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Vier Männer kommen an einem glühendheißen Tag in ein stilles Dorf. Man erfährt wenig über sie, scheinbar sind es arme Teufel. Sie haben aber einen Plan: Sie wollen eine Bank ausrauben. Der Coup mißlingt, ebenso die Flucht. Das Dorf wird zur Falle, seine Bewohner formieren sich zum Mob, die Räuber werden zu Gejagten. Ein Gelähmter, der von Großwildjagden träumt, schraubt das Zielfernrohr auf sein Gewehr, eine einsame Frau versteckt einen Flüchtenden und will ihn zum Komplizen ihres verpfuschten Lebens machen, der angesehenste Bürger des Dorfes ist zugleich sein größter Verbrecher. Den Gehetzten …mehr

Produktbeschreibung
Vier Männer kommen an einem glühendheißen Tag in ein stilles Dorf. Man erfährt wenig über sie, scheinbar sind es arme Teufel. Sie haben aber einen Plan: Sie wollen eine Bank ausrauben. Der Coup mißlingt, ebenso die Flucht. Das Dorf wird zur Falle, seine Bewohner formieren sich zum Mob, die Räuber werden zu Gejagten. Ein Gelähmter, der von Großwildjagden träumt, schraubt das Zielfernrohr auf sein Gewehr, eine einsame Frau versteckt einen Flüchtenden und will ihn zum Komplizen ihres verpfuschten Lebens machen, der angesehenste Bürger des Dorfes ist zugleich sein größter Verbrecher. Den Gehetzten bleiben nur wenige Stunden. Noch eine Nacht ist ein düsterer Krimi in gleißender lateinamerikanischer Sonne, eine packende, manchmal grandios komische Geschichte von Gier, Verzweiflung und menschlichen Abgründen.
Autorenporträt
Antonio Dal Masetto, geboren 1938 in Norditalien, wanderte mit seinen Eltern 1950 nach Argentinien aus. Er hat zahlreiche Romane und Erzählbände veröffentlicht und ist einer der renommiertesten Autoren seines Landes.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Als "bösen Roman voll grimmigen Humors" hat Rezensent Tobias Gohlis diesen Kriminalroman genossen, seinem Eindruck zufolge eine Geschichte über die unterschiedlichsten Erscheinungsformen von Gewalt, die in einem argentinischen Provinznest spielt. Da wird, wie wir lesen, unter anderem der Dorftrottel unter Gegröhl mit einer Hure verheiratet und für vier menschen- und tierequälende Gangster endet ein Banküberfall tödlich. Zu den besonderen Genüssen dieser Prosa zählt der Rezensent die Lakonie, mit der Antonio dal Masetto jeden Exzess zugleich "natürlich, notwendig und grotesk" wirken lasse, wie jede psychologische und sonstige Erklärung unter der Kälte seines Blicks zerfallen würde. Auch die Übersetzung von Susanna Mende erhält Bestnoten.

© Perlentaucher Medien GmbH