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Immerhin 24 Prozent der Deutschen, so eine vom SPIEGEL in Auftrag gegebene Umfrage, halten ihr gegenwärtiges Leben für sehr glücklich. Aber was ist überhaupt Glück? Und ist, wer Glück hat, auch glücklich? Ist Glück schicksalhaft? Sinnfragen wie diese werden immer häufiger gestellt, seit die großen Gesellschaftsentwürfe verblasst sind. Mathias Schreiber zeigt, welche Antworten Philosophie, Religion und Psychologie geben und was wir selbst tun können, um diesem Lebensziel ein Stück näher zu kommen.…mehr

Produktbeschreibung
Immerhin 24 Prozent der Deutschen, so eine vom SPIEGEL in Auftrag gegebene Umfrage, halten ihr gegenwärtiges Leben für sehr glücklich. Aber was ist überhaupt Glück? Und ist, wer Glück hat, auch glücklich? Ist Glück schicksalhaft? Sinnfragen wie diese werden immer häufiger gestellt, seit die großen Gesellschaftsentwürfe verblasst sind. Mathias Schreiber zeigt, welche Antworten Philosophie, Religion und Psychologie geben und was wir selbst tun können, um diesem Lebensziel ein Stück näher zu kommen.
  • Produktdetails
  • Verlag: DVA / Spiegel-Verlag
  • Seitenzahl: 255
  • Erscheinungstermin: 5. Juni 2009
  • Deutsch
  • Abmessung: 215mm x 135mm
  • Gewicht: 451g
  • ISBN-13: 9783421044020
  • ISBN-10: 3421044023
  • Artikelnr.: 25547542
Autorenporträt
Mathias Schreiber, geb. 1943 in Berlin, war 14 Jahre lang Leiter des Kulturressorts beim SPIEGEL und arbeitet seit zwei Jahren als Kolumnist des Magazins. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit sind philosophische und ideengeschichtliche Themen. Er veröffentlichte Bücher über Lyrik-Theorie, moderne Kunst und Architektur.
Rezensionen
Besprechung von 31.08.2009
Sachbücher des Monats September
Empfohlen werden nach einer monatlich erstellten Rangliste Bücher der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften sowie angrenzender Gebiete.
1. GERHARD PAUL (Hg.): Das Jahrhundert der Bilder. Band 1: Bildatlas 1900 bis 1949. Band 2: Bildatlas 1949 bis heute. Vandenhoeck & Ruprecht Verlag, zus. 1840 S., 79,80 Euro.
2. MICHAEL HAMPE: Das vollkommene Leben. Vier Meditationen über das Glück. Carl Hanser Verlag, 304 S., 21,50 Euro.
3. RICHARD OVERY: Die letzten zehn Tage. Europa am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Übers. von Klaus Binder. Pantheon Verlag, 160 S., 12,95 Euro.
4. SEBASTIAN ULLRICH: Der Weimar-Komplex. Das Scheitern der ersten deutschen Demokratie und die politische Kultur der frühen Bundesrepublik 1945 – 1959 (Hamburger Beiträge zur Sozialgeschichte, 45). Wallstein Verlag, 679 S.,
48,00 Euro.
5.-6. MANJIT KUMAR: Quanten. Einstein, Bohr und die große Debatte über das Wesen der Wirklichkeit. Übers. von Hainer Kober. Berlin Verlag, 560 S., 28,00 Euro.
QUENTIN SKINNER: Visionen des Politischen. Hg. von Marion Heinz. Übers. von Robin Celikates und Eva Engels. Suhrkamp Verlag, 309 S., 14,00 Euro.
7.-8. RÜDIGER SAFRANSKI: Goethe & Schiller. Geschichte einer Freundschaft. Carl Hanser Verlag, 344 S., 21,50 Euro.
JULIUS H. SCHOEPS: Das Erbe der Mendelssohns. Biographie einer Familie. S. Fischer Verlag, 496 S., 29,95 Euro.
9.-10. SUNDER KAUSHIK RAJAN: Biokapitalismus. Werte im postgenomischen Zeitalter. Übers. von Ilse Utz. Suhrkamp Verlag, 303 S., 24,80 Euro.
MATHIAS SCHREIBER: Das Gold in der Seele. Die Lehren vom Glück. Deutsche Verlags-Anstalt, 256 S., 19,95 Euro.
Besondere Empfehlung des Monats September von Norbert Seitz: BARBARA FINKEN: Flaubert. Durchkreuzte Moderne. S. Fischer Verlag, 592 S., 24,95 Euro.
Die Jury: Rainer Blasius, Eike Gebhardt, Fritz Göttler, Wolfgang Hagen, Daniel Haufler, Otto Kallscheuer, Petra Kammann, Guido Kalberer, Elisabeth Kiderlen, Jörg-Dieter Kogel, Hans Martin Lohmann, Ludger Lütkehaus, Herfried Münkler, Wolfgang Ritschl, Florian Rötzer, Johannes Saltzwedel, Albert von Schirnding, Jacques Schuster, Norbert Seitz, Hilal Sezgin, Elisabeth von Thadden, Andreas Wang, Uwe Justus Wenzel.
Redaktion: Andreas Wang (NDR Kultur)
Die nächste SZ/NDR/BuchJournal-
Liste der Sachbücher des Monats erscheint am 30. September.
SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de
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Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Fast hätte Johann Hinrich Claussen den Glauben verloren an einen Glücksbegriff jenseits von praktischer Lebenshilfe, Trostfunktion und Banalität. Nach der Lektüre von Mathias Schreibers geduldig erschriebenem Buch hat er ihn wieder. Gut portioniert offeriert ihm der Autor nicht etwa eine präzise Definition, doch Beobachtungen zu Kunst und Kultur und zeitdiagnostische Reflexionen zusammen mit persönlichen Geschichten. Am meisten verblüfft Claussen nicht die an sich schon bemerkenswerte Nachdenklichkeit des Autors, sondern ihr religiöser Charakter. Glück, verstanden als etwas höchst Individuelles und eben dadurch zugleich Soziales, als Möglichkeit einer Transzendenz ins quasi Göttliche - das gefällt dem Rezensenten.

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