Ein Garten aus hundert Samentütchen - Fenton, James
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Welche Blumen würden Sie pflanzen, wenn Sie einen Garten anlegen könnten? Egal, ob der Garten so klein ist wie ein Blumenkasten vor dem Fenster oder so riesig wie Versailles, wichtig ist, dass er dem Gärtner Freude bereitet, meint James Fenton. In seinem anschaulichen Buch hat er hundert ein- und zweijährige Pflanzen zusammengestellt: Dabei geht es um deren Farben und Größen, um Bodenständiges und Exotisches, um Kräuter ebenso wie um Wiesenblumen. Dieses nützliche Kompendium zeigt, dass das Gärtnern größtes Vergnügen bereiten kann und dass auch der kleinste Garten zu einem farbigen, blühenden…mehr

Produktbeschreibung
Welche Blumen würden Sie pflanzen, wenn Sie einen Garten anlegen könnten? Egal, ob der Garten so klein ist wie ein Blumenkasten vor dem Fenster oder so riesig wie Versailles, wichtig ist, dass er dem Gärtner Freude bereitet, meint James Fenton.
In seinem anschaulichen Buch hat er hundert ein- und zweijährige Pflanzen zusammengestellt: Dabei geht es um deren Farben und Größen, um Bodenständiges und Exotisches, um Kräuter ebenso wie um Wiesenblumen.
Dieses nützliche Kompendium zeigt, dass das Gärtnern größtes Vergnügen bereiten kann und dass auch der kleinste Garten zu einem farbigen, blühenden Abenteuer wird - jedes Jahr aufs neue, wenn die Neugierde groß genug ist.
  • Produktdetails
  • Verlag: ARGON VERLAG
  • ISBN-13: 9783870245832
  • ISBN-10: 3870245832
  • Artikelnr.: 11177827
Rezensionen
Besprechung von 14.03.2003
Bloß keine Stauden!
Wie man einen Garten macht: Ein
Buch aus hundert Samentütchen
Kennen Sie das Land, wo jede größere Tageszeitung, die etwas auf sich hält, eine Gartenkolumne hat? Richtig: England. Dort schreibt ein bekannter Dichter und Literaturprofessor ein kurzweiliges Büchlein über einen Garten, der aus hundert Samentütchen ersprießt.
James Fenton plädiert leidenschaftlich für den einfachsten Weg, einen Blumengarten anzulegen: Samen zu säen und zu beobachten, wie sie wachsen. Seine Verachtung gehört all den Landschaftsgärtnern, die für viel Geld noch das kleinste Fleckchen Erde auf dem Reißbrett verunstalten. Ob man einen neuen Garten kreiert oder einen alten restauriert: Fenton rät ab von Stauden und Perennen und preist einjährige Blumen, die selbst das hartnäckigste Unkraut erfolgreich ersticken. Hohn und Spott erntet der ordnungsbesessene Gärtner, den die Pflanzen zwischen Platten und Ritzen in die Verzweiflung treiben. Erst wenn es im Kies und auf dem Pfad wuchert, kommt der Garten richtig in Schwung.
Doch Vorsicht: Was sich als farbiges und interessantes Anfängerpaket für den anarchistischen Gartenfreund gibt, lässt sich kaum auf dem heimischen Balkon verwirklichen. Fentons „Mikrowiese” aus einer Gras- und Wildblumenmischung braucht einige Morgen. Und der Poet mit dem grünen Finger kauft seine Pflanzerde nicht sackweise im Gartencenter, sondern gleich beim Großhandel.
Dennoch: Fentons persönliche Hitliste von Blumen, Kletterpflanzen und Kräutern, die eine sorgfältigere Übersetzung verdient hätte, enthält manche Entdeckung, die sich auch in kleineren Gärten verwirklichen lässt. Und wer kein Samentütchen kaufen will, kann sich belehren lassen, nicht nur über Botanisches. Oder wussten Sie, dass das Gift der Rizinuspflanze vom KGB benutzt wurde, um in London einen bulgarischen Journalisten zu ermorden? STEFAN REBENICH
JAMES FENTON: Ein Garten aus hundert Samentütchen. Argon Verlag, Berlin 2003. 125 Seiten, 12,90 Euro.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.diz-muenchen.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

James Fenton, ein für die Gartenkolumnen diverser englischer Tageszeitungen schreibender Dichter und Literaturprofessor, legt mit seinem Buch "Ein Garten aus hundert Samentütchen" zur Freude von Rezensent Stefan Rebenich ein leidenschaftliches Plädoyer gegen eine ordnungsbesessene Reißbrett-Gärtnerei vor. Fenton spreche sich dagegen für den einfachsten Weg aus, einen Blumengarten anzulegen: Samen zu säen und zu beobachten, wie sie wachsen. Er rate ab von Stauden und Perennen und preise einjährige Blumen, die selbst das hartnäckigste Unkraut erfolgreich ersticken. Zwar lassen sich Fentons anarchische Vorstellungen nach Einschätzung Rebenichs kaum auf dem heimischen Balkon verwirklichen - Fentons "Mikrowiese" aus einer Gras- und Wildblumenmischung brauche schließlich einige Morgen Land. Dennoch bietet Fentons persönliche Hitliste von Blumen, Kletterpflanzen und Kräutern manche Entdeckung, die sich auch in kleineren Gärten verwirklichen lässt, hält Rebenich fest. Überdies könne man sich etwa darüber aufklären lassen, dass das Gift der Rizinuspflanze vom KGB benutzt wurde, um in London einen bulgarischen Journalisten zu ermorden. Insgesamt ein "kurzweiliges Büchlein", das allerdings eine sorgfältigere Übersetzung verdient hätte.

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