Das Zauberbuch als Denkfigur - Lötscher, Christine
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Das Buch hat bei seinen jungen Leserinnen und Lesern so viel Konkurrenz wie noch nie. War es einst König der Medien im Kinderzimmer, ist es nun von Smartphones, Tablets, Computerspielen und einem riesigen Angebot an Filmen und TV-Serien im Internet umzingelt. Das ruft kulturkritische Stimmen auf den Plan auch in den Romanen selbst. Und so zelebrieren an Jugendliche gerichtete Fantasy-Romane aus den letzten zwei Jahrzehnten das Lesen als das grösste und aufregendste Abenteuer, indem sie dem Buch magische Kräfte zuschreiben. Mit einem kulturwissenschaftlich-medientheoretischen Ansatz untersucht…mehr

Produktbeschreibung
Das Buch hat bei seinen jungen Leserinnen und Lesern so viel Konkurrenz wie noch nie. War es einst König der Medien im Kinderzimmer, ist es nun von Smartphones, Tablets, Computerspielen und einem riesigen Angebot an Filmen und TV-Serien im Internet umzingelt. Das ruft kulturkritische Stimmen auf den Plan auch in den Romanen selbst. Und so zelebrieren an Jugendliche gerichtete Fantasy-Romane aus den letzten zwei Jahrzehnten das Lesen als das grösste und aufregendste Abenteuer, indem sie dem Buch magische Kräfte zuschreiben.
Mit einem kulturwissenschaftlich-medientheoretischen Ansatz untersucht die Autorin eine Reihe von Fantasy-Romanen für Jugendliche, die sich durch ein hohes Mass an Selbstreferentialität und ein dichtes Netz von intertextuellen Bezügen auszeichnen. Dazu gehört Michael Endes Klassiker Die unendliche Geschichte von 1979, auf den die meisten aktuellen Zauberbuch-Romane Bezug nehmen, ebenso wie Cornelia Funkes Tintenwelt-Trilogie und Walter Moers Die Stadt der Träumenden. Zauberbücher treten in den Romanen gleichsam als Protagonisten auf. Sie werden zu lebendigen Wesen, für ihre Leser verwischt sich die Grenze zwischen Realität und Fiktion. Die Autorin zeigt auf, wie eng die Narrative rund um Lektüre, Medien und Wissen mit der Kulturgeschichte des Buches, den Debatten um Medienpädagogik und den Theorien zur Funktionsweise der Fantasie verbunden sind. Ihre These ist, dass die Zauberbuch-Fantasy die Sehnsucht nach einem vormedialen Paradies sichtbar macht.
  • Produktdetails
  • Populäre Literaturen und Medien Bd.10
  • Verlag: Chronos
  • Seitenzahl: 188
  • Erscheinungstermin: Januar 2015
  • Deutsch
  • Abmessung: 228mm x 159mm x 17mm
  • Gewicht: 330g
  • ISBN-13: 9783034012522
  • ISBN-10: 3034012527
  • Artikelnr.: 40915179
Autorenporträt
Christine Lötscher studierte Germanistik und Geschichte in Zürich und München. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft (ISEK) der Universität Zürich und arbeitet als Literatur- und Filmkritikerin für verschiedene Medien.
Inhaltsangabe
Die Denkfigur des Zauberbuchs Zauberbuch
Fantasy zwischen Kulturpessimismus und Medieneuphorie Drei Traditionslinien: Lesepädagogik, Romantik, Postmoderne Der Roman als Laborversuch: Roderick Townleys The Great Good Thing Zauberbuch
Fantasy und ein Geflecht von Narrativen: Vorgehen, Korpus, Begriffe Fantasy als Mythopoesie Der homo narrans und das Zauberbuch Typologie des Zauberbuchs Medialität und Magie Kulturkritische und bibliophile Argumentationsmuster Das Zauberbuch und die Gemeinschaft der Bücher Phantasiepädagogik und Leseglück Das Zauberbuch feiert seine Wurzeln 'Alles da drin kann lebendig werden'
Das absolute Buch reloaded Poststrukturalismus und Selbstreferentialität Das Buch als Schwelle Das absolute Buch Das absolute Buch reloaded Das Zauberbuch als Supervermittler Geheimwissen Bücherwissen versus Erfahrungswissen Mündlichkeit und Schriftlichkeit Supervermittler und ihr Geheimwissen Das Monsterbuch Ein Dämon auf Zeitreise Das Grimoire als mystisches Buch Die Spiritualisierung des Wortes Die monströse Unsterblichkeit der Schrift Poetiken des Zauberbuchs Lektüre und Imagination 'Es gibt 'ne Menge Türen nach Phantásien': Michael Endes Poetik des Lesens Das Zauberbuch verschwindet: Cornelia Funkes Tintenwelt 'A more seductive, more dangerous truth'
Lektüre und Wirklichkeitssystem in Lev Grossmans Magicians
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