeltieren, neurobiologische Grundlagen psychischer Zustände und Erkrankungen, theoretische Neurobiologie und Neurophilosophie. Er hat neben zahlreichen Fachartikeln und -büchern auch eine ganze Reihe erfolgreicher Sachbücher veröffentlicht, darunter etwa Das Gehirn und seine Wirklichkeit sowie Fühlen, Denken, Handeln, und ist regelmäßig Gast von Fernseh- und Rundfunksendungen.
Inhaltsangabe
Vorwort 1 Persönlichkeit, Anlage und Umwelt Wie erfasst man "Persönlichkeit"? Temperament Die Bedeutung frühkindlicher Einflüsse und der Bindungserfahrung Intelligenz und Kreativität 2 Ein Blick in das menschliche Gehirn Der allgemeine Aufbau Die Großhirnrinde Das limbische System Zwischenhirn und Hirnstamm Die Bausteine des Gehirns GehirnentwicklungEXKURS 1 Methoden der Hirnforschung 3 Ich, Bewusstsein und das Unbewusste Ich-Zustände Bewusstsein Was gehört zum Unbewussten? Das Vorbewusstsein Wie, wann und wo entsteht im Gehirn das Bewusstsein? Wie steuert das Unbewusste das Bewusstsein? Wo existiert das Vorbewusste? 4 Die Verankerung der Persönlichkeit im Gehirn Die vier Ebenen der Persönlichkeit Wie diese vier Ebenen die Entwicklung unserer Persönlichkeit bestimmen Grenzen der Erziehung Vier Einflusskräfte formen die Persönlichkeit EXKURS 2 Verstand oder Gefühle - ein kleiner Blick in die Kulturgeschichte 5 Ökonomie und Psychologie der Entscheidungsprozesse Die Theorie rationalen Handelns und ihre Kritik Entscheidungs-Heuristiken Möglichkeiten und Grenzen bewusster Entscheidungen Der Umgang mit komplexen Geschehnissen Bauchentscheidungen, Kopfentscheidungen - oder etwas Drittes? 6 Psychologie und Neurobiologie von Verstand und Gefühlen Wo im Gehirn sitzen Verstand und Vernunft? Was sind Gefühle und wo im Gehirn sitzen sie? Das limbische System als Entstehungsort der Gefühle Das zerebrale Belohnungs- und Belohnungserwartungssystem Das ökonomische Gehirn 7 Was uns Handlungspsychologie und Neurobiologie über die Steuerung von Willenshandlungen sagen Das Rubikon-Modell der Handlungspsychologen Was passiert im Gehirn bei Willenshandlungen? Woher weiß das limbische System, was zu tun ist? 8 Welches ist die beste Entscheidungsstrategie? Der Nachteil der "Bauchentscheidungen" Die Vor- und Nachteile rationaler Entscheidungen Über die Vor- und Nachteile intuitiven Entscheidens Persönlichkeit und Entscheidung EXKURS 3 Wie veränderbar ist der Mensch? Ein zweiter Blick in die Kulturgeschichte Erziehungsoptimismus als "Staatsreligion" 9 Persönlichkeit, Stabilität und Veränderbarkeit Lebensläufe - wissenschaftlich untersucht Wie eine gewalttätige Persönlichkeit entsteht Wovon hängt die Zufriedenheit ab, und wie beständig ist sie? Bereiche der Veränderbarkeit des Menschen 10 Veränderbarkeit des Verhaltens aus Sicht der Lernpsychologie Bestrafung Belohnungsentzug Vermeidungslernen Belohnung Weitermachen, wenn die Belohnung ausbleibt 11 Motivation und Gehirn Motive und Persönlichkeit Kongruenz und Inkongruenz von Motiven und Zielen Merksätze zur Belohnung 12 Einsicht und Verstehen Warum ist es schwierig, andere zu verstehen und ihnen Einsicht zu vermitteln? Jeder lebt in seiner Welt Die Gründe von Nichtverstehen 13 Über die grundlegende Schwierigkeit, sich selbst zu verstehen Selbsttäuschung und Selbsterkenntnis Selbsttäuschungen besonderer Art 14 Was können wir tun, um andere zu ändern? Erste Strategie: Der Befehl von oben Zweite Strategie: Der Appell an die Einsicht Dritte Strategie: Orientierung an der Persönlichkeit Der Vorgesetzte - eine Frage des Vertrauens Der Vorgesetzte als Vorbild Wie gehe ich mit den unterschiedlichen Typen von Mitarbeitern um? 15 Möglichkeiten und Grenzen der Selbstveränderung Tiefgreifende Persönlichkeitsveränderungen und ihre Ursachen Selbstveränderung in der Partnerbeziehung Selbstmotivation 16 Persönlichkeit und Freiheit Worum geht es überhaupt bei der Debatte um die Willensfreiheit? Die Unzulänglichkeiten des traditionellen Willensfreiheitsbegriffs Freiheit und Determinismus Willensfreiheit kann nicht auf Zufall aufbauen Willensfreiheit ist ohne Determiniertheit nicht möglich Literaturzitate und weiterführende Literatur Personenregister Sachregister
Rezensionen
»Dennoch bleibt auch dann die Macht des Gewohnten stark. "Das Gehirn trachtet immer danach, Dinge zu automatisieren, Gewohnheiten auszubilden, und es besetzt dies mit deutlichen Lustgefühlen. Am Bewährten festzuhalten vermittelt das Gefühl der Sicherheit, Geborgenheit und Kompetenz und reduziert die Furcht vor der Zukunft und dem Versagen", schreibt der Hirnforscher Gerhard Roth von der Universität Bremen in seinem 2007 erschienenen Buch "Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten. Warum es so schwierig ist, sich und andere zu ändern".« Nikolas Westerhoff, Süddeutsche Zeitung, 7.6.2008 »Jeder weiß, wie schwer es fäll, die eigenen Gewohnheiten zu ändern, und noch schwerer ist es, das Verhalten anderer in eine Richtung zu lenken, die wir für vernünftig halten. Warum das so ist, versucht der bekannte Hirnforscher Gerhard Roth in seinem neuen Buch zu erklären, und was er zu diesem Zweck aufbietet ist beeindruckend: Glasklar, geduldig und für den Laien weitestgehend verständlich, legt Roth hier mit vielen alltagspraktischen Beispielen aus der experimentellen Psychologie so etwas wie die Quintessenz seiner Forschung vor.« Christine Pries, Frankfurter Rundschau, 10.10.2007 »Gerhard Roth versteht es glänzend den derzeitigen Stand der Hirnforschung zusammenzufassen und Hält sich dabei erfrischend wenig an political correctness. Empfehlenswert!« Der Tagesspiegel, 10.10.2007