Keine Namen - Cejpek, Lucas

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Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Das Gegenstück zu Musils "Mann ohne Eigenschaften" sieht Samuel Moser in Lucas Cejpeks Roman "Keine Namen": da gebe es nämliche jede Menge Eigenschaften, aber ohne den passenden Mann dazu. So viele Eigenschaften könne nämlich niemand haben. Eine verwirrende Sache also. Und so richtig geht aus Mosers Rezension auch nicht hervor, ob er diese Verwirrung schätzt oder nicht. Ein Mann wird von einer Journalistin interviewt, und dieser redet alles klein, bis nichts mehr zuzuordnen ist, nichts mehr passt. Informationen seien sein Geschäft, heißt es, der Mann ein Geheimnisträger, vielleicht. Alles ist Fälschung und Wahrheit und Versteck zugleich, und wo "es nur Hüllen gibt, gibt es nichts zu enthüllen"; schreibt Moser. Noch ein Literaturvergleich fällt ihm zum Schluss ein: Flauberts "Buch über nichts", das nie entstanden ist, jetzt jedoch in einer neuen, zeitgemäßeren Variante vorliegt und im übrigen aus Österreich kommt.

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