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Nach dem Erfolgstitel Sarah das neue Buch von J.T. LeRoy: eine Reise in die Abgründe seiner Kindheit zwischen Gewalt und sexueller Ausbeutung. "LeRoys Stil ist so authentisch in seiner Leidenschaft, Prägnanz, emotionalen Tiefe und lyrischen Schönheit, dass er alle Standards, die wir von der Gegenwartsliteratur erwarten, durchbricht." Dennis Cooper…mehr

Produktbeschreibung
Nach dem Erfolgstitel Sarah das neue Buch von J.T. LeRoy: eine Reise in die Abgründe seiner Kindheit zwischen Gewalt und sexueller Ausbeutung.
"LeRoys Stil ist so authentisch in seiner Leidenschaft, Prägnanz, emotionalen Tiefe und lyrischen Schönheit, dass er alle Standards, die wir von der Gegenwartsliteratur erwarten, durchbricht."
Dennis Cooper
  • Produktdetails
  • Verlag: Reclam, Leipzig
  • Seitenzahl: 256
  • Deutsch
  • Abmessung: 210mm
  • Gewicht: 382g
  • ISBN-13: 9783379007849
  • ISBN-10: 3379007846
  • Artikelnr.: 10254578
Autorenporträt
J. T. LeRoy ist Anfang Zwanzig und lebt als Autor und Journalist in Kalifornien. Er schreibt u. a. für die NY Press. Sarah ist sein erster Roman.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Der heute 21-jährige "subkulturelle Jungstar der US-Literatur", J. T. LeRoy, der mit 16 Jahren auf therapeutischen Rat hin begann, sein zwischen Drogen und sexuellem Missbrauch angesiedeltes Leben mit dem Schreiben aufzuarbeiten, schildert in diesem Erzählband die "mehr als duldsame Reise" des Jungen Jeremiah. Der wird von seinem 4. bis zu seinem 14. Lebensjahr von seiner drogenabhängigen und sich prostituierenden Mutter durch die Staaten "geschleift", berichtet Wilhelm Trapp, von der Mutter gnadenlos instrumentalisiert und bietet sich in seiner Verzweiflung und Einsamkeit als Mädchen verkleidet seinem betrunkenen Stiefvater an. Das Buch ist an vielen Stellen "roh" und "kaum auszuhalten", so der Rezensent, doch auch gleichermaßen faszinierend. Denn LeRoy erzählt mit einer Distanz, in der sehr viel Kraft steckt, meint Trapp. Diese Distanz bewahre vor Selbstmitleid und vor Schuldzuweisung und zeuge daher von einer hohen und erstaunlichen erzählerischen Kraft. Das Buch selbst ist, obwohl später erschienen, die Basis für LeRoys ebenfalls sehr bitteren Roman "Sarah", den der Reclam Verlag im letzten Jahr veröffentlicht hat, informiert Trapp.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Der junge Mann, dessen soeben auf deutsche erschienenes zweites Buch Jeremiah sich liest wie ein Totalschaden auf Raten, ist zum Darling der US-Literaturszene avanciert. Die Band Garbage hat ihm einen Song gewidmet, und der Sänger und Schauspieler Tom Waits interviewte ihn für Vanity Fair. LeRoy kommt aus dem Rinnsteinamerika der Drogen und Obdachlosenasyle, hat sich rausgeschrieben aus dem Alltag der ´Lot Lizards´, jener amerikanischen Parkplatzhuren, in deren Windschatten seine trostlose Kindheit verlief." Stern

"Der Autor JT LeRoy hat zwei unschlagbare Vorteile: Er ist jung und sieht gut aus. Mit seinen halblangen Haaren und dem verschlagenen Grinsen wirkt LeRoy auf Fotos eher wie ein Sänger einer Post-Grunge-Band, nicht wie einer, der mit Anfang Zwanzig bereits mehrere Bücher geschrieben hat.

Sein Stil hat überhaupt nichts blasiert Poppiges, liest sich nicht wie ein feuchtes Tagebuch noch wie die Auflistung cooler Schallplatten, sondern besitzt Schärfe in der Beobachtung eine Knappheit in der Wiedergabe, die den literarischen US-Nachwuchs noch immer gegenüber dem deutschen auszeichnet: erzählen statt schwadronieren. Stilistisch und inhaltlich schließlich sein neuer Roman an das Debüt an, auch der Hang zur alttestamentarischen Titelgebung ist geblieben: Jeremiah geht biographisch noch einen Schritt zurück und erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, der mit seiner Mutter, einer Prostituierten, von Motel zu Motel zieht." Junge Welt

"Jeremiah erzählt von JTs Zeit zwischen 4 und 15 Jahren, es sind lose aneinander gefügte Kapitel, die er noch vor Sarah als 16-Jähriger für seinen Therapeuten geschrieben hat. Der Originaltitel lautet - treffender als im Deutschen - nach einer Bibelzeile: ´Das Herz ist ein hinterlistig Ding´. Nicht minder seelenverkrüppelt als die Schläge und Vergewaltigungen durch die Freier seiner Mutter Sarah ist nämlich der religiöse Fanatismus von Jeremiahs Großeltern. Körperliche Züchtigung in allen Unarten gehört zu JTs Alltag, als der gerade mündig gewordenen Sarah das Sorgerecht für ihren vierjährigen Sohn wieder entzogen wird. LeRoy packt die blutigen Variationen zwanghaft keuscher Liebe, emotionaler Ausgeliefertheit und sexueller Orientierungslosigkeit mit einer schlafwandlerischen Sicherheit in starke Bilder." SonntagsZeitung
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