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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

"Manfred Wieninger ist eine Klasse für sich", findet Robert Brack. Denn der Autor schreibt Krimis, so der Rezensent, die kein bisschen über Geradlinigkeit, Logik oder Realismus verfügen. Und doch: trotz vieler Abschweifungen und zahlreichen Figuren, die auf den ersten Blick rein gar nichts miteinander verbindet, fügt sich - so der Rezensent - am Ende doch alles "geradezu poetisch" zusammen. Leicht mache es Wieninger dem Leser nicht. Zunächst sei überhaupt nicht klar, "wo da überhaupt ein Fall ist", den der Privatdetektiv zu lösen hat. Er begegnet merkwürdigen Personen, die noch merkwürdigere Andeutungen machen und dann auch noch auf rätselhafte Weise verschwinden. Doch am Ende wird der Fall selbstverständlich gelöst - nicht ohne Mithilfe von "Zufällen, Dummheiten und fiesen Intrigen", wie Brack durchaus lobend anmerkt. Miert erinnert den Rezensenten mit seiner Grantigkeit dabei an Thomas Bernhard, gleichzeitig aber auch an Figuren aus Romanen von Robert Walser, weil sich der Privatdetektiv nur allzu gerne "von Details betören lässt". Darüber hinaus lobt der Rezensent Wieningers genauen Blick auf die österreichische Provinz und deren "morastige Bereiche", wo über unangenehme Wahrheiten gerne der Mantel des Schweigens gelegt werde.

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