Die Wiese, in der ich schwimmen lernte - Slouka, Mark
  • Buch

Jetzt bewerten

Produktdetails
  • Verlag: Blessing, Karl
  • ISBN-13: 9783896672216
  • ISBN-10: 3896672215
  • Artikelnr.: 13391983
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur NZZ-Rezension

Der deutsche Titel des Erzählbandes von Mark Slouka leuchtet Angela Schader nicht ganz ein. "Die Wiese, in der ich schwimmen lernte" ist für sie ein "launig-surreales Bild", das die Leser auf die falsche Fährte lockt. Schade, denn Slouka sei dort am besten, "wo es am finstersten ist". Und am finstersten geht es für Schader in der Erzählung "Federn und Knochen" zu, worin der jugendliche Erzähler zum Nachbarn eine freundschaftliche Beziehung aufbaut und ihn eines Tages dabei beobachtet, wie er kalten Herzens die Schnappschildkröten ausrottet. Bei Slouka geht es um das Verhältnis von Mensch und Natur, erläutert Schader, wobei die Tierwelt ebenso amoralisch sei wie die Menschen und sich auch "kein verklärender Dunst über die Landschaften" lege. Sloukas Naturbeobachtungen sind so präzise und überraschend, dass Schader gerne öfter daraus zitieren würde. Im übrigen seien die Erzählungen in sich abgeschlossen, erklärt die Kritikerin, aber dadurch dass der jugendliche Ich-Erzähler, aus einer nach Amerika emigrierten tschechischen Familie stammend, durchgängig derselbe sei und auch Handlungsort und Personal der Erzählungen nicht wechselten, ließen sich die Erzählungen insgesamt als locker gestrickter Roman lesen: harmlos beginnend und im Innersten schön finster.

© Perlentaucher Medien GmbH