Gegenlicht. Ein Triptychon nach Pierre Bonnard. Roman, Aus dem Englischen von Susanne Luber - Josipovici, Gabriel
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Selten hat Thomas Wagner in den letzten Jahren ein "so überzeugendes nihilistisches Kammerspiel" gelesen, selten eine "so düstere Reflexion über den Schrecken, den das Schöne jenen bereitet, die seiner Produktion zu nahe sind". Meisterlich, schreibt Wagner in seiner Hymne über das schon 1986 in England erschienene Buch, setze Josipovici Wort neben Wort, Gedanken neben Gedanken, Nuance neben Nuance. Von der Existenz der Figuren ist der Rezensent zwar "nie ganz überzeugt", zu monadisch und phantomhaft erscheinen sie ihm. Aber das hat seine Faszination nur noch gesteigert. Denn sie haben ihn, je weiter er im "mäandernden Fluss ihrer Sprache mitgeschwommen ist", in eine "Welt der Wut, der Trauer, der Melancholie und des allmählichen Verstummens" davongetragen. Selber noch in den Worten des Romans delirierend und von ihrem schwebenden, suchend-klagenden Ton gefangen genommen, beschreibt Wagner diese Geschichte über ein Ehepaare und seiner Tochter, hinter der sich kaum verborgen die Geschichte der Familie des Malers Pierre Bonnard verbirgt.

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