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Die Diskussion um den Islam entzündet sich immer wieder an der Lage der Frauen. Irene Schneider erklärt in ihrem eindrucksvollen Überblick, was die Korangelehrten über Rechte und Pflichten von Frauen sagen und warum die Frauen Mohammeds jungen Musliminnen gerade heute als Vorbilder angepriesen werden. Sie vermittelt einen lebendigen Einblick in die unterschiedlichen Lebenswelten von Frauen in der islamischen Geschichte und zeigt, welche Chancen Musliminnen heute haben, ihre privaten und öffentlichen Rollen selbstbewusst zu gestalten, sei es auf "westliche" oder auf "islamische" Weise. Zur…mehr

Produktbeschreibung
Die Diskussion um den Islam entzündet sich immer wieder an der Lage der Frauen. Irene Schneider erklärt in ihrem eindrucksvollen Überblick, was die Korangelehrten über Rechte und Pflichten von Frauen sagen und warum die Frauen Mohammeds jungen Musliminnen gerade heute als Vorbilder angepriesen werden. Sie vermittelt einen lebendigen Einblick in die unterschiedlichen Lebenswelten von Frauen in der islamischen Geschichte und zeigt, welche Chancen Musliminnen heute haben, ihre privaten und öffentlichen Rollen selbstbewusst zu gestalten, sei es auf "westliche" oder auf "islamische" Weise. Zur Sprache kommt nicht zuletzt auch der Islam in Deutschland und die Suche von Frauen nach einem im Westen lebbaren Islam.
  • Produktdetails
  • Beck'sche Reihe Bd.6011
  • Verlag: Beck
  • Seitenzahl: 288
  • Erscheinungstermin: August 2011
  • Deutsch
  • Abmessung: 189mm x 126mm x 25mm
  • Gewicht: 284g
  • ISBN-13: 9783406622120
  • ISBN-10: 3406622127
  • Artikelnr.: 33192788
Autorenporträt
Irene Schneider, geb. 1959, ist Professorin für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Göttingen. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschlechterforschung und dem islamischen Recht.
Inhaltsangabe
Vorwort

1. Die Anfänge

Das vorislamische Arabien

Terra incognita?

Geschlechterrollen in der "Zeit der Unwissenheit"

Muhammad und die Frauen

Die Prophetengenossinnen
Ehefrauen und Töchter

2. Theologie und Recht

Koran und Hadith

Die koranischen Regeln zum
Geschlechterverhältnis

Veränderungen

Religiöse Gleichheit?

Identifikationsfiguren und Deutungsmuster

Frühe Frauenbilder

Weibliche Koranexegese

Die rechtliche Situation im 20. und 21. Jahrhundert

Der Weg in die Moderne

Polygynie, Ehe- und Scheidungsrecht

Peitschenhiebe, Steinigung und Blutgeld

Gewohnheitsrecht

Scharia und die Menschenrechte -
unvereinbar?

3. Sexualität und Liebe

Vormoderne Vorstellungen

Zeugung und Verhütung

Beschneidung

Die Furcht vor Ausschweifungen

Homosexualität und Transsexualität

Die Frömmigkeit verdammt die Liebe nicht

Männlichkeit und Weiblichkeit in der Moderne

Von al-Ghazali zu Fatima
Mernissi

Jungfräulichkeit und Keuschheit

Sexuelle Tabuthemen

Männlichkeit und Macht

Wie ich Scheherazade tötete

4. Literarische Reflexionen

Fromme Frauen und Sklavenmädchen

Märchenerzählerin oder listige Figur?

"Ich umarmte sie, dann wollte meine Seele mehr"

Weibliche Sichtweisen

Vom Briefwechsel zum Roman

Autobiographie als Verarbeitung

Identitätssuche

Umm Kulthum
und Fairuz

5. Frauen und Macht

Herrschaft vor und hinter den Kulissen

Die Männer stehen über den Frauen

Frauen an der Macht

Einsatz für die Söhne

Das Zeitalter des Kolonialismus und die Suche nach einer neuen Identität

Nicht nur Arroganz und Exotismus

Ein Blick nach Europa

Reformansätze

Feminismus in den Nationalstaaten

Drei Idealtypen

Ägypten: Vom karitativen Verein bis zum Islamismus

Iran: Rückschritt und Fortschritt

Marokko: Emanzipationsansätze

6. Bildung und Beruf

Ein Blick in die Geschichte

Gelehrte Frauen

Betätigungsfelder

Emanzipation durch Bildung?

Der Kampf gegen den Analphabetismus

Die Eroberung der Hochschulen

Der schwierige Weg in die Arbeitswelt

Frauen in der Politik

7. Musliminnen in Deutschland

Der Islam ist angekommen

Identität durch Religiosität?

Die Kopftuchdebatte

Engagement in Organisationen

Wünsche und Restriktionen

Scharia in Deutschland?

Ehrenmorde

Wer sind sie, was wollen sie?

Anhang

Anmerkungen

Literatur

Glossar

Personenregister
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur ZEIT-Rezension

Ein bisschen ratlos lässt Andreas Pflitschs Besprechung dieses Buchs der Göttinger Islamwissenschaftlerin Irene Schneider zurück. Deutlich wird, dass sich Schneider viel vorgenommen hat: Auf dreihundert Seiten die Rolle der Frau in islamischen Ländern zu beleuchten, also von Marokko bis Indonesien, hält er für ein ehrgeiziges Unterfangen. Auch dass die Autorin dabei immer wieder zeigt, wie uneindeutig sich bestimmte Punkte vom Islam ableiten lassen, macht Pflicht klar. So finde Schneider im Koran Hinweise auf eine immanente Frauenfeindschaft wie auch Ansätze einer gleichberechtigten Stellung. Aber was genau der Rezensent meint, wenn er ihr vorwirft, zu normativ zu argumentieren, oder westliche Ursachen für eine rigide Rechtsauslegung zu ignorieren, bleibt sehr abstrakt.

© Perlentaucher Medien GmbH