Die Bresche - Lefort, Claude

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Ereignissen des Pariser Mai 1968 schreibt Claude Lefort - der politische Philosoph und politische Mitstreiter von Cornelius Castoriadis und Jean-Francois Lyotard - eine Analyse dieser Ereignisse, die bis heute Gültigkeit beanspruchen kann. Was Lefort findet und zugleich offenhalten will, ist "la brèche", die Bresche, die in die französische Nachkriegsgesellschaft geschlagen wurde. "Jeder versucht das Ereignis, das die französische Gesellschaft erschüttert hat, zu benennen, jeder versucht, es zu Bekanntem in Bezug zu setzen, jeder versucht, seine Folgen abzuschätzen. Man beeilt sich,…mehr

Produktbeschreibung
Ereignissen des Pariser Mai 1968 schreibt Claude Lefort - der politische Philosoph und politische Mitstreiter von Cornelius Castoriadis und Jean-Francois Lyotard - eine Analyse dieser Ereignisse, die bis heute Gültigkeit beanspruchen kann. Was Lefort findet und zugleich offenhalten will, ist "la brèche", die Bresche, die in die französische Nachkriegsgesellschaft geschlagen wurde. "Jeder versucht das Ereignis, das die französische Gesellschaft erschüttert hat, zu benennen, jeder versucht, es zu Bekanntem in Bezug zu setzen, jeder versucht, seine Folgen abzuschätzen. Man beeilt sich, Interpretationen aufzustellen, man möchte, dass die Ordnung wiederhergestellt wird, wenn schon nicht in den Fakten, dann zumindest doch im Denken. Man möchte das Überraschende daran vergessen, den Diskurs von heute mit dem von Gestern zusammenfügen und rasch Nutzen ziehen aus der Gelegenheit -, so wie Plünderer nach einem Erdbeben. Man möchte die Bresche schließen, da wo man sich gerade befindet. Vergeblich. " (Claude Lefort)
  • Produktdetails
  • Verlag: Turia + Kant, Verlag / Vavra, Ingo, Dr.
  • Seitenzahl: 91
  • Erscheinungstermin: Mai 2008
  • Deutsch
  • Abmessung: 202mm x 123mm x 13mm
  • Gewicht: 134g
  • ISBN-13: 9783851325201
  • ISBN-10: 3851325206
  • Artikelnr.: 23560555
Autorenporträt
Claude Lefort, geb. 1924, französischer Philosoph und Aktivist, lehrte an der Sorbonne und an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales. Er ist Mitbegründer mehrerer Zeitschriften in Frankreich und Verfasser zahlreicher Bücher, darunter La complication. Retour sur le communisme, Paris 1999.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Als "äußerst nützliche Lektüre", ja, als Highlight in der "historisierenden Publikationsschwemme" zu 1968 empfand Rezensentin Tania Martini diese beiden Essays des französischen Philosophen, die sie auch als "Vergegenwärtigung eines Beteiligten" gelesen hat und die ihren Informationen zufolge zum ersten Mal in deutscher Sprache erschienen sind. Der Text "Die neue Unordnung" sei unmittelbar nach den beschriebenen Ereignissen entstanden, der Aufsatz "Relektüre" 20 Jahre später. Während der erste Text die Rezensentin als "Zeitdokument" besonders durch seinen "selbstaufklärerischen Impuls" besticht, erweckt der spätere Text ihr Interesse durch das beherzte Aufheben ideologischer Denkverbote. Insgesamt machen beide Texte aus Martinis Sicht ein Hauptresultat der Revolte sehr anschaulich: die Bresche, die sie in Institutionen und Verhaltensmuster, in die Ordnung der Dinge geschlagen habe.

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