Der Ausflugs-Verführer Rhein-Neckar: Freizeittouren für Geniesser - Christine Titz, Barbara und Jörg-Thomas Titz
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  • Verlag: ars vivendi
  • ISBN-13: 9783897165366
  • ISBN-10: 3897165368
  • Artikelnr.: 13550887
Rezensionen
Besprechung von 06.10.2005
Ritter allerorten

Das Rhein-Neckar-Dreieck ist heute eine Industrieregion, allerdings auf altem Kulturboden und landschaftlich gesegnet wie wenige Gegenden in Deutschland. Die beiden Autoren Barbara Christine und Jörg-Thomas Titz haben es zu Fuß und mit dem Fahrrad erkundet und stellen dreißig interessante Ausflugsziele zwischen dem Donnersberg im Norden, der Pfälzischen Weinstraße im Westen, der Bergstraße im Osten und dem Kraichgau im Süden in kurzen Kapiteln vor. Im prägnanten Text dominiert die nicht immer aufregende Historie, kaum ein Rittergeschlecht bleibt unerwähnt, mag es auch schon im Hochmittelalter ausgestorben sein. Das Seltsame an diesem Führer für Freizeittouren wie an anderen, vergleichbaren Publikationen ist, daß sie die kulturell ergiebigsten Punkte aussparen, wohl in der Annahme, sie seien allgemein bekannt; man erfährt also in diesem Büchlein nichts über die Impressionisten der Mannheimer Kunsthalle, den Zwölf-Boten-Altar von Tilman Riemenschneider im Heidelberger Kurpfälzischen Museum oder die Pläne Dieter Wedels für die Wormser Nibelungenfestspiele. Dafür werden erfreulicherweise einige Persönlichkeiten erwähnt, die zu Unrecht vergessen sind. So erinnern die beiden Verfasser, die auch versierte Fotografen sind, bei der Beschreibung des Angelbachtals im Kraichgau, der "kalten Toskana", beispielsweise an den Geographen Friedrich Ratzel (1844-1904), einen begnadeten Stilisten.

Kfi.

"Der Ausflugs-Verführer Rhein-Neckar" von Barbara Christine und Jörg-Thomas Titz. ars vivendi verlag, Cadolzburg 2005. 198 Seiten, zahlreiche Farbfotos. Broschiert, 12,90 Euro., ISBN 3-89716-536-8

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Nicht ganz zufrieden ist Rezensent "Kfi" mit diesem Ausflugsbuch. Zwar fand er den Ansatz originell, die Gegenden zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Es irritiert den Rezensenten jedoch, dass das Autorenpaar die interessantesten und "kulturell ergiebigsten Punkte" der Region ausgelassen haben, "wohl in der Annahme, sie seien allgemein bekannt". Entschädigt fühlte sich der Rezensent dann durch die Erwähnung einiger "zu Unrecht vergessener" Persönlichkeiten. Auch die "dreißig interessanten Ausflugsziele" im Rhein-Neckar Gebiet werden erfreut zur Kenntnis genommen. Die Fotos werden gelobt, der Text als "prägnant" beschrieben.

© Perlentaucher Medien GmbH